Generationen im Gespräch und im Duett
Shownotes
Der März steht im Culture Club ganz im Zeichen der Musik und der Frage, wie sie Generationen verbindet. Zwischen Liedermacher-Tradition und Pop, zwischen 700 komponierten Songs und neuen, eigenwilligen Klangwelten entfaltet sich ein Gespräch darüber, wie musikalische Prägungen entstehen, wie sich Perspektiven unterscheiden und wo sie sich überraschend nah sind. Darüber hat Lars Meier mit zwei Gästen gesprochen, die auf sehr unterschiedliche Weise für deutsche Musik stehen: der Singer-Songwriterin Miss Allie und dem Liedermacher Rolf Zuckowski. Sie sprechen über ihre ersten musikalischen Erinnerungen, über Tourleben und kreative Prozesse, über Zuversicht in unruhigen Zeiten und darüber, wie Musik Brücken schlagen kann zwischen Jung und Alt. Ein besonderer Anlass ist die Veranstaltung „Musik im Dunkeln“ am 16. März in der Laeiszhalle Hamburg – ein Abend, der das Hören in den Mittelpunkt stellt und neue Perspektiven eröffnet. Aufgenommen wurde diese Folge daher im Dialoghaus Hamburg und präsentiert wie immer von HVV Switch, der besten App fürs Mobilbleiben in Hamburg.
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00:00:00:
00:00:11: Herzlich
00:00:11: willkommen zur einundvierzigsten Ausgabe des Kaltscherklabs.
00:00:15: Der Merz steht bei uns ganz im Zeichen der Musik und der Frage, wie sie Generationen verbindet.
00:00:20: Zu Gast sind die Singer-Songwriterin Miss Alli und der Liedermacher Rolf Zuckowski.
00:00:25: Gemeinsam sprechen wir über musikalische Prägung, über Generationenaustausch und Konflikte – und darüber, wie Musik Brücken schlagen kann!
00:00:33: Ein besonderer Anlass ist die Veranstaltung Musik im Dunkeln am sechzehnt März in der Leißhalle Hamburg ein Abend, der das Hören in den Mittelpunkt stellt und neue Perspektiven eröffnet.
00:00:44: Aufgenommen wurde diese Folge daher im Dialoghaus Hamburg, der dieser Abend gewidmet ist und präsentiert wie immer von HVV Switch.
00:00:53: Der besten App fürs Mobilbleiben in Hamburg!
00:00:57: Liebe Miss Ellie du wurdest neunzig in Berlin geboren und bist Singer Songwriterin Musikerin und Humoristin Und malen tust du auch.
00:01:05: Mit deiner Mischung aus Liedermacher Tradition Pop und poeintiertem Kabarett hast Du Dir in den vergangenen Jahren eine große Fan-Gemeinde erspielt, ... ... mit dem Du aktuell durch Deutschland, Österreich und die Schweiz tourst!
00:01:24: Wenn man so gut ein Jahr ständig auf Tour ist oder gegebenenfalls noch länger
00:01:30: wie
00:01:31: Ist man dann noch glücklicher, nach Hamburg zu kommen eigentlich?
00:01:36: Ja bei mir ist es ja so dass ich nicht durchgängig auf Tour bin sondern wir immer nur das Blöcke haben und meistens bald sich das so auf drei Monate Tourzeit.
00:01:42: Dann hab' ich wieder ein paar Monate in Hamburg Und es ist immer wieder toll nach Hamburg zurückzukommen weil ich weiß also Man hat ja diesen sogenannten Tourblues auch manchmal wenn man von Tour kommt dann ist man so bisschen traurig weil man dann in so einem Loch fällt.
00:01:55: Aber in Hamburg gibt's ja so viel zu erledigen und soviel zu erleben
00:01:59: Alkfers rausbringen Spülmaschine sauber machen.
00:02:02: Genau!
00:02:03: So was, ne?
00:02:04: Also diese Beispiele bringt man ja immer an wenn Künstler von der Bühne kommen als hätten sie es sofort verlernt irgendwie ganz normal auch das Badezimmer zu reinigen.
00:02:12: und die Gefahr besteht ja bei dir nicht.
00:02:14: Das Problem bei mir ist tatsächlich dass ich verlerne zu kochen aber das ist ja auch kein Problem.
00:02:18: in Hamburg kann man einfach in tausende Restaurants gehen
00:02:21: sonst
00:02:21: wäre ich schon verhungert.
00:02:22: Rolf Mit dir sprechen wir auch gleich über den Tourbluß, wollen dich aber kurz vorstellen.
00:02:26: Auch wenn das gar nicht nötig wäre!
00:02:28: Du wurdest in Hamburg aus dem Jahr und bist einer der bekanntesten deutschen Liedermacher- und Komponisten.
00:02:35: Seit den neunzehnten Hundertsiebziger Jahren prägst du mit deinen Liedern Generationen von Kindern und Familien.
00:02:41: Neben deiner künstlerischen Arbeit engagierst du dich seit vielen Jahren für musikalische Bildung und initiiert Projekte die gemeinsame Singen fördern und Kinder früh für Musik begeistern.
00:02:53: Jetzt haben wir ja gerade über den Turblues gesprochen, hat Miss Ellie angesprochen.
00:02:57: Ist etwas wie Alter etwas was dich davon wegbringt vom Turbluz?
00:03:03: Weil du ganz viel Erfahrung hast mit diesem Turblus umzugehen.
00:03:06: Wann fängt denn Alter für dich an?
00:03:08: Naja ich finde nach einer gewissen Erfahrung wenn man dreiviermal also wenn man jetzt drei vier mal ein Kater hatte beispielsweise dann hört man vielleicht auf schlechter Alkohol zu trinken oder weniger zu tringen oder weiß da gibt es eine Tablette gegen.
00:03:22: Gibt es eine Tablette gegen Turblues?
00:03:26: Ein Zuhause, in dem man sich wohlfühlt.
00:03:28: Eine
00:03:29: Familie und ein Freundeskreis, der sich freut, dass man auch für sie mal wieder Zeit hat!
00:03:33: Und ich habe zum Glück den Freundes Kreis aus der Jugend immer noch und wir treffen uns tatsächlich ab und zu.
00:03:38: sind alle dann so Mitte-Siebzig jetzt... Ich habe zum Glück eine Frau mit der ich seit fifty-fünf Jahren glücklich bin und die mich immer hat gehen lassen.
00:03:47: Unter dem Motto, mach das!
00:03:48: Das tut dir gut, tut letztendlich uns auch gut.
00:03:51: du nimmst ja auch die Lieder, die bei uns entstanden sind und träg sie hinaus.
00:03:55: Aber das Wort Tour Blues hab' ich ehrlich gesagt heute zum ersten Mal gehört.
00:03:59: Wahrscheinlich kannte ich das nicht zumindest nicht das Wort Und meine Touren waren ja auch selten so wie die von Rock & Pop Stars mit der Gitarre allein unterwegs oder mit einem ganz kleinen Team.
00:04:12: Und da war dann eigentlich diese Abwiesenheit von zu Hause auch nicht eintauchen in so eine ganze andere Welt, sondern man hat eigentlich immer ein Stück Zuhause mitgenommen Gerade bei Kindern und Erwachsenen, die mit Kindern leben spürten.
00:04:25: Man spürt die eigene Familie immer.
00:04:27: Die ist irgendwie gedanklich emotional dabei.
00:04:31: Wir haben gerade darüber gesprochen wie das ist, die Freude wieder in Hamburg zu kommen.
00:04:34: aber kribbelt es irgendwann auch wieder bei dir damit du wieder auf eine Bühne kommst?
00:04:37: Und die kann ja jetzt nicht immer in Hamburg stehen!
00:04:40: Ja total ich habe jetzt auch grade ne Phase wo ich halt mich auf Songwriting und Ausruhen konzentrieren soll.
00:04:45: schrecklich Es
00:04:46: ist schrecklich.
00:04:47: Ich warte die ganze Zeit darauf, dass es endlich wieder losgeht.
00:04:49: aber Tour geht halt im April erst los und ich freue mich das wir schon am sechzehnten dritten gemeinsam hier mal auf die Bühne klettern können.
00:04:56: Das kürzt
00:04:56: die Wartezeiten ein bisschen ab.
00:04:58: Sprechen wir mal über den Abend, den wir da so vorhaben?
00:05:01: Wir wollen Musik präsentieren nicht in totaler Finsternis.
00:05:05: Die Notausgangsplätze sind beleuchtet und es wird überall nochmal Lichtquellen geben.
00:05:11: Jetzt weiß man ja, dass wenn der eine Sinn ausgeschaltet ist das gucken dann werden die anderen möglicherweise schärfer.
00:05:18: Wie ist das für euch denn?
00:05:19: Wie stellt ihr euch das vor?
00:05:20: oder habt ihr schon mal im Dunkeln gespielt.
00:05:22: Rolf wie wird es für dich sein an einer Gitarre?
00:05:26: Ich habe oft im Dunkel gesungen weil ich im Studio in der Regel beim singen die Augen zu mache am Mikro.
00:05:31: Ich schaue mir nicht einmal den Tonmeister an obwohl ich den ganz angenehm finde oder fand Volker Heinzen übrigens.
00:05:38: aber natürlich schaut man auch Publikums Augen, die tun gut.
00:05:42: Resonanz vom Publikum bedeutet mir sehr viel grad auch von Kindern.
00:05:46: aber ich freue mich wirklich auf diese große Gemeinschaft im Dunkeln.
00:05:50: eigentlich ist man wenn man die Augen zu macht ja mit sich allein oder man hat vielleicht jemandem Arm und beide sind so ein bisschen in einer Emotionalen Stimmung, die keinen Blickkontakt braucht.
00:06:01: Das wird an dem Tag anders sein.
00:06:03: Ich hab ja meine Tochter dabei und eine junge Nachwuchskünstlerin hier kommt Nina.
00:06:08: Die freuen sich sehr darauf dieses Experiment mit mir gemeinsam zu erleben.
00:06:12: Und wenn es sehr dunkel wird dann werden wir uns auch mal kurz in den Arm nehmen.
00:06:16: Du kannst da links und rechts gucken und du weißt irgendwo steht da noch jemand.
00:06:19: Insofern seid ihr auch nicht auseinander?
00:06:21: Du kannst vielleicht riechen... Also ich kann mich auch an
00:06:23: meiner Gitarre festhalten!
00:06:26: Du kommst alleine, ne?
00:06:28: Ja ich komme allein.
00:06:29: Aber ich freu mich das Rolf da jetzt.
00:06:30: Ich kenne mich zumindest schon mal jemanden.
00:06:33: Aber die Bühne ist wirklich richtig düster!
00:06:37: Also
00:06:37: für die Zuschauerinnen und Zuschauer schon ihr werdet natürlich Licht haben.
00:06:41: deswegen habe wir einen blickdichten Vorhang und ihr werde dann dort schon Licht bekommen für die Noten für die Texte
00:06:49: durch den Vorhang getrennt vom Publikum noch.
00:06:52: Dann muss ich meine Lieder nicht auswendig lernen?
00:06:56: Wir wollen es ja auch im Grunde so machen, dass niemand denkt das wir nur eine CD aufgelegt haben.
00:07:01: ihr kommt da schon nach vorne und müsst euch nochmal kurz vorstellen.
00:07:04: Ja
00:07:04: klar.
00:07:05: Abgefahren!
00:07:05: Ich hatte nämlich Sorge, dass sich überhaupt ein dunklen Gitarre spielen kann habe ich noch nie gemacht.
00:07:09: aber... Ne musst du nicht.
00:07:11: Wie Sorge musst du dich haben.
00:07:12: Aber wie erlebst Du Musik denn?
00:07:14: am liebsten hörst du manchmal Musik.
00:07:16: also wenn du jetzt andere Interpreten hörst von aus, dass du nicht nur deine Lieder hörst.
00:07:21: Wie genießt du dir denn am liebsten auch im Dunkeln?
00:07:25: Also am Liebsten muss ich mal ganz kurz überlegen.
00:07:28: also Livemusik finde ich natürlich total toll aber ich glaube am liebstend höre ich Musik einfach bei mir zu Hause ganz laut aufgedreht und dazu tanzt sind.
00:07:37: Rolf!
00:07:38: Du tanzt auch nehm' mich an
00:07:40: weniger als mich selbst, glaube ich.
00:07:42: Ist eher so dass ich mit meiner Frau Let's Dance anschaue weil sie das so gerne sieht und ich mich auch an die drei Juroren jedes mal wieder ran pirsche vor allem an die deutsche Sprache von Rocher herrlich!
00:07:54: Und nein ich höre wirklich ganz besonders gern Musik zum Abendessen.
00:07:58: meine Frau kocht sehr schön sehr gut und wir haben so einen kleinen CD Vorrat der jeweils durch Speise passend ausgesucht wird.
00:08:05: Mal geht es mir ins französische mal mehr ins volkstümliche in Oldie.
00:08:10: Musik und diese Stimmung die mag ich einfach sehr, sehr gern.
00:08:13: Und die CDs in die Hand nehmen nochmal den Künstler spüren mit seinem Cover und denen teilweise Begleittexten.
00:08:20: Ich höre ansonsten im Autofilmusik bin ja immer noch relativ viel unterwegs und dann schaue ich doch schon mal was ich mal ausgiebig hören will.
00:08:27: das sind oft auch ganze Alben und in dem Sinne hat Musik bei mir mehrere Plätze.
00:08:33: Ich
00:08:33: liebe es ja an einer roten Ampel zu stehen nach links und rechts zu gucken Wahlweise beim Popeln zu erwischen oder tatsächlich, wenn die aus voller Seele singen und sich dann ertappt fühlen.
00:08:46: Also in beiden Fällen, Rolf, singst du denn auch?
00:08:50: Und die
00:08:50: Leute sind wahrscheinlich total erschrocken, wenn sie nicht dann sehen!
00:08:52: Es sind nicht wenige Lieder von mir im Auto entstanden und das konnten natürlich die Leute, die mich dabei beobachtet haben, nicht ahnen.
00:08:59: Die haben vielleicht gedacht der singt zum Radio aber tatsächlich den Weihnachtsbeckerei ist im Auto Hamburg.
00:09:06: Das Lied Leben ist mehr, es entstanden auf der Autobahn von Kiel nach Hamburg und das Lied so wichtig bist du auch wieder nicht auf der Autobahn von Schwerin nach
00:09:14: Hamburg.".
00:09:15: Du kannst
00:09:16: nirgendwo mehr langfahren ohne an irgendeinen Lied zu denken?
00:09:19: Also solche Erinnerungen gehen auch nicht weg weil man genau weiß in der Stimmung habe ich's mir ausgedacht und ist mir zugeflogen teilweise.
00:09:27: Miss Ali singst du auch beim Autofahren?
00:09:29: Auf
00:09:29: jeden Fall!
00:09:30: Aus voller Inbrunst heraus richtig laut oder richtig peinlich.
00:09:35: Und aber auch ich singe ja nicht nur, sondern manchmal mache ich mich auf Flut der Karibik und da gibt es gar kein Text.
00:09:44: Das gibt mir sehr viel Freude im Leben auch.
00:09:46: Ja uns auch gerade!
00:09:49: Kannst du das zu Ende singen?
00:09:52: Jetzt hat Rolf vor allen Dingen das gut ausgebaute Straßennetz in Norddeutschland genutzt, um seine Lieder zu produzieren.
00:09:58: Wo entstehen denn bei dir die besten Ideen?
00:10:01: Ich habe auch einige Ideen im Auto aber ich hab sehr viele Ideen unter der Dusche und auch sehr viel Ideen am Zug wenn ich mal wohin muss was nicht irgendwie ein Termin ist sondern wenn ich Freizeit
00:10:16: habe.
00:10:19: Das heißt Nakidai
00:10:21: auf
00:10:21: Ibiza.
00:10:23: Wir kamen alle vom Strand, völlig versandet und haben gemeinschaftlich getuscht.
00:10:28: das war völlig in Ordnung damals.
00:10:31: heute würde man überlegen wer dem darf man es erzählen und wem nicht?
00:10:35: Und das Lied ist tatsächlich unter der Dusche entstanden.
00:10:38: aber ich bin dann von Ibiza, wo wir waren in den Ort und musste einen Reifenwechsel haben.
00:10:44: Der Refrain ist okay aber die Strophen müssen von Tieren handeln, die sowieso Nakidae sind.
00:10:50: der Eber sagt zu seiner Frau, hör zu du süße kleine Sau und solche Sachen sind da drin.
00:10:55: also in dem Sinne ist das schon letztendlich stuben rein das Lied.
00:10:58: Okay sehr schön.
00:11:00: Ich glaube deswegen verstehen wir uns auch so gut läuft Genau wegen dieser Zeilen, die wieder Stuben reinzahlen.
00:11:05: Es ist
00:11:05: ja im Grunde die älteste Frage, die man einer Musikerin stellen kann.
00:11:11: Erst die Melodie oder erst der Text?
00:11:17: So oft habe ich diese Frage gehört und es ist halt einfach bei mir immer total unterschiedlich.
00:11:22: Immer durcheinander!
00:11:24: Und unter der Dusche eher Text- oder Melodie?
00:11:27: Immer durchananala.
00:11:30: Ich hab da wirklich keine ... Ich kann dir nichts anbieten
00:11:33: Wolf, hast du mehr Regelmäßigkeiten?
00:11:34: Ist dein künstlerisches Leben geordneter als das von Miss Ellie.
00:11:40: Ja was ist Ordnung!
00:11:43: Also wenn sich so intensiv mit Kindern beschäftigt der weiß natürlich auch dass Chaos sehr kreativ sein kann und ich liebe Ordnung.
00:11:53: zum Beispiel bei der Desktop meines Computers.
00:11:55: Der ist sehr ordentlich.
00:11:57: Das sind nur Ordner, alles schön gerade und wenn ich auf den Computerbildschirm von anderen Leuten gucke, frage ich mich immer wie können die so arbeiten?
00:12:04: Ich lege auch am Tisch mein Sohn macht es übrigens ähnlich.
00:12:07: Die Sachen immer wieder geradehin.
00:12:08: das muss alles irgendwo so auch am Schreibtisch übrigens so sein dass sie Dinge sich nicht berühren, dass keine Spitzen auf mich zeigen.
00:12:16: in dem Sinne bin ich wahrscheinlich sogar ein Ordnungsfreak.
00:12:19: aber ich lebe natürlich auch von einer gewissen Unordnung In der Phase wo die Dinge entstehen.
00:12:25: zum Beispiel Beispiel du hast ihm gesagt, du weißt nicht wann was zuerst kommt.
00:12:28: Bei mir ist so das meistens.
00:12:29: eine Textidee da ist die will aber dann Musik werden und dann überholt manchmal der kompositorische Drang den Textdichter und manchmal ist der Text so schnell fertig dass die Kompositionen nicht nachkommt.
00:12:41: und in diesem kleinen Chaos fühle ich mich auch Zuhause und irgendwann ist es am Ende dann doch ne Lied.
00:12:46: Achtung Achtungen Werbung.
00:12:50: Einfach immer am Start.
00:12:51: die HVV Switch App für euch, damit ihr jedes eurer Ziele in Hamburg und Umgebung erreichen könnt.
00:12:57: Einfach schnell und direkt ermöglicht die HvV Switch app euch den unkomplizierten Kauf von HVVO Tickets.
00:13:06: Zusätzlich dazu könnt Ihr mit der App ein Six-Chair, Share Now oder Miles Automieten einen Tier-, Voi-E-Scooter oder Moja-Shuttle buchen um bequem von A nach B zu gelangen.
00:13:19: Weitere Infos unter www.hvv-switch.de.
00:13:25: Achtung, Achtungen!
00:13:26: Das war ein Konsumhinweis.
00:13:30: Miss Alli brauchst du auch Chaos um ein schönes Lied perfekt zu schreiben und zu notieren?
00:13:37: Also meistens ist es so dass ich jetzt gerade bin ja in der Songwritingphase Und ich räume auf wie eine Weltmeisterin damit wirklich alles aus dem Blick ist darauf konzentrieren kann, Song zu schreiben.
00:13:49: Dann sitze ich da in meiner aufgeräumten Bude und denke mir so... Ich weiß was soll das?
00:13:57: Ich kriege das nicht hin!
00:13:58: Ist es dann immer das weiste Blatt Papier sozusagen?
00:14:02: Ja meistens ist es schon sowieso eine Idee da und da will ich die ausarbeiten und das ist halt total anstrengend weil ich muss mich dann drauf konzentrier'n, ich muss sich in dieses Gefühl reinbegeben Und das kostet wirklich bei mir, kostet momentan sehr viel Energie.
00:14:18: Das ist auch leider ein privater Speck aus meinem Privatleben.
00:14:22: Ich lebe halt an die Depressive um und das schneidet mich ein bisschen von meinen Emotionen ab, was sehr gut ist weil ich dann besser klarkomme.
00:14:28: aber um in diese Songwriting-Mood reinzukommen muss ich mich wahnsinnig anstrengen.
00:14:33: Das war früher anders, ich konnte einfach so in der Emotion rein zack zack und dann sind Songs entstanden.
00:14:38: jetzt es ist ein viel anstrender Prozess für mich und ich habe rausgefunden dass mir besser tut wenn ich einfach die Wohnung verlasse und einfach woanders hingehe.
00:14:46: Und dann vielleicht auch mit jemandem zusammenschreibe, und dann mir neue Ideen Impulse holte und dann kann ich mich zu Hause hinsetzen.
00:14:53: Wenn es kreative Dings mal angesprungen ist der Motor, dann ist komplett Chaos!
00:14:57: Dann fokussiere ich mich da drauf... Ich weiß nicht muss ich wie trinken, dann hole ich mir im Kaffee den stehender Tausend Kaffeetassen irgendwann und Zettel tömen sich auf und die ganze Wohnung ist einfach nur ein Komplettchaos und er muss wieder aufräumen.
00:15:09: Fängt das ganz wieder von vorne an.
00:15:13: musst du dich auch in irgendeine andere Ebene bringen, also ob jetzt durch Aufräumen oder durch andere Hilfsmittel.
00:15:21: Durch viel Kaffee oder vielleicht auch Tabletten oder wie auch immer.
00:15:24: Oder gehst du quasi direkt aus der Gartenarbeit an den Schreibtisch und sagst so Jetzt mach ich was!
00:15:31: Also Songwriting war bei mir eigentlich nie etwas mit weißem Blatt Papier und so, es war immer im Kopf.
00:15:36: In den ganz frühen Jahren habe ich mir sehr schnell Notizen gemacht auf so einem kleinen Mini-Gasettenrekorder und dahinterher wurde daraus nie Songs, sondern nur festgehaltene Notizen.
00:15:45: aber als ich angefangen hab mir die Lieder im Kopf zu Ende auszudenken da waren das dann auch immer sehr melodienstarke Lieder die wirklich fertig waren in dem Sinne überall schreiben können, nur eigentlich am wenigsten auf dem Sofa zu Hause.
00:15:59: Eigentlich war es immer unterwegs auch spaziergehend.
00:16:02: Auf Sylt habe ich zum Beispiel das Lied Oma Liebt Opa Paa geschrieben.
00:16:06: Es war ursprünglich mal Obla Di Obla Da Aber die Beatles Version War dann rechtlich nicht so ganz einfach und Ich weiß noch wie wir das in einem Art Wippgang gegangen sind.
00:16:16: Oma liebt opa paaa.
00:16:19: Sie sind ein verliebtes Paa Und mit meinem Sohn hab' ich in Arosa hüpfend von der Skistation zum Hotel geschrieben.
00:16:26: Hut ab!
00:16:27: Für alle, die noch lange Briefe schreiben, Hut
00:16:30: ab!".
00:16:31: Siehst du den Hopsagang, den wir da gemacht haben?
00:16:36: Ich habe wirklich ganz, ganz früh als ich noch Viel mehr zu Hause war auch Lieder auf dem Sofa geschrieben mit der Gitarre in der Hand.
00:16:44: Die klang dann aber alle wie typische Gitaristenlieder, also drei vier Akkorde was ich so schlagen und zupfen konnte und durch die Freiheit im Kopf zu komponieren gehen spazieren fahren, was auch immer oder spazierend gehend.
00:16:57: Die Lieder haben teilweise ganz andere Strukturen bekommen.
00:17:01: Bisherli, ich seh dich quasi jetzt ja schon irgendwo auf der Schiebpiste.
00:17:05: Schon den Urlaub im Gedankenbuchen Richtung Harz oder doch in die Schweiz.
00:17:10: Damit du möglicherweise auch mal solche Lieder schreibst.
00:17:14: Hast du solche Anekdoten?
00:17:19: Ich bin ja auch in kreative Prozesse eingebunden.
00:17:21: Bei mir funktioniert es am besten wenn ich abends mit Freundinnen und Freunden zusammensitze vielleicht auch noch gutes Essen habe oder Alkohol trinke.
00:17:30: Und dann sind die immer total genervt, weil irgendwas schießt mir in den Kopf und dann bin ich sofort außerhalb der Gemeinschaft und schreib das auf.
00:17:38: Bist du auch so
00:17:39: eine Grenzgängerin?
00:17:41: Nee!
00:17:42: Also ich mach' das mit diesen Notizen... Was hast Du gesagt?
00:17:46: Kassettenrekorder?
00:17:47: Ja, so Mini-Kassetten-Rekorder.
00:17:49: Heutzutage nennt
00:17:51: man
00:17:51: das Handy auch iPhone.
00:17:54: Sorry, der musste sein.
00:17:55: Da gießt halt so eine Sprachfunktion und ich ... Wenn immer ich eine Melodie-Idee hab', dann sing' ich die da rein und dann ist es das.
00:18:02: Das sind tausende Notizen und Songfetzen und so schon abgelegt aber das ist ja schnell gemacht, schneller als Tippenlass also... Das, was du machst ist wirklich sehr unhöflich.
00:18:10: Du erzeugst aber viele große Gemeinschaften.
00:18:13: Das ist eine ganz große Stärke die du hast.
00:18:17: Wenn du deine kleinen Gemeinsachten irgendwie verlässt weil sie sagen der ist wieder auf seinem eigenen Ozean dann entstehen andere ganz große Gemeinheiten.
00:18:24: Ich werde dich
00:18:25: jetzt immer wieder zitieren wenn ich aus der Gruppe rausdähte.
00:18:29: vielen Dank!
00:18:30: Ich möchte gerne mal über eure Inhalte sprechen Rolf.
00:18:34: Ich kenne sehr viele Lieder da geht es mir ja nie anders wie allen anderen.
00:18:38: Aber hast du mal so negative Aspekte angesprochen?
00:18:42: Es ist doch eigentlich... Also ich mag das ja sehr, weil ich selber ein Totalaoptimist bin.
00:18:47: Soll ich singen oder antworten?
00:18:50: Beides kannst du
00:18:51: alle wissen.
00:18:52: alles keiner weiß Bescheid.
00:18:54: lauter Frage zeichen Zeichen dieser Zeit jede Menge Daten überall bereit.
00:19:02: Alle wissen Alles keiner weiß bescheid sehr alt das Lied übrigens.
00:19:07: Mein erstes noch Nokia Club Handy war auch in der Lage ins Internet zu gehen, habe ich schon gedacht wo führt uns das alles hin?
00:19:15: Ich wusste ja noch nichts vom KI hier aber es ist in dem Lied sogar auch drin.
00:19:18: wer weiß heute noch was er wirklich sieht heißt es an einer Stelle?
00:19:22: also ich hab solche wenn mal kritischen Gedanken, zeitkritische Gedanken in meinen Liedern schon drin.
00:19:27: Ich hab ja auch mit Peter Maffey aufgenommen, Schneewittchen und die sieben Zwerge sind längst schon über alle Berge weil der Wald so versaut ist.
00:19:34: das war die Zeit wo viel übers Wald sterben.
00:19:38: Ja ich habe das dann eigentlich aber immer so versucht zu texten dass die Kinder den Mut nicht verlieren, dass sie merken darauf macht sich Gedanken.
00:19:46: viele Dinge laufen auch nicht gut aber es ist trotzdem gut nach vorne zu blicken.
00:19:51: Wie schön, dass ich geboren bin!
00:19:53: Ich hätte mich sonst sehr vermisst.
00:19:55: So unter dem Motto.
00:19:57: Miss Ellie wir haben einen langen Winter hinter uns sind jetzt im März und haben so alle die Hoffnung das jetzt irgendwann sehr viel Sonne kommt.
00:20:05: kann man im winter auch schöne Lieder schreiben oder haben die Jahreszeiten oder das Wetter irgendeinen Einfluss?
00:20:13: Also ich merke, dass ich ... Ich hab jedes Jahr mit so Winterdepressionen zu tun.
00:20:17: Oder zumindest mit der Melancholie und da entstehen ... Ich habe zwei Songs bisher geschrieben in meiner Songwriting-Phase und die sind beide traurig.
00:20:24: Beide hütteln doch als traurige!
00:20:27: Und der Umkehrschluss gilt auch?
00:20:28: Die fröhlichen, die da entsteht im Sommer?
00:20:30: Aber ich war noch nicht ganz fertig.
00:20:32: Die ersten sieben Kätz traurigen und dann hab' ich das so aus dem System rausgeschrieben.
00:20:35: und das nächste Lied, den mich gewibmet hat, war ein Song über die Karibik Die Vorfreude auf den Sommer.
00:20:42: Und immer wieder geht die Sonne aus, oder Jungs?
00:20:49: Rolf du lässt dich ja von nichts irgendwie beirren.
00:20:51: Du bleibst positiv also auch in der Kritik.
00:20:54: Ist das etwas was nicht nur deine Persönlichkeit ist sondern irgendwie was du dir dann einfach auch vornimmst?
00:21:00: und weil manchmal ist es ja so Ich merke, dass wenn ich Texte schreibe oh das wird jetzt zu negativ gerade muss mich wieder auf meine Linie beziehen.
00:21:08: Wie geht dir das?
00:21:10: Also ich lasse mich sehr beirren.
00:21:12: also in den letzten Jahren wurde es eher mehr als weniger weil viele Dinge auf der Welt so laufen dass ich denke du bist jetzt in dem Alter wo du manches nicht mehr erleben wirst was hoffentlich auch gut wird.
00:21:24: also sehr viele Entwicklungen also von der sagen wir umwelt auch politische dinge wo man sagt Hoffentlich hinterlassen wir unseren Kindern nicht eine Welt, in der die Fragezeichen immer größer werden.
00:21:33: Damit lebe ich schon.
00:21:35: Trotzdem versuche ich konstruktiv zu bleiben, versuche das was in meinen Liedern an Zuversicht drin ist auch in die Zukunft zu tragen und höre auch von vielen wie zum Beispiel in dem Lied Ich schaffe das schon dass es sie stärker macht, dass es solche Lieder gibt mit denen man leben kann.
00:21:51: hier habe ich gerade auch wieder gehört dass mein Lied Lieder die wie Brücken sind auch sehr erbaulich sein kann.
00:21:56: aber Die Zuversicht aufzubauen und wirklich zu vertiefen fällt mir schwerer als in den jüngeren Jahren, wo ich mit meinen Kindern noch so viel Zukunft vor mir sah.
00:22:08: Jetzt sehe ich für mich vielleicht noch was weiß Ich drei vier fünf oder zehn Jahre Und für sie aber ein ganzes Leben und dann denke ich schon etwas intensiver drüber nach Was wird auf Sie noch alles zukommen?
00:22:19: Das macht mich manchmal auch sehr nachdenklich.
00:22:22: Ja
00:22:23: Miss Ellie, wie guckst du da so drauf?
00:22:28: Ich muss erst mal darauf klarkommen.
00:22:30: Das Rolf denkt, das sind nur noch drei oder... Ja, das
00:22:32: wollen wir nicht.
00:22:32: ...das
00:22:32: wollen wir einfach.
00:22:33: Das wollen
00:22:34: wir auch nicht!
00:22:35: Aber man weiß es ja nicht.
00:22:36: Gut aber ich finde das sehr spannend weil wenn ich so in die Welt gucke, merke ich schon, also ich trage wirklich eine große Sorge an mir, wenn ich mir die politischen Entwicklung anschaue, dass gerade auch was in Amerika abgeht.
00:22:52: Aber natürlich was Putin verzaft und so... Ich könnte jetzt da stundenlang drüber reden aber mache ich jetzt nicht weil wir haben hier netten Podcasts, aber mich erschlagen diese Sorgen manchmal richtig.
00:23:07: Weil ich bin jetzt thirty-fünf Jahre alt und ich hänge irgendwo dazwischen.
00:23:12: Ich bin jetzt nicht mehr super jung, aber ich bin es auch noch.
00:23:14: Ich gucke trotzdem mit einem riesengroßen Fragezeichen in die Zukunft.
00:23:19: Und ich merke das auch, dass mich das in meinen Songs immer wieder beschäftigt und mir das schwerer fällt wie läuft es eigentlich auch gemeint hat eben?
00:23:28: Dass ist ihm auch schwerer Feld.
00:23:30: mehr noch also mit zu die Zuversicht hochzuhalten Finde ich spannend, dass es dir auch so geht.
00:23:37: Rolf bist du vielleicht auch ein bisschen froh, dass du eigentlich gar nicht mehr liefern musst?
00:23:40: Ich meine, da kommt an jedes Lied wieder neu vor sozusagen weil du einfach so einen riesen Katalog geschaffen hast und dieses Müssen ist ja am Anfang immer noch.
00:23:50: also früher haben die Plattenfirmen Druck gemacht.
00:23:52: jetzt ist dann vielleicht auch noch andere Systeme.
00:23:56: Du könntest dich ja zurücklehnen und schreibst einfach nur noch wenn du richtig Bock hast.
00:24:00: Also Druck habe ich mir immer nur selbst gemacht.
00:24:03: Keine Plattenfirma, kein Musikverlack hat je gesagt.
00:24:05: Du musst noch was schreiben und so.
00:24:07: Sondern man merkte nur die freuen sich wenn was kommt.
00:24:10: Ich habe in den früheren Jahren immer gedacht du musst den Anschluss schaffen.
00:24:14: Du hast jetzt einen Erfolg gehabt.
00:24:16: das kann eine schöne Tournee sein Das können einzelne Lieder sein wie damals du deinem Radio oder ganz Dolmich dann die Weihnachtsbeckerei.
00:24:23: Dann hab ich mir den Druck gemacht zu sagen dass darf es nicht gewesen sein dieses Lied darf dich nicht platt machen So one hit wondermäßig.
00:24:31: Aber zum Glück war es sonst von außen eher ein Erwartungsdruck des Publikums da, dem ich glaube ich aber immer ganz gut gerecht werden konnte.
00:24:40: und den Motto du solltest schon der Rolf bleiben den wir mögen also den Kindern zugewandt.
00:24:44: Aber nicht nur den Kindern auch irgendwie das Thema Familie gesehen die größeren Zusammenhänge sehen.
00:24:51: Ich fühle mich sicher heute noch weniger unter Druck muss ich sagen.
00:24:55: Nein, ich freue mich dass sich mit meinen Liedern so viele Varianten gestalten darf das aus einem Lied wie Leben ist mehr auch wird Pflege ist mehr zum Beispiel oder Reiten ist mehr und dass solche Lieder oft noch in Varianten ganz neue Kreise ziehen können die teilweise durch schöne Textideen auch von außen angestoßen werden.
00:25:14: ja
00:25:15: Wie viele Songs hast du geschrieben, Rolf?
00:25:17: Das sollte meine Frage auch werden.
00:25:19: Ob du wie viel Überblick eigentlich hast über diese ganze Vielzahl?
00:25:24: Zu meinem siebzigsten Geburtstag haben wir bei der GEMA angefragt und da hieß es, es gibt ungefähr Tausendeinhundert Einträge.
00:25:32: Dann habe ich etwas genauer hingeguckt.
00:25:33: Es sind aber glaube ich etwa siebenhundert wirkliches Songs.
00:25:36: Der Rest sind Varianten von Songs.
00:25:38: Kooperationen mit anderen Werk-Version nennt man das dann, aber ich glaube so ungefähr siebenhundert können es gewissen sein und zu meinem achtzigsten zähle ich mal wieder nach.
00:25:48: Aber ich habe noch anderthalb Jahre Zeit.
00:25:51: Miss Ali?
00:25:51: Ich ziehe
00:25:51: grad!
00:25:53: Kannst du ungefähr sagen wie viele Lieder du jetzt schon bei der GEMA angemeldet hast?
00:25:57: Fünfzig oder
00:25:58: Sechzig?
00:25:59: Ist noch ein langer Weg für dich?
00:26:00: ne?
00:26:00: Noch einen langen Weg...Fünfzig!
00:26:04: Da ist doch alles drin!
00:26:06: Miss Ali deine fünfzig kannst du alle jederzeit singen.
00:26:10: Sie singen auf jeden Fall, ob ich die Griffe auf der Gitarre halte noch weiß.
00:26:13: Aber
00:26:14: dass du vielleicht zwei Minuten lang geht hast.
00:26:16: Prolfi ist das bei dir?
00:26:17: Also wenn du auf die Bühne gehst wie oft musst du nochmal proben oder üben oder...
00:26:22: Es gibt einen Kernrepertor, dass sich jederzeit abrufen kann.
00:26:26: Wenn man genau weiss zur Not hilft das Publikum hier weiter zu singen.
00:26:30: aber es gab eine Tournee Wunschliedertournee, habe ich dann das Publikum wählen lassen was ich singen soll und da hatte ich meine Liederbücher ganz groß hoch kopiert.
00:26:41: Da liegen damit zur Not auch die Lieder singen kann, die ich lange nicht gesungen hab.
00:26:46: Ich habe mich nie an ein Teleprompter gewöhnen wollen.
00:26:49: Textsicherheit es war mir immer ganz wichtig.
00:26:52: Die Akkorde kommen dann meistens vielleicht nicht immer so wie sie eigentlich mal komponiert waren aber man kann auch Mal den einen oder anderen Überbrückungsakkord weglassen.
00:27:01: Und ich habe jetzt gerade eine Sache gelernt, es gibt ja im Social Media Bereich auch den Bedarf so kurz Texte zu machen.
00:27:07: Da hilft mir tatsächlich ab und zu mein Teleprompter damit ich das nicht alles so oft mache muss bis sich zufrieden werden sondern dass ich manchmal schon beim dritten Take zufriedend bin.
00:27:17: aber die Texte müssen gut formuliert sein in der Regel von mir manchmal auch von der Mitarbeiterin die mir für ein Vorlage macht.
00:27:23: Aber ich bin sehr froh dass ich noch sehr viel Repertoire wirklich einfach so drauf hab Und manchmal auch auf zu hofen Lied singen kann, dass ich gar nicht vorgesehen hatte.
00:27:31: Das wird im Dunkeln vielleicht auch passieren.
00:27:33: Wer weiß?
00:27:36: Ist ja tatsächlich immer die Vorstellung von außen was passiert eigentlich wenn so eine Panne passiert?
00:27:40: ist dir mal irgendeine Panne passiert Ton ausgefallen doch den Text vergessen Seite gerissen?
00:27:47: Was macht
00:27:48: man da klar alles Also von Seite gerissen bis... Ich hab immer so ein Spielfingernagel auf dem Zeigefinger drauf geklebt, weil ich selber gar nicht so starke Fingernägel habe.
00:28:00: Deshalb kleb' ich da immer so einen Fakefingermagel drauf und damit strummen kann!
00:28:04: Und der hat sich einmal mit einer... Warum lachst du da so?
00:28:07: Ein Spielfingernagel?
00:28:08: Ein
00:28:09: Spielfinger-Nagel!
00:28:10: Das war auch eine Idee für mich mal.
00:28:11: Der
00:28:11: hat sich dann so leicht gelöst und sich dann mit einer Seite der Gitarre verhakt ist dann festgehakt und abgeflogen.
00:28:18: Und das Publikum sah nur ein Fingernagel weg fliegen, zumindest die ersten paar Reihen.
00:28:22: Und die haben wirklich gedacht ich habe mir jetzt mein Fingermagel abgerissen.
00:28:26: Und es hat auch wehgetan.
00:28:27: Ich hab geschrien... Das war der Höhepunkt von so einem richtig dramatischen Song!
00:28:32: Wirklich kurz vor dem Höhelpunkt.
00:28:35: Ah, tut mir Scheiße!
00:28:37: Und dann einfach wieder rein da in den Song und das Publikum hat gekrölt.
00:28:41: Also ich finde wenn immer Pannen passieren ist es fürs Publikums und für einen selber eigentlich das Beste weil das ist live und das lockert die Stimmung eigentlich immer auf.
00:28:51: man muss halt einfach nur Souverän damit umgehen.
00:28:54: Rolf, was Sie haben in Deine schönsten Pannen?
00:28:56: Du hast ja sehr viel mit Kindern gearbeitet.
00:28:58: Das ist ja auch immer noch mal so eine gewisse Unsicherheit.
00:29:03: Da muss man aber immer ganz offen bleiben.
00:29:04: Aber wo sind dir denn mal so kleine Fehler
00:29:06: passiert?
00:29:06: Also die dramatische Panne ist mir passiert bei Bruchssaal, da ist mir die Gitarre vom Gurt abgerissen und der Hals ist durchgebrochen!
00:29:15: Und da habe ich gemerkt dass sich auch a cappella Konzerte geben.
00:29:20: Meine Lieder lassen sich einfach so singen... Kurz noch erlebt.
00:29:27: im Volksparkstadion zu singen für ein paar tausend Leute mit Kindern von der Elbe war einerseits eine Herausforderung, andererseits auch wirklich mit die Panne überhaupt.
00:29:37: Dann ist viel der Monitor aus und in so einem Stadion hat man etwa zwei Sekunden Rücklauf bis man hört sich selber aus dem Lautsprecher aber man ist schon weiter im Gesang als der Lautsbrecher.
00:29:48: Der Lautsprecher ist schneller als du und das ist wirklich schwierig.
00:29:51: nach zwei drei Liedern kam der Monitor wieder.
00:29:53: ich war sehr erleichtert Aber es klang offensichtlich trotzdem gar nicht so schlecht.
00:29:58: Es gab so Händifilmchen, die dann auf Social Media Platte haben und sagten, wie das?
00:30:02: Wieso hast du trotzdem hin gekriegt?
00:30:04: Aber mitten drinnen zu stehen war wirklich hart!
00:30:07: Rolf, du hast ja seit jeher immer etwas für die andere Generation getan und mich für Kinder.
00:30:13: Also damit bist du zumindest berühmt geworden?
00:30:16: Wie ist denn dein Blick jetzt auf... Wir haben ja zwei Generationen hier am Tisch sozusagen.
00:30:20: Wie isst denn dein Blick jetzt auf die jüngere Generation.
00:30:25: wie schaust du drauf?
00:30:27: Würdest du dich wohlfühlen mit dem Gedanken jetzt noch eher im ersten Drittel der Karriere auch, was den Erfolg angeht wie beim Miss Alli?
00:30:34: Oder würdest du sagen Gott sei Dank habe ich alles hinter mir.
00:30:36: Lass mich in Ruhe!
00:30:38: Nein, Ich bin sehr froh dass ich es vor allem mit jüngeren Menschen zu tun hab.
00:30:41: wenn's um künstlerisches geht das sind ja Erzieherinnen, Lehrerinnen, Köhre mit Kindern und Jugendlichen Kurleitungen die alle nicht jetzt gerade in den Siebzigern oder eher in den Dreißigervierzigern Fünfzigern ist hält mich sehr lebendig fordert mich auch wirklich manchmal heraus Übrigens auch körperlich, denn einige Dinge die können kann ich nicht so gut.
00:31:01: Also zum Beispiel bei der Jahre so immer wieder in die Knie gehen und wieder aufstehen und hoch springen konnte ich früher gut.
00:31:07: aber Diese Art meinen Beruf aus einem so positiven Blick in die Zukunft, weil es lauter Menschen sind, die irgendwas Kreatives mit Kindern machen.
00:31:18: Die die Kinder auf einen guten Weg bringen wollen.
00:31:21: und natürlich höre ich auch immer mal wieder von Entwicklungen in Jugendlichen Bereichen, die ich nachdenklich finde, die auch nur aus der Presse kenne aber ich habe damit unmittelbar nichts zu tun macht mich glaube ich auch darum grundsätzlich eher zuversichtlich, dass da Dinge in die Zukunft hinein konstruktiv sind und das was nicht gut ist auf wiedergut werden kann.
00:31:44: Miss Ali wie ist dein Blick denn auf die ältere Generation?
00:31:48: Hast du möglicherweise sogar schon mal ein Song geschrieben über Rentnerinnen und Rentner oder so?
00:31:55: Nee!
00:31:55: Also ich sehe mich ja vorhin so in der Tradition der deutschen LiedermacherInnen Weil wir die auch einfach viel zu Hause gehört haben.
00:32:04: Also nicht nur Rolf, sondern auch ... Wir haben zum Beispiel ... Ich komme aus dem Osten und da haben wir Silly gehört, Panko, Zöllner...
00:32:12: Reinhard Lakomi, Gerhard Schöne?
00:32:14: Gerhard-Schöne!
00:32:15: Den Reinhart kenne ich jetzt nicht, aber Gerhard Stöne haben wir auch gehört.
00:32:18: Ja natürlich sagen mir aber auch Namen wie Reinhards Michael Konstantin Becker was.
00:32:23: Gerade weil letzterem bin ich gerade etwas verstört über das, was so kürzlich in der Presse aufgetaucht ist.
00:32:29: Sowas enttäuscht mich massiv, Einfach auch.
00:32:33: Ja, es sind Vorbilder und wenn man sich als Vorbild halt nicht gut verhält, verstört das diejenigen, die zu einem aufgucken.
00:32:42: Und ich blicke aber trotzdem nach wie vor auf diese Riege von Liedermacherinnen mit totalem höchsten Respekt und Bewunderung für ihre Kunst und Ich möchte supergerne Brücke bauen zwischen dieser.
00:32:56: doch letztendlich also das Genre wie Kosser die Wecker oder Reinhard May das angeführt haben letztendlich, ist aus meiner Sicht ein bisschen verstaubt.
00:33:06: Und ich würde es halt super gerne umsetzen also Verknüpfen mit vielleicht auch Pop und vielleicht auch in den Mainstream ein bisschen reinziehen weil dieses Genre einfach so unglaublich gehaltvoll ist in meinen Augen immer tolle Inhalte vermittelt und immer mit einem wachen Blick und dem sehr intelligenten Blick Geschichten erzählt ins Rungs.
00:33:24: Da sehe ich so ein bisschen mein Aufgabenbereich.
00:33:28: Miss Ellie hat jetzt gerade das Thema Vorbild angesprochen, Rolf.
00:33:31: Ich kann mir kaum jemandem vorstellen der mehr zu einem Vorbild taugt eben weil du sehr viel Optimismus in den Liedern ausstrahlst motivierend auf Kinder und auch auf andere Generationen wirkst.
00:33:45: Kann das auch manchmal eine Bürte sein?
00:33:46: Also man nimmt dir ja auch total ab dass du dir das nicht irgendwie angeeignet hast.
00:33:52: aber Hast du schon mal laut Scheiße gerufen in Anwesenheit von Kindern oder ähnliche Vorpahre gehabt?
00:33:59: Auf jeden Fall.
00:34:00: Es ist auch eine Verantwortung, manchmal ne Bürde.
00:34:02: Ja... Es gibt auch ein Lied vor mir das Vorbild heißt.
00:34:05: Bist Du Ein V, ein O, ein R, ein B?
00:34:08: Bist du ein I-LD?
00:34:10: Dann kommst du aus dieser Nummer nie mehr raus!
00:34:12: Also den Song könnt ihr euch einmal anhören.
00:34:14: da ist die Antwort auf deine Frage drin.
00:34:17: Zuerst habe ich es wirklich richtig gespürt, als sich die Schulwickett-Parade in neunzehnhundertneunundsiebzig veröffentlicht hatte und seitdem wirklich nur noch bei Grünen über die Straße gegangen bin.
00:34:28: Vorher habe ich dann abends mal geguckt, da kommt doch kein Auto also gehst du!
00:34:32: Also da hab' ich diese Vorbildfunktion wirklich stark gespürt und ich glaube es sollte eigentlich auch jeder tun weil Kinder gucken natürlich was machen die?
00:34:40: Und dann kann ich's ja auch machen.
00:34:42: ansonsten... Ich glaube, ich kann damit ganz gut leben.
00:34:46: Ich habe meine Schwächen und die, die mich gut kennen, die kennen die Schwächen auch.
00:34:50: Sie thematisieren sie vielleicht nicht immer aber wir akzeptieren uns ja auch gegenseitig als ganze Menschen, die nicht immer nur alles richtig machen und in dem Sinne kann ich glaube mit dem was man in mir sieht wenn es dann Vorbild ist ganz gut Leben und hoffe dass sich das auch in den nächsten Jahren noch so machen kann.
00:35:07: also ich mein ich kann auch Fehler machen die ich heute noch nicht vorher sehen kann.
00:35:12: ich weiß es nicht.
00:35:13: Jetzt hat Jamis Ali gerade schon ein paar Menschen genannt, Musikerin und Musiker die sie auch als Vorbild nennt.
00:35:21: Gibt es denn Musikerinnen aus der jüngeren Generationen?
00:35:25: Die wo du sagst oh das finde ich auch ganz interessant.
00:35:28: Das jetzt keine Ahnung Nina Chuba, Billie Eilish oder wen auch immer du da so hast.
00:35:33: Also ich würde da auch eher bei den Deutschsprachigen bleiben.
00:35:36: Hier kommt Nina zum Beispiel, eine Liedermacherin, die ich im Moment fördere, finde ich wirklich ganz prima weil sie sich so wahnsinnig gut in Kinder hineinversetzen kann.
00:35:44: aber es gibt diese selbst sehr selbstbewusste Frau Sully Puschmann aus Berlin Eine Kämpferin für den Feminismus, die aber auch kinderpolitisch wirklich einbezieht in ganz viele nicht einfache Fragen.
00:35:57: Die bewundere ich selber haben uns schon öfter gesehen.
00:36:01: Und dann gibt es aber auch die, die in ihrer Mundart richtig vorankommen wie Sternschnuppe aus München.
00:36:06: Die bayerische Lieder machen.
00:36:08: also ich habe so manche junge Leute beobachtet die gar nicht irgendwie auf der Spur von jemand anderem sind, sondern wirklich so ihren eigenen Weg finden.
00:36:18: Und das ist nicht so einfach weil als ich anfing Lieder für Kinder zu machen da gab es eigentlich kaum andere.
00:36:24: Da habe ich einfach gemacht was ich so wollte.
00:36:26: wer heute damit anfängt muss sich immer orientieren was machen denn die?
00:36:29: Was machen die?
00:36:30: Wo könnte meine Lücke sein?
00:36:32: oder wo nehme ich jemanden als Vorbild und versuche aber trotzdem meinen eigenen Weg zu machen?
00:36:39: Die junge Generation in Richtung Musik für Kinder ist wirklich sehr kreativ.
00:36:44: Und ich bin mit einigen ja auch sehr herzlich verbunden.
00:36:47: Gibt es in Hamburg Orte, die für dich besonders inspirierend sind?
00:36:51: Also wo du möglicherweise auch mal in einen Club gehst und sagst, da ist bestimmt eine tolle Musikerin ... Ich guck mir das mal an!
00:36:59: Wo man dich antrifft wenn du Kultur beziehst...
00:37:03: Ich bin tatsächlich wachsimal begeistert nach wie vor immer von Straßmusik.
00:37:08: Ich gehe gar nicht so viel in die Clubs in Hamburg, aber ich liebe Straßmusikerinnen in allen möglichen Städten und das catch mich jedes Mal total.
00:37:21: Egal wo ich hinfahre, ob ich jetzt zum Beispiel im rohem Städtetrip mache oder so interessiert mich das gar nicht was im Vatikan abgeht sondern es interessiert mir viel mehr wer da auf der Straße steht um Musik macht Und das ist für mich einfach irgendwie voll schön.
00:37:35: Aber also in Hamburg gibt es ja auch super viele Straßmusiker, in denen man so trifft.
00:37:40: Die hör ich mir super gerne an.
00:37:41: ansonsten gehe ich gerne auch mal in die Fabrik weil der Veranstaltungsort einfach wahnsinnig schön ist und da halt auch Liedermacher auftreten.
00:37:48: und zum Beispiel habe ich einen Niederstoppwerk angeguckt, war richtig super schon länger her!
00:37:53: Genau.
00:37:54: aber ansonstens ist eher Straßenmusik und Irish Pups Live Musik
00:37:58: Auch sehr schön.
00:38:00: Rolf Hast du schon mal Musik auf der Straße gemacht?
00:38:03: Ich meine, Straßenmusik war glaube ich in den Siebzigern weit aus Populärer.
00:38:07: Die wurden auch nicht ständig vertrieben aus der Mönkebergstraße.
00:38:09: oder hast du vielleicht sogar auch irgendeiner Kneipe mal gespielt?
00:38:13: Auf
00:38:14: Hut!
00:38:15: Also Straßmusik eher mit Kindern.
00:38:17: Es gibt zum Beispiel den Chor die Jungs sind ich ins Leben gerufen habe, Jens Papel leitet ihn und ich hab gesagt wir müssten auch immer mal irgendwo singen wo sonst keiner sinkt vielleicht mal mit der U-Bahn fahren und gucken, ob wir die Leute im Zug zum Sicken bringen.
00:38:28: Das habe ich in den ersten Jahren des Kurs zwei-, dreimal gemacht.
00:38:31: jetzt nicht u-Bahnen aber an anderen Stellen.
00:38:34: Und richtig allein mit der Gitarre auf der Straße ist das hab' ich nie gemacht.
00:38:39: Und was war der zweite Teil der Frage?
00:38:40: Kneipe!
00:38:41: Also dass du ganz am Anfang... Wir
00:38:42: waren ja mit unserer Wente Beathovens vor allem in so Clubs rund um die Alster tätig und das war bei ... Kneipen waren es eigentlich weniger.
00:38:52: Es waren eigentlich mehr so Vereinslokale, wie man das nennen würde, Schulkonzepte.
00:38:56: Das
00:38:56: heißt da gab's immer Knall hat eine Gage und
00:38:58: du hast aufrundige Gagen?
00:39:00: Ja, zum Glück waren in den späteren Jahren sogar erheblich dazu beigetragen mein Studium zu finanzieren mit der Nachfolge Band The Beat Hovens Harmony & Company.
00:39:11: Aber ich mag übrigens starke Trassenmusik auch sehr gerne und stehe auch wirklich gerne etwas länger und höre ihnen zu bewundere wirklich viele für ihr Talent, aber auch für ihren Mut das zu
00:39:23: machen.
00:39:24: Bisselli rollt jetzt sich kaum mehr daran erinnern, aber bei dir ist es vielleicht noch gar nicht so lange her.
00:39:29: Seit wann hast du das Gefühl?
00:39:30: Das ist jetzt wirklich ein Hauptjob und ich lebe davon.
00:39:34: also seit wann kannst du davon leben?
00:39:37: Also ja, ich habe mir glaube ich im Jahr zwölf das erste Mal auf eine Bühne gestellt und dann habe ich in den Schluss gefasst, da war ich gerade in den Endzügen meines Masterstudiums das hauptberuflich machen zu wollen in der Zeit wahnsinnig vielen Irish Pups gespielt und auf der Straße.
00:39:53: Mein Studium auch mit diesem Geld, was ich da verdient habe finanziert.
00:39:56: Und dann hab' ich halt irgendwie den ... ... im Schluß gefasst.
00:39:59: Im Jahr zwei Tausend siebzehn habe ich mir mein Team gesucht.
00:40:02: Und im Jahr zwei tausend achtzehnt war es dann soweit, dass sich alles andere Ansicherheiten losgelassen hat.
00:40:08: Dann ging's richtig ab!
00:40:09: Und dann gings richtig ab...
00:40:11: Welches Studium hast du als Master abgeschlossen?
00:40:14: Ich hab in Lüneburg Kulturwissenschaften studiert.
00:40:17: Da
00:40:17: war das aber noch relativ neu dort, oder?
00:40:20: Ja.
00:40:20: Wir waren glaube ich so der dritte Jahrgang in dem Fach und es ist halt ein wahnsinnig interessantes Studium was halt super viel Kultur, Literatur Musik Kunst mit abdeckt und man kann sich da wirklich gut selber finden.
00:40:33: Und
00:40:33: eine gute Basis für das was du dann daraus jetzt weiterentwickelt
00:40:36: hast.
00:40:36: Ja letztendlich war nie mein Plan selber auf der Bühne zu stehen.
00:40:38: Ich wollte klassische Musikfestivals organisieren.
00:40:41: Ich hab ja Betriebswirtschaft studiert, war auch kein Fehler.
00:40:44: Kann mich einigermaßen organisieren kommen mit den Zahlen ganz gut zurecht.
00:40:49: Ja man braucht heutzutage so viel Skills als wenn man Musikerin sein möchte und dazu gehört natürlich auch was mit Zahlen und auch mit Organisationen und Projektmanagement und das ist schon doll.
00:41:01: also das Studium hat mir schon geholfen.
00:41:03: Rolf du hast im Grunde sämtliche Entwicklung in der Musikszene persönlicher auch mitgemacht?
00:41:09: Also es gab die Stufe wo man Konzerte gegeben hat, um Platten zu verkaufen.
00:41:14: Dann änderte sich der Tonträger von der Platte zur CD...
00:41:19: Erst Musikkassette?
00:41:20: Ja,
00:41:20: Musikkассette kam ja auch noch!
00:41:22: Dann die CD und dann wurde es digital.
00:41:26: Und dann kam irgendwann auch die Stufe, wo man mit bestimmten Dingen nicht mehr so viel Geld verdiente, da musste man Konzerte geben.
00:41:32: also mittlerweile ist das ja tatsächlich so dass man eben durch die Streaming-Anbieter die Künstlerinnen und Künstlern kaum bis gar nicht leben lassen, Konzerte gibt.
00:41:43: Jedes Mal dachte man wenn sich das ändert dass das Ende für ein Künstlerleben wie auch immer.
00:41:50: also ich habe ja auch so ein zwei Übergänge zumindest von der Seitenlinie aus beobachtet also gerade der Kampf mit Napster und so weiter diese Übergange ins Digitale.
00:42:01: da wurde ja komplett alle Plattenfirmen dachten wir müssen uns jetzt gleich auflösen.
00:42:06: wann hast du denn mal eine richtige Krise erlebt, die quasi branchenbedingt war.
00:42:12: War das jedes Mal schlimm oder ist es jetzt tatsächlich am schlimmsten?
00:42:16: Weil Spotify nur noch ein pro Mill Cent auszahlt.
00:42:21: Das ist ein ganz komplexes Thema wirklich.
00:42:25: also erstens Krise.
00:42:26: am ehesten als der Rundfunk immer weniger repertoire spielte wie ich es schreibe Ich bin nicht wirklich Schlager, ich bin nicht Aber es gab eine Zeit in der viel von mir im Radio lief und wo dann auch alle Leute irgendwie immer gesagt haben, deine Lieder laufen im Radio.
00:42:43: Und da singen wir mit usw.
00:42:45: Als das immer weniger wurde habe ich gedacht, naja okay, dann wirst du dich so ganz langsam auf dein Kernpublikum zurückziehen.
00:42:52: Die haben ihre CDs die singen deine Lieder live auch in pädagogischen Umfeld.
00:42:57: Aber dann kam tatsächlich die Möglichkeit, woanders Präsenz zu werden bei YouTube präsent zu werden.
00:43:03: Eine eigene Homepage zu machen.
00:43:05: also da gab es ja noch gar kein Facebook.
00:43:07: aber man konnte sich digital bemerkbar machen und gegensteuern und sich dadurch auch irgendwie mit Neuheiten bemerker machen.
00:43:17: was wir beim Radio gar nicht immer gelangen sind hier immer Redakteure dazwischen.
00:43:20: dieser passt offensender oder passt nicht aufsender.
00:43:24: Ich musste eigentlich nie durch Konzerte ausgleichen, was auf einer anderen Ebene verloren ging.
00:43:30: Also das ist vielleicht auch ein Privileg dass ich habe durch dieses ganz große Repertoire, dass ja auch teilweise so evergreen ähnliche Songs immer noch mal wieder monetarisiert wenn man das so nennen will.
00:43:41: und Beim Streaming ist es so, da ich mein eigener Produzent bin.
00:43:45: Text und Musik und nun auch noch Teile am Musikverlag habe sind meine Einkünfte aus dem Streaming nicht so kritisch zu sehen wie für die, die nur Texte machen, nur Musik machen oder nur Interpret sind.
00:43:57: Aber ich hoffe, da tut sich wirklich richtig was.
00:43:59: und ich glaube jetzt hat ja gerade der Kulturstaatsminister eine Einladung ausgesprochen an alle beteiligten Schallplattenfirmen.
00:44:05: Die GEMA die Künstler.
00:44:08: Ich hoffe sehr dass er so viel Einfluss hat das in der Richtung auch etwas bewegt, dass man von diesen teilweise doch sehr traurigen Erlösen aus dem Streaming mal in die besseren Zahlen kommt.
00:44:20: aber ich glaube dann muss tatsächlich jeder so seinen eigenen Blickwinkel haben.
00:44:23: für mich ist der Blickwinke Verfügbarkeit meiner Musik noch nie so groß war wie heute.
00:44:30: Jeder kann jederzeit meine Lieder hören, ob er nun nur ein Handy hat oder ob er zu Hause seine Anlage anwirft und das sogar weltweit übrigens was früher auch nicht selbstverständlich war.
00:44:39: ich krieg sehr viel Resonanz aus Ländern in denen man auch die deutsche Sprache pflegen will oder sogar ausgewandert ist.
00:44:47: also darum hat der Streaming für mich was die Aufmerksamkeit die Wahrnehmung angeht sehr sehr viel Positives.
00:44:54: Aber auch die Austauschbarkeit ist riesengroß.
00:44:56: Also früher hat man sie auf eine CD gefreut, hat sie als Geschenk gehabt.
00:44:59: heute haben wir vielleicht noch die kleinen Tornifiguren für Kinder, die ja auch wieder ein Geschenkt sind.
00:45:04: aber das ist alles sehr schnell sehr flüchtig geworden und die Album-Kultur ist auf der Strecke geblieben.
00:45:11: aus den Songs werden Playlists gemacht Und ein Konzeptalbum wie wir es oft gemacht haben.
00:45:17: Das hat heute nicht mehr den Status wie früher.
00:45:19: das finde ich kulturell durchaus auch einen Verlust.
00:45:23: Man kann natürlich trotzdem heute seine eigenen Wege finden.
00:45:26: Das zeigen ja auch immer wieder Künstler wie Miss Alli.
00:45:29: Miss Allie, denkst du noch in Alben?
00:45:31: Also dass du zwölf Songs fertig machen musst oder solltest und haben die möglicherweise auch eine Verbindung zu den Songs?
00:45:38: weil im Grunde hast du das gar nicht kennengelernt, dass verschiedene Songs auf einem Tonträger sind im Original Weil du hast ja im Grunde schon ein bisschen direkt in diese Digital-Generation reingerutscht.
00:45:51: Ich bin jünger als ich bin, ne?
00:45:53: Nein, ich kenn tatsächlich sehr gut noch Kassette und auch CD.
00:45:56: Naja aber als Künstlerin meine ich...
00:45:57: Als Künstlerin?
00:45:58: Ja!
00:45:58: Ich hab trotzdem schon immer ein Album gedacht weil für mich ist das halt... Das ist ja immer auch ein Abschnitt aus meinem Leben, der dann quasi abgebildet wird auf einer CD.
00:46:08: Wenn ich halt zehn Zogs schreibe oder fünfzeh Zogsschreibe, dann ist das in einer Lebensphase passiert und dann hängt es zusammen und so hängen die ersten drei Alben komplett zusammen.
00:46:17: Auf dem erste Album fällt das Herz an die Toilette.
00:46:19: Auf den zweiten Album mache ich ohne Herz einfach bei euch einen Papiertüten-Kack im Perium, mach aus der ganzen Scheiße nicht da unten in der Toilete finde Gold!
00:46:27: Und auf dem dritten Album... heißt dann immer wieder fallen, fall ich wieder runter weil die Pandemie kam.
00:46:34: Und das ist natürlich mega spannend.
00:46:36: also für mich so ein Tagebuch was so geführt wird und ich glaube dass es für die Fans da draußen auch mega spannend ist das nach wie vor so zu verstehen.
00:46:46: Das vierte Album ist jetzt so bisschen losgelöst.
00:46:49: Ich sehe es ja so dass man erst runter gefallen ist auf immer wiederfallen.
00:46:52: und denn jetzt Paradiesvogel... Man fliegt wieder und jetzt ist richtig bunt und wild und unglaublich verschiedene Stile sind da drauf.
00:46:59: Und das ist auch das erste Album, was ich als Waterfall Release rausgebracht habe.
00:47:03: also da bricht dann langsam schon dieser Albumgedanke raus auf.
00:47:06: Das heißt die Songs werden nach und nach einfach veröffentlich?
00:47:09: Ja in jedem alle drei Wochen kam ein Song raus und am Ende stand dann da die Platte sozusagen und mit der gehe ich jetzt auf Tour.
00:47:17: Ich wollte es einfach mal ausprobiert haben, weil das natürlich auch irgendwie den Algorithmus auf Spotify füttern soll.
00:47:22: Ich weiß es doch auch nicht.
00:47:23: Letztendlich habe ich da nicht so einen riesen Unterschied gemerkt ob ich jetzt ein Waterfall Release oder mein Album dahin stelle.
00:47:29: Aber nach wie vor ist mir das eigentlich wichtig?
00:47:31: Das ist wie ein Buch schreiben zu einem Album finde ich.
00:47:34: Ja das hab' ich auch immer so empfunden.
00:47:37: Also wenn man meine Biografie nur durch die Alben durchgeht geht das sehr ähnlich über dir durch Zeiten, wo man eine Entwicklung hatte.
00:47:44: Wo auch die Umwelt eine bestimmte Stimmung verbreitet hat und ich glaube dass das bei den heutigen Waterfall-Geschichten nicht ganz so einfach ist das Gefühl so auszudrücken.
00:47:55: aber wenn du alle rausgebracht hast es ist ja doch wieder das
00:47:58: Ja am Ende steht dann das Album da nur die Art und Weise wie man's rausspringt.
00:48:03: Aber jetzt habe ich noch nie einfach so ne Single oder sowas rausgebracht Einfach so ohne Albumbezug.
00:48:11: Rolf, jetzt hast du das Radio als wichtigen Katalysator schon genannt.
00:48:15: Aber ich sag mal dein großer Erfolg lag vor allen Dingen also zumindest in meiner Sichtweise ja vor allem an der Fernsehpräsenz weil es gab ja nur wenige ZDF-Hitberaten, Wettendass und alle möglichen Unterhaltungsshows wo du nicht mit einer Schaf von Kindern aufgetreten bist jahreszeitlich bedingt zumindest drei Monate lang mindestens mit der Weihnachtsbeckerei.
00:48:37: Das ist ja auch viel weniger geworden.
00:48:39: Was vermisst du denn mehr?
00:48:40: Sich Gedanken darüber zu machen, ein schönes Albumcover zu entwickeln die Texte in einer schönen Grafik zu präsentieren oder tatsächlich die Fernsehauftritte weil beides ist ja eigentlich also auch das Album Cover und es mittlerweile kein Album cover sondern einfach nur einen Cover.
00:48:57: was digital gezeigt wird ja fast nebensächlich geworden.
00:49:01: Also vermissen tu ich das, ehrlich gesagt alles gar nicht.
00:49:04: Ich bin so glücklich über das worauf ich zurückblicken kann und dass sich noch so vieles gestalten darf teilweise auch in größeren Zusammenhängen.
00:49:12: wir sind jetzt im Moment an zwei großen Kiloprojekten dran die ich gar nicht erzählen darf hätte ich nie gedacht es ist mal soweit kommt.
00:49:20: aber in den großen Fernsehsendungen Wie wetten das, haben wir natürlich auch einen riesen Publikum gehabt.
00:49:26: Wir hatten mit und ganz toll mich glaube ich dreißig Millionen Zuschauer.
00:49:29: Das kann man sich heute überhaupt nicht mehr vorstellen.
00:49:31: Und ich verfolge die Musik-Sendung im Fernsehen Auch wenn ich nicht jeden Beitrag liebe oder so.
00:49:38: Es gibt viele, sagen wir etwas flache Schlagermusik.
00:49:41: Dann gibt es euch wieder sehr interessante Dinge.
00:49:43: Plötzlich kommt Heinz Rudolf Kunze in so einer Show wo man ihn gar nicht erwartet und der ist ja dann auch sehr ausdrucksvoll.
00:49:49: aber
00:49:49: Z.B.,
00:49:50: die Giovanni Lorenzo-Show, finde ich ... Zeilella!
00:49:53: Zeilello!
00:49:53: Zeillella ist im
00:49:55: Talkshow.
00:49:55: Klar wird geredet
00:49:56: und nicht gesungen.
00:49:57: Die finde ich sehr mutig gemacht.
00:49:59: Da ist wirklich eine ziemlich große Bandweite drin.
00:50:02: Selbst in den Silbereisen-Shows wird viel gewagt aber muss immer durchhalten bis dann mal so was kommt wo man sagt damit hätte ich jetzt nicht gerechnet.
00:50:10: Vieles ist doch so etwas vorhersehbar.
00:50:13: Ich vermisse schon inhaltlich intensive, bunte Musiksendung im Fernsehen.
00:50:17: Die vermisse ich schon sehr.
00:50:18: Muss aber nicht unbedingt selber dabei sein, auch als Zuschauer auf den Kollegen zu liebe die heute so mittendrin sind.
00:50:23: das bin ja nun mal nicht mehr.
00:50:27: Miss Ali Rolf steht tatsächlich für diese ganze Komplexität der Musikbranche Geb.
00:50:32: ist denn eine Frage, die du an ihn hast, die dich jetzt nach fast dem ganzen Gespräch in irgendeiner Form bewegt?
00:50:38: Die du jetzt nochmal loswerden willst, die wir öffentlich zuhören können.
00:50:42: Also ihr habt tausend Fragen.
00:50:44: Mhm, so viel Zeit haben wir leider nicht.
00:50:45: Ich kann auch ganz schnell reden.
00:50:49: Also zwei vielleicht?
00:50:53: Ja!
00:50:53: Okay also das erste war hast du als... Nee es sind mehr Fragen.
00:50:59: Oh Gott oh Gott.
00:51:00: Sonderfolge
00:51:02: Wann wie alt warst du als du angefangen hast mit Musik?
00:51:05: Als Kind ganz viel gesungen.
00:51:07: meine Gitarre habe ich aber erst mit vierzehn bekommen und hab dann mit sechzehn siebzehn angefangen unser Schüler während der Beethoven zu spielen.
00:51:15: Okay.
00:51:15: Und wann wurde es professionell, sag ich mal?
00:51:17: Wann hast du das als dein Beruf empfunden?
00:51:24: Ich habe für die Fink war das Beeldehl, Hamburger Opfergloro Ensemble, plattdeutsche Lieder geschrieben und parallel für das Schweizer Trio Petersoe und Marc und hab darum ist gewagt mich aus der Geschäftsleitung des Musikverlages Sikorsky rauszulösen und zu sagen, ich versuche's als eigenständiger unabhängiger Songwriter.
00:51:43: Wie alt warst Du da?
00:51:59: Du hattest ja dann quasi schon Erfahrungen im Sinne, du sagst, du hast eine Musikverlage gearbeitet.
00:52:05: Betriebswirtschaft studiert genau.
00:52:07: Du warst schon in verschiedenen Band-Kombos und hattet du dann quasi ein Plattenlabel im Rücken oder irgendeine Struktur, die dir schon geholfen hatte?
00:52:18: Oder hast du erst mal ganz alleine losgegeben.
00:52:22: Es war nicht einfach die erste Plattenfirma zu finden.
00:52:25: Mein Singenspiel Reus Vogelhochzeit, basierend auf Bildern von Peter Metz dem Schlagzeuger meiner Schülerband wollte keiner haben.
00:52:32: Das war denen irgendwie zu künstlerisch irgendwie unvergleichbar.
00:52:37: Und wir haben dann tatsächlich eine Plattenfirma gefunden, die Phonogramm damals sie gesagt hat.
00:52:42: Ja das ist zwar sehr unkommerziell aber gut für unser Image und in dem Sinne war die Suche nach der ersten Platten Firma tatsächlich die anstrengendste.
00:52:50: danach wurde es leichter weil es eben dann doch recht bald auch sehr erfolgreich wurde ohne Rundfunk und Fernsehen nur durch Mund zu Mund von Kindergarten zu Kindergärten.
00:53:01: Holf du darfst natürlich auch zwei Fragen.
00:53:06: Dann hat Miss Ellie immer noch eine Frage mehr.
00:53:09: Was interessiert dich an der jüngeren Generation?
00:53:12: Ich bewundere ja sehr deine Spontanität, auch dein Mut mit Sprache so umzugehen wie es nicht jeder tut.
00:53:19: Ist dir auch manchmal schon ein Spruch hinterher sehr peinlich geworden wo du gesagt hätt ich das bloß nicht gesagt
00:53:25: Aber und anschwohnen.
00:53:26: Manchmal ist der Mund schneller als das Gehirn aber ich finde es nach wie vor trotzdem ne Stärke Nicht auf dem Mund gefallen zu sein, einfach klar rauszuballern was man so denkt oder was man fühlt vielleicht nicht zu jeder Zeit.
00:53:40: Aber einfach klar zu sagen was ist und das finde ich auch wichtig in den Songs und auch also unangenehme Themen ansprechen.
00:53:48: Weil es gehört alles irgendwie zum Leben dazu die Mentoration, Sexismus ja lass drüber sprechen so.
00:53:56: Ich find das sehr anstrengend wenn man oder halt naja gut ich hab mich thematisiert sogar das Thema
00:54:08: Ich habe auch großen Respekt davor, wie du dich äußerst.
00:54:11: Also ich kann es ja gar nicht und bin da sehr viel mehr am überlegen.
00:54:15: was kann ich sagen?
00:54:16: Wie kann das sein?
00:54:17: Ich bin auch manchmal spontan aber nicht annähernd so wie du.
00:54:21: Das hab' ich heute aber ganz anders erlebt in der Ausstellung.
00:54:24: Ja doch!
00:54:24: Schätze
00:54:24: ich mich vielleicht an.
00:54:27: Aber noch eine Frage.
00:54:28: Wie wichtig ist es dir, dass die Menschen deine Lieder singen können und nicht nur dir zuhören?
00:54:34: Also mein Konzert ist mir wahnsinnig wichtig, das sie mitsingen auch.
00:54:37: Dass wir gemeinsam Momente schaffen wo wir einfach eins sind.
00:54:42: aber meine Songs sind ja nicht so... Nicht wie deine sag ich jetzt mal.
00:54:46: Die halt so ein catchy Refrain irgendwie haben und dann können alle mit einstimmen.
00:54:51: Man kann sich das leicht merken oder so.
00:54:52: bei mir ist es schon Meine Songs folgen oft gar kein Schema.
00:54:57: Das ist übrigens auch ein Grund, warum Plattenfirmen mit mir mich nicht so einsortieren kann und dann lieber nicht spielt.
00:55:07: Und da bin ich natürlich total happy, dass es heutzutage ganz andere Wege gibt sich trotzdem eine nachhaltige Karriere aufzubauen.
00:55:13: Du hast dein
00:55:14: eigenes Genre?
00:55:15: Ja genau!
00:55:16: Da bin ich auch total stolz drauf.
00:55:18: Es ist total das Hybrid-Ding aus allen möglichen Genres eigentlich und fühle Genau, aber trotzdem finde ich dieses Element des gemeinsamen Singts total wichtig für den Zusammenhalt und für Gemeinschaft.
00:55:33: Dann wollen wir mal gucken wer wo alles zusammen singt am sechzehnten März denn da wird man euch wieder erleben.
00:55:43: Ich bedanke mich recht herzlich, dass ihr so viel Auskünfte gegeben habt und auch besonders neugierig aufeinander wart.
00:55:51: Das war ein sehr schönes Gespräch, das war die einundvierzigste Ausgabe vom Kalkscherklapp!
00:55:55: Und bis hierhin die Schönste möchte ich sagen...
00:55:58: Wir
00:55:58: gucken mal was wir dann am sechzehnten März gemeinsam noch mit ein paar anderen Sebastian Krumbiegel, Enno Bunga, Anna Depenbosch, Lotto Kinkal kommen auch noch und noch ein zwei überraschende Gäste.
00:56:12: Und in diesem Sinne sage ich euch herzlichen Dank für die Bereitschaft hier im Dialoghaus mit mir zu sprechen.
00:56:18: Und natürlich auch vielen Dank, dass ihr euch für das Dialoghouse einsetzt am sechzehnem März.
00:56:25: Ich sage in alter Tradition auf Wiederhören.
00:56:28: Auf Wiederhörn!
00:56:36: Tschüssikowski.
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