Zwischen den Welten: Was Literatur möglich macht
Shownotes
Literatur öffnet Türen zu fremden Welten, verbindet Menschen und kann gerade in unruhigen Zeiten Orientierung bieten. In der 46. Ausgabe des Culture Clubs spricht ahoy radio-Intendant Lars Meier mit drei Gästen, die Literatur aus unterschiedlichen Perspektiven gestalten: dem Schriftsteller, Filmemacher und Reporter Dennis Gastmann, dem Buchhändler und Festivalveranstalter Pascal Mathéus sowie Nicola Verstl, Gründerin und Vorständin der Stiftung Kulturglück.
Gemeinsam sprechen sie über die Kraft von Geschichten, kulturelle Teilhabe und die Zukunft des Buches im digitalen Zeitalter. Es geht um die Bedeutung unabhängiger Buchhandlungen, analoge Begegnungen und die Frage, wie Literatur Menschen auch künftig erreichen und begeistern kann. Außerdem erzählen die Gäste von prägenden Büchern, persönlichen Lebenswegen und Hamburg als Inspirationsort für Kunst und Kultur.
Aufgenommen wurde diese Folge im Kinderbuchhaus im Altonaer Museum und präsentiert wie immer von HVV Switch, der besten App fürs Mobilbleiben in Hamburg.
Transkript anzeigen
00:00:00: Hier sitzt die Kultur der Stadt zusammen.
00:00:03: Der Kaltscher Club!
00:00:05: Fragen
00:00:05: an die Kultur und Antworten der Macher, nur im Ahoi-Kalzscher Club
00:00:21: Litteratur.
00:00:23: Bücher öffnen Türen zu fremden Welten, bringen uns Menschen und Geschichten nahe und geben Gedankenraum die im Alltag oft zu kurz kommen.
00:00:30: Gerade in unruhigen Zeiten können sie Orientierung bieten, Widersprüche sichtbar machen und Gespräche anstoßen.
00:00:36: Darüber sprechen wir mit drei Gästen die Literatur aus unterschiedlichen Richtungen gestalten.
00:00:40: Mit Nicola Ferstel, Gründerin und Vorständin der Stiftung Kulturglück, mit Pascal Matthäus, Historiker Buchhändler und Mitveranstalter der Herbstlese Blankenese sowie mit dem Schriftsteller Filmemacher-und Weltreisenden Dennis Gastmann.
00:00:55: aufgenommen wird dieser August Folge im Kinderbuchhaus Altona Museum, einem Ort für Original-Illustration lebendige Buchkultur und kreative Literaturvermittlung.
00:01:06: Präsentiert wird der Kaltscherklapp wie immer von HVV Switch – der besten App fürs Mobilbleiben in Hamburg!
00:01:15: Wir kommen zur Gästevorstellung.
00:01:17: Nikola Ferstel du wurdest neunzehnt siebzig in Bremen geboren und hast Volkswirtschaftslehre und Politik studiert.
00:01:22: nach Stationen im Bundesumweltministerium und in der Medienbranche gründest Du.
00:01:28: Als Vorständin setz du dich dafür ein, Menschen trotz finanzieller gesundheitlicher sozialer oder sprachlicher Barrieren den Zugang zu Kultur zu ermöglichen.
00:01:38: Wir sind hier im Kinderbuchhaus – was ist denn dein liebstes Kinderbuch?
00:01:42: Das war ja auch der Anfang deiner Karriere sozusagen!
00:01:57: besser lesen konnte und nicht nur Bilder angucken konnte.
00:01:59: Ich bin mit sehr viel Büchern aufgewachsen, also meine Eltern haben da uns immer schon von Anfang an sehr gerne mit vielen Bücheren umgeben und das habe ich auch wahrgenommen muss ich sagen und diese Fantasiewelten die wir damals über die Bilder, aber dann auch über die Geschichten in den Köpfen entstehen lassen konnten.
00:02:17: Das trägt mich bis heute und hat meine Begeisterung für Literatur sehr früh geweckt und ich habe mir Mühe gegeben dass unsere Kinder ähnlich das machen konnten.
00:02:26: also wie sagt man so schön denn das Vorbild zählt.
00:02:29: wir haben auch früh angefangen tatsächlich Literatur mit unseren Kindern zu erleben.
00:02:34: vorlesen ganz wichtig Und das weiterzugeben?
00:02:38: Dann... Ich mache den Sprung gleich zur Stiftung Kulturglück Dieses Glück weiterzugeben, weil nicht jeder hat den Vorteil oder das Glück dass ein jemand heran führt.
00:02:47: Das wollen wir auch mit der Stiftung Kulturglücke Ermöglichen.
00:02:50: Sehr schön!
00:02:51: Wie die Kindheit von Dennis Gastmann verlaufen ist, werden wir gleich erfahren.
00:02:54: Zumindest wurdest du in ausnerbrück geboren und Beschriftsteller, Filmemacher & Reporter.
00:03:00: Du hast für die ALD alle Kontinente bereist.
00:03:02: Deine mehrfach ausgezeichneten Reportagen wurden dreimal für den Grimmepreis nominiert.
00:03:07: Im Mai erschien dein neues Buch Orient Express Ein Abenteuer Indem du von Paris nach Istanbul reißt Und ein Europa in Bewegung porträtierst.
00:03:16: Lieber Dennis Was war denn dein erstes?
00:03:19: großes Kinderbuch, was dir in Erinnerung geblieben ist.
00:03:22: Ich
00:03:22: bin froh dass ich nicht gleich die ganze Kindheit erzählen muss aber danke für diese wunderbare Einleitung!
00:03:28: Ich glaube es war Janusz Panama wie schönes Panama.
00:03:33: auf den ersten Blick sehr simples Buch.
00:03:35: manchmal wirkt das sogar simpel gestrickt und von Haarsträubender Interpuktion und ich finde es gleichzeitig unheimlich tief und schön, bewegend.
00:03:47: Und wenn ich das heute mit meinem Sohn lese, geht es mir immer wieder
00:03:50: so.".
00:03:50: Meine Mutter mochte das Buch überhaupt nicht!
00:03:52: Ich habe es immer gewohnt.
00:03:54: Das war schon Revoluzertum in der Kindheit, dass du dieses Buch dann einfach gelesen habt, wo die Mutter das gar nicht haben wollte?
00:04:00: Vielleicht ist es so...ich bin tatsächlich mal auf Spuhn dieses Buchs oder eigentlich dieser Frage nach Panama gereist.
00:04:07: Das waren damals für den NDR eine Publikumsfrage.
00:04:10: Wie schön ist Panama?
00:04:12: Wie schön is Panama wirklich fragte jemand Und das wurde auch ein, wie ich fand, berührender Film über einerseits einen Land, dass unheimliche Schönheiten und Reichtum erlangt hat durch den Kanal.
00:04:25: Und andererseits, wie es oft so ist im Leben mit vielen Menschen dort die überhaupt nicht davon profitieren unter sehr ärmlichen Bedingungen leben zum Beispiel im Viertel Giorgio in Panama City wo ich dann war.
00:04:39: Hast du Janosch jemals getroffen und ich bedanken dürfen, dass so wegen dieser simplen Frage soweit reisen durfte?
00:04:45: Ich genieße jedes Interview mit ihm.
00:04:47: Dass er bis heute mit über neunzig Jahren gibt es ist immer noch genauso pontiert und verschminzt und bisweilen sogar obsöne!
00:04:56: Ich liebe ihn für seinen Augenzwinkern.
00:05:00: Und auf der anderen Seite ist er so jemand den ich niemals treffen möchte, weil ich ihn so gerne mag.
00:05:04: Never meet your heroes, niemals die eigenen Idole treffen... Ich hätte zu sehr Angst dass sich ihnen in Natura dann doch gar nicht mögen würde.
00:05:13: Also das ist so lustig!
00:05:14: Weil da gibt es die erste Parallele viele Jahre mit Lianos zusammengearbeitet und das verletzte ich meinen Sprung von der Wirtschaft auch dann endlich in die Kultur.
00:05:23: Und wir haben die Janosch Film- und Medien AG gegründet vor vielen, vielen Jahren!
00:05:28: Ich durfte diese ganzen Originale in der Hand halten und war also auch Feuer und Flamme... Das war zwar nicht mein Kinderbuch aber es wurde quasi später eines meiner Lieblingsbücher.
00:05:38: Das finde ich ja total berührend.
00:05:39: Aber wie ist denn dann im Umgang?
00:05:42: Jetzt
00:05:43: überlegen
00:05:43: Sie lang.
00:05:46: Ein besonderer Künstler, ein unglaublicher Mensch und er hat diese Aura die man sich vorstellt aber ganz anders.
00:05:53: Ja und möglicherweise auch seine Eigenheiten und so ging es mir häufig mit etwas berühmten prominenteren Personen die ich auf der Welt getroffen habe.
00:06:02: natürlich hast du dein Bild im Kopf und manchmal deckt sich das nicht mit dieser speziellen Begegnung in diesem besonderen Moment.
00:06:09: Das ist ja ein Raketenstart, was wir hier schon an Geschichten kriegen.
00:06:13: Pascal Matthäus!
00:06:14: Da musst du gleich auch liefern, wen immer du getroffen hast.
00:06:17: Du wurdest in Zelle geboren und hast Geschichte, Philosophie und Altatumswissenschaften studiert.
00:06:23: Nach deiner Tätigkeit am Historischen Seminar der Universität Zürich übernahmst du im Jahr die Buchhandlung Wassermann in Blankenese.
00:06:32: Seit drei Jahren veranstaltet ihr dort das Internationale Festival für Literatur und Kritik Herbstlese-Blankenese Und Herbstlese Blankenese, dieser Reim.
00:06:43: Super!
00:06:44: An dich natürlich auch die Frage was war denn das prägenste Jugendbuch für dich oder Kinderbuchfirma?
00:06:49: Wir sind ja hier im Kinderbuchhaus.
00:06:51: Genau ich habe jetzt den gleichzeitig den Nachteil und den Vorteil dass ich eben schon ein bisschen überlegen konnte Ich könnte auch Klassiker nennen und hab jetzt aber gedacht ich muss etwas Ungewöhnlicheres nennen weil es glaube ich wenn ich so nachdenke auch wirklich meinen Liebstes Kinderbuch gewesen ist.
00:07:08: Meine prägenste Kindheitserfahrung würde mich gleich mal interessieren, ob ihr das Buch überhaupt kennt.
00:07:14: Abenteuer auf der Rollmopsinsel von Josef Karl Grundt.
00:07:17: Ist ein recht erfolgreicher Autor glaube ich auch gewesen in der Zeit, in der ich Kind war.
00:07:23: und es ist eine, also ein ferner Planet der Maulaffensternen, der dort beschrieben wird in zwei Episoden die was ich als Kind gar nicht gemerkt habe relativ nah an der deutschen Geschichte entlang erzählt sind.
00:07:36: In der ersten Geschichte gibt es also eine Mauer, die hier die zwei Teile der Rollmopsinsel trennt und in der zweiten Geschichte gibt's einen Diktator Himmelblaue Knilche von irgendwo aus dem Weltall auf diesen Sternen gekommen sind – insofern durchaus mit pädagogischer Absicht
00:07:54: geschrieben!
00:07:55: Aber das hat mich nicht gestört im Gegenteil ein ganz fantastisches fantasievolles Buch.
00:08:03: Ich bin ja jemand, der im Grunde zwischen seinem Wohnort eines Büttel und der Schanze immer nur hin- und herläuft sozusagen.
00:08:09: kommen selten raus, deswegen auch selten nach Blankenese.
00:08:14: Erzähl mal den drei Setzen was die Herbstlese-Blankenese ist!
00:08:17: Ja genau, die Herbslese und Blankenesse findet dieses Jahr zum dritten Mal statt vom ersten bis zum sechsten September.
00:08:23: Wir haben das vor zwei Jahren ins Leben gerufen als das Haberfront Literaturfestival ausfiel Und wir dachten so kann es nicht bleiben.
00:08:30: Hamburg ohne großes Literatur Festival Haben dann da sozusagen die Gunst der Stunde ergriffen.
00:08:35: Wir hatten das vorher schon vor.
00:08:36: Wir haben immer gedacht, dass es die Elbvororte selber sind wirklich ein interessanter Raum auch für Kultur der manchmal so'n bisschen hinten runter fällt wo nicht so richtig viel los ist und haben gedacht wir machen auf jeden Fall so etwas haben viele Veranstaltungen vorher auch schon gemacht aber dann eben im Jahr zum ersten Mal das Festival und in diesem Jahr ist es immer kompakter geworden.
00:08:56: unsere Idee ist gewesen was nicht heißt dass es kleiner geworden ist.
00:09:00: unsere Idee war ein richtiges Festival mit Festivals Stimmung zu erzeugen.
00:09:05: Also diese Gestalt hat thirty-fünf Veranstaltungen in sechs Tagen.
00:09:09: Wir sind das erste Mal übrigens auch in der Stadt, fangen St.
00:09:12: Petri an mit Elke Heidenreich am ersten September und haben dieses Jahr Autoren aus sechzehn Nationen bei uns was wirklich toll ist und ich freue mich da wahnsinnig drauf!
00:09:24: Und das finanziert ihr wie?
00:09:26: Durch vieles Klingenputzen.
00:09:28: Es sind viele Institutionen, viele Stiftung mit an Bord Und der andere Teil der Antwort lautet mit Spucke in den Händen.
00:09:37: Es ist sehr, sehr viel Arbeit auch ehrenamtliche Arbeit die viele Helfende inzwischen auch tun Fluchern und ich ganz maßgeblich Rainer Moritzes seit diesem Jahr auch mit dem Organisations-Team und da machen wir mit wirklich kleinem Budget ein richtig, richtig tolles Festival das auch noch erschwinglicher Eintrittspreise hat.
00:09:55: so Werbeblock vorbei
00:09:59: Dennis, viele Autorinnen und Autoren teilen sich das Jahr ein in Frankfurt.
00:10:04: Und leibt sich also die großen Messen und dann auch Preise dort.
00:10:09: Lebst du auch so?
00:10:10: Pendelst du auch nur zwischen Frankfurt und Leitzig hinunter wenn du nicht gerade für einen Buch unterwegs bist?
00:10:16: Wie wichtig sind solche Messen für euch AutorInnen oder Autoren?
00:10:19: Für mich persönlich wenig wichtig ehrlich gesagt weil mein Leben sich entweder hier in Hamburg abspielt wo ich mir Neue Streichüberlege oder sie zu Papier bringen und da sehr konzentriert manchmal extrem in meinem kleinen Kämmerchen verbringe, die Heizung hochdrehe wenn ich über heiße Länder schreibe.
00:10:45: Und dann versuche mich wieder zurückzubringen.
00:10:47: In diesem Moment und die andere Hälfte ist ja das Reisen selbst also Du reist einer Idee, einem Bild nach.
00:10:55: der Orient Express war mein neustes Buch ein altes Bild.
00:11:01: Ein altes Gefühl vielleicht der alte europäische Traum dass du Länder Grenzen überwindest ohne Kriege zu führen das du sozusagen in wenigen Tagen und verbunden mit vielen Kulturen einmal von Ost nach West oder West nach Ost reißt.
00:11:17: die Realität war dann Ein Vintage, ein Nostalgiezug betrieben von einer britischen Firma die das ganz große Besteck mit weißen Handschuhen und roten Teppichen noch spielt.
00:11:28: Und eine Champagner Flatrate und die Verlankten für die... Für den ersten Abschnitt Paris, Venedig für zwanzig Stunden Fahrt neuntausend Euro.
00:11:37: Also neun tausend euro für eine Nacht.
00:11:39: und ich überlegte wie viel Champagner kann nicht da trinken?
00:11:41: Und wie sinnvoll ist es eigentlich sein komplettes Budget Reisebudget in der ersten Nacht zu verfeuern und bei den Tauben auf dem Markusplatz zu schlafen?
00:11:49: Wenn dann irgendwann ein Buch fertig ist, dann tauche ich natürlich mal auf Buchmessen auf und das ist entweder Leipzig wo ich ein wenig lieber bin als in Frankfurt, aber je nachdem wann das Buch erscheint.
00:12:03: Und dann ist es natürlich wichtig dort einerseits sich zu zeigen Gespräche vor Publikum zu führen mit der Literaturkritik ins Gespräch zu kommen und den Buchhändlern, den Vertreterinnen um einen Gefühl dafür zu bekommen.
00:12:21: mögen sie das Buch trifft es eine Nerv berührt es Sie?
00:12:25: Wie könnte es vielleicht weitergehen Und dann so tief in sich und die Branche hineinzuhören.
00:12:32: Achtung, Achtungen!
00:12:34: Werbung!
00:12:36: Einfach immer am Start die HVV-Switch App für euch damit ihr jedes eurer Ziele in Hamburg und Umgebung erreichen könnt.
00:12:44: einfach schnell und direkt ermöglicht die HvV Switch App euch den unkomplizierten Kauf von HVVO Tickets.
00:12:52: Zusätzlich dazu könnt ihr mit der App ein Sixt Share, Share Now oder Miles Automieten.
00:12:59: Ein Tier- oder Voi e-Scooter oder ein Moja-Shuttlebuchen um bequem von A nach B zu gelangen.
00:13:05: Weitere Infos unter www.hvv-switch.de.
00:13:12: Achtung!
00:13:12: Das war ein Konsumhinweis.
00:13:17: Pascal Dennis geht ungern auf Buchmessen.
00:13:20: Wie ist es für dich?
00:13:21: Ist das eine Inspiration?
00:13:23: Mittlerweile geht hier alles digital irgendwie ab, ne?
00:13:26: Ich muss lachen, weil ich daran denke was Mr.
00:13:28: Rechranicki immer geantwortet hat.
00:13:30: irgendwie in seinen späten Jahren ist er glaube ich überhaupt nicht mehr auf den Messen gewesen, weil er sagt also was soll ich da?
00:13:36: Die Bücher kenne ich alle.
00:13:37: so geht es uns Buchhändern ja auch.
00:13:38: Wir gehen ja nicht auf die Messe und entdecken dann ganz viel Neues.
00:13:42: wir haben ja sozusagen alles schon vorher durchgearbeitet obwohl ganz so ist das auch nicht!
00:13:46: Ich habe auch schon eine ganz tolle kleine Verlage auf Messen entdeckt von denen ich vorher noch nie etwas gehört hatte damit verlegerin gesprochen.
00:13:55: was daraus geworden.
00:13:56: Das ist schon toll!
00:13:57: Wir sind vor allem in Leipzig, weil eben besagtes Festival dann im Herbst immer stattfindet und dort also die wichtigen Gespräche für die Herbst-Saison stattfinden.
00:14:07: Frankfurt, das jetzt als nächstes wieder ansteht, das klemmen wir uns dieses Jahr.
00:14:12: Vielleicht muss man die Liebe zu Leipzig klären?
00:14:15: Weil dort Tradition ist, Leip sich liest dass in den Tagen der Messe überall in der Stadt kostenlos, kostenfrei aufgetreten gelesen vorgetragen wird und das war schon... Dort habe ich meine allererste Lesung gehabt mal im Gasometer.
00:14:32: Vor einer riesigen Dschungelregenwaldkulisse und der Leite des Hauses meinte naja gucken ob wer kommt?
00:14:39: Und wenn nicht so viel kommt nehmen wir halt Stühle weg damit es halt nicht so leer aussieht.
00:14:43: am Ende kamen dreihundert und dann noch mehr bei dieser allerersten Lesung und sie mussten auch Stühlen dazustellen und ich mag wie schön das ist Was ja eigentlich eine altmodische Arbeit ist, zu lesen.
00:14:54: Also irgendwo zu sitzen, Geschichten zu erzählen und auch ein Buch vorzulesen.
00:14:58: Das
00:14:58: ist Teilhabe.
00:15:00: Nicola gibt es für dich denn Pflichttermine?
00:15:02: Vielleicht hier in Hamburg wo du unbedingt hingehst zum Beispiel Herbstlese Blankenese vielleicht
00:15:08: oder Rock zum Harbour von Passes wie
00:15:09: der Gehege?
00:15:09: Ja da gibt's einige.
00:15:10: Ich würde
00:15:10: sogar um mal die Brücke schlagen weil ich das wenn ich das höre dass das da lässt... Da wird mein Herz schlägt das höher!
00:15:15: Weil genau die Idee ist eigentlich Menschen, die die Teilhabe an Kultur zu ermöglichen möglichst.
00:15:22: Wie sagt man heute so schön?
00:15:23: Neudeutsch barrierefrei.
00:15:25: Aber das ist genau und man ist überrascht wie viele Herzen einem da entgegen kommen wenn man das einmal ermöglicht.
00:15:31: also von daher bin ich das ganz wunderbar.
00:15:34: Welche Pflichttermine?
00:15:35: ja also pflichtterminen in dem Sinne sucht man sie sich In Hamburg aber auch deutschlandweit obwohl wir auf hamburg spezialisiert sind oder uns beschränkt sind viel mehr weil es muss ja auch leistbar bleiben.
00:15:48: Also wir haben uns immer schon gesagt, wo Kulturglück draufsteht ist auch Kulturgluck drin.
00:15:53: ich weiß es ist abgedroschen aber wir haben auch gesagt wenn wir etwas anfangen wir gehen mit Stifter geldern stiftungsgeldern um und müssen da auch behutsam sein.
00:16:03: das heißt wir können jetzt nicht einfach irgendwas verfeuern denn auch ich muss jeden Cent selbst einwerben ist nicht so dass sich da auf einem millionenvermögen sitze und denke wohin gebe ich jetzt mein geld sondern Ja, die Stiftung Kulturglück wurde aus einer Überzeugung herausgegründet.
00:16:17: Da etwas tun zu wollen, tun zu müssen und da habe ich gesagt, da kann ich dann auch irgendwie das Geld schon einwerben.
00:16:25: Bis heute teuer-teuer-täusch klappt das ganz gut.
00:16:27: aber es ist eben ein ständiges umhergehen, ein ständiges Klinken putzen und deswegen Pflichtveranstaltungen suche ich mir eigentlich so aus dass sich überlege sind.
00:16:38: dort ist das einerseits entweder Inspiration für unsere Arbeit lerne ich Menschen kennen, mit denen ich weitere Türen öffnen kann in die Kultur für die Kultur.
00:16:47: Oder ist es auch eine Möglichkeit vielleicht Menschen nicht nur die Herzen sondern auch die Taschen zu öffnenden für unsere Sache.
00:16:54: und da würde ich jetzt gar keine Einzelveranstaltung rausheben wollen, sondern das ist einfach ein mit offenen Blick und wachem Verstand durch die Landschaft gehen Nicht nur auf Social Media gucken, was interessant ist.
00:17:06: Sondern eben auch zu sehen welche Veranstaltungen sind neu oder auch traditionell.
00:17:11: also so ein Haberfront- oder auch Blankeneser Literaturfestival würde mich total interessieren.
00:17:17: einfach um mal zu gucken wo kann man Brücken schlagen?
00:17:19: Also in unseren sagen wir sind Brückenbauer In die Kultur hin und zurück Und
00:17:25: da
00:17:25: muss man immer wieder wie auf einem Segelschiff gucken welcher Hafen ist geeignet?
00:17:29: Wo kann ich auch mal in der Bucht ankern?
00:17:31: wo werden neue Brücken möglich?
00:17:34: Und das ist in Hamburg sehr vielfältig zum Glück und in Deutschland überhaupt auch.
00:17:37: Ich bin in Frankfurt unterwegs, mal in Leipzig, in Berlin natürlich aber auch weiter mit München um auch mit Kolleginnen und Kollegen in Gespräche zu kommen um sich ja nicht stehen zu bleiben.
00:17:49: Also das Stillstand ist tatsächlich Rückschritt und man muss ständig und immer ständig dabei bleiben.
00:17:56: Pascal du hättest was Vernünftiges werden können.
00:17:59: Du warst schon an der Uni hast dort gearbeitet.
00:18:01: Warum musste es denn jetzt Buchhändler werden?
00:18:04: Und was haben deine Eltern dazu gesagt?
00:18:07: Eine sehr berechtigte Frage.
00:18:08: Ich war wie vorhin gehört in Zürich angestellt, ich hatte so eine tolle Altersversorgung im Aussicht dass diese Möglichkeit diese Buchhandlungen in Blankenese zu übernehmen die tats sich dann eines Tages auf.
00:18:22: es gab vorher ein paar andere auch verschlungene Wege.
00:18:26: Ich merkte irgendwann, dass ich nicht für die akademische Welt ganz und gar mich geeignet fühlte.
00:18:33: Ich hatte das Gefühl zunehmend bekommen, dass man da doch auch ganz schön im eigenen Saft schmoren kann je nachdem wie man es angeht und hatte immer den Wunsch was mit Büchern zu machen eigentlich in der Literaturbetrieb hineinzukommen.
00:18:49: Literaturkritik viel gerade schon, das wäre eigentlich mein Traumberuf.
00:18:52: Leider muss man sagen so richtig an die Zukunft des bezahlten Literaturkritikers.
00:18:59: Falls es das überhaupt jemals gab könnte man auch darüber nachdenken glaube ich nicht und habe gedacht dann irgendwie anders.
00:19:04: na gut also Buchhandel hab in Freiburg wo ich damals lebte schon in der Buchhandlung gejobbt neben eben der Disse und der Assistentenstelle in Zürich In der Buchhandlung zum Wetzstein in Freiburg.
00:19:18: Die wollten wir dann erst mal übernehmen, Florian und ich.
00:19:21: Und das wurde da nix.
00:19:23: und wirklich durch einen ganz erstaunlichen Zufall auf einer Buchhändler-Tagung wo Jonathan Landkrebe, der Surtkampferleger mit am Tisch saß, der zu allem Überfluss auch noch im Blankenese aufgewachsen ist, kam dann das Gespräch auf diese Buchhandlungen in Blankenesel die ich wiederum schon kannte weil meine Schwiegereltern seit einigen Jahrzehnten in Rissen, ganz im Westen in Hamburg leben.
00:19:46: Und zwei Wochen später ich hatte dann eben das Glück dass mein lieber lieber Freund und Kompagnon Florian auch irgendwie alles stehen und liegen ließ in Freiburg und mit kam.
00:19:57: für mich war es eigentlich eine Rückkehr in den Norden für ihn was wirklich ein Aufbruch.
00:20:01: und jetzt machen wir das seit vier Jahren und sind sehr glücklich und suchen aber eben auch immer nach Wegen noch ein bisschen mehr zu machen als in der Buchhandlung zu stehen und darauf zu warten dass Leute kommen.
00:20:12: keine gute Idee, glaube ich heutzutage.
00:20:14: Das ist von alleine passiert das nicht mehr unbedingt so.
00:20:18: deswegen ist der ganze Veranstaltungs-Zirkus den wir da unternehmen nicht nur geschäftlich wichtig er macht uns auch nicht nur wahnsinnig viel Spaß dass es wirklich eigentlich der Kern unseres Betriebs regelrecht schon geworden.
00:20:29: Wir stricken sehr sehr viel um unseren Veranstaltungskalender herum.
00:20:32: Es sind inzwischen hundert veranstaltungen im Jahr die wir als Buchhandlung mit kleinem Team stemmen.
00:20:38: Großteil geht eben auf dieses Festival.
00:20:40: aber was gerade auch am meisten Freude macht und sich als sinnvoll erweist.
00:20:45: Ja, man tankt ja auch Energie daraus.
00:20:46: Das ist wahnsinnig anstrengend alles in der Kultur aber genau so viel bekommt man ja auch zurück oder?
00:20:52: Absolut!
00:20:52: Und dieses Genaue also eben die Gespräche, die man mit den Leuten führt nicht nur mit den Gästen, mit den Autorinnen, die wir uns einladen auch mit den Leute, die zuhören und sich beteiligen und Fragen stellen das ist... Wir haben da großes Glück gehabt dass wir damit gesunder Naivität direkt nach der Corona-Zeit rangegangen sind wo glaube ich der Hunger darauf und die Lust riesengroß war, weshalb das richtig gut losgefahren ist.
00:21:14: Inzwischen habe ich so das Gefühl dieses Jahr wenn ich mich so umhöre es wird wieder ein bisschen schwieriger sind wieder viele andere Themen wie auch nur Rolle spielen.
00:21:22: aber wir machen da weiter.
00:21:23: völlig klar
00:21:25: Dennis, wir haben uns kennengelernt bei extra three.
00:21:28: Da hast du wunderbare Sachen gemacht und ich würde sagen im Rückblick das war doch ein Traumjob.
00:21:32: man konnte irgendwie total spackigen Krams machen Und das ist schon lange her und Du hast dich dann also machst ja immer noch mal Filme Aber du schreibst halt auch Bücher.
00:21:43: Warum denn?
00:21:44: Das ist ein Sterben des Mediums.
00:21:46: Für
00:21:46: uns allen unsere vorigen Jobs ausreden.
00:21:48: Also
00:21:48: das sterbende Medium, muss man sagen, ist das Fernsehen während Bücher ja schon deutlich länger überdauern und ihnen immer wieder der Tod... Profitzeit wurde, also es war eine wunderbare Schule dieser Tieresendung die altgediente herrlich verrückte durchgeknallte Show des NDR.
00:22:07: Die ich früher als Kind als jugendlicher Zuschauer immer schon geliebt habe wenn ich da was sehen durfte.
00:22:13: Ich wollte da unbedingt hin.
00:22:15: das waren noch zu Tadeuszeiten als ich mich dann wegen dieser Sendung beim NDR für dieses klassische Voluntariat bewahrt.
00:22:22: und vier fünf Jahre lang.
00:22:24: eine wunderbare Schule, weil ich da gespürt habe und erfahren hab mit einer guten Idee.
00:22:29: Konntest du da alles machen?
00:22:31: Wenn ich montags die Idee hatte... Ich möchte über Ungerechtigkeiten im deutschen Gesundheitssystem berichten, explizit über die Krankenkassen.
00:22:40: Die doch uns alle aussaugen und ich mach's als Vampirfilm!
00:22:44: Ich dreh Gram Stokers Dracula auf Schloss Trams Büttel weil da kenne ich wen und da können wir rein und wir können auch uns die Klamotten besorgen.
00:22:52: Und wenn dir die Leute wirklich überzeugt hast fandest du dich dann nach dieser Besprechung am Montag am Mittwoch auf Schlost.
00:22:57: Trams Büttel wieder haben wir wirklich gemacht und dort ein Film gedreht wo ich dann sozusagen als Keanu Reeves verschnitt Er hat zum Höhepunkt versucht habe, Graf-AOK Kula zu pfälen.
00:23:11: Der dann kurz noch aus dem Sack heraus sprang und meinte was haben sie sich gedacht?
00:23:15: Ich bin eine Krankenkasse!
00:23:17: Ich sauge Blut!
00:23:19: Nach fünf Jahren so lieb ich die Sendung bis heute hab, ging es mir aber wie an vielen anderen Orten.
00:23:26: Dass sich die Themen wiederholten und dass sich die Erzählweisen wiederholen.
00:23:31: Das habe ich früher als Student schon in einer Sportredaktion erlebt.
00:23:35: nach einem Jahr.
00:23:36: Fängt die Saison wieder an alles ist neu, alles kommt wieder... Und
00:23:40: ich
00:23:40: bin einfach ein grundneugieriger Mensch.
00:23:42: Ich wollte etwas Neues versuchen und ich saß heimlich immer schon da bei extra drei Jahre lang und habe so Konzepte geschrieben, die mich mal raus in die Welt tragen sollten.
00:23:50: Was mir dann gelang und mit einer völlig verrückten Idee damals mit achtzigtausend Fragen um die Welt bin ich da nochmal fünf Jahre für den norddeutschen Rundfunk rund um den Kloboskeler gereist wo der NDR heute sagt sowas wird nie wieder passieren.
00:24:09: Sowas hat schon damals Das haben sie nicht gesagt, aber damals hat es schon nicht zu den Aufgaben gehört des Norddeutschen Rundfunks ein Humorreporter einmal um die Welt zu schicken und zwar immer wieder.
00:24:22: Und heute schon gar nicht mehr.
00:24:24: Schade!
00:24:25: Ich finde Humors doch das was wir gerade brauchen?
00:24:27: Wer denn
00:24:28: geht?!
00:24:28: Absolut für mich war's... ich bin dem Ende er unheimlich dankbar weil Weil es mir einfach die ganz große Tür geöffnet hat zur Welt da draußen.
00:24:35: Hamburg, ich lebe hier seit fast dreißig Jahren ist das Tor zur Welt aber eben auch nur das Tor.
00:24:40: Stelle dich immer wieder fest.
00:24:41: und die große Welt da draussen durfte ich im Schnelldurchlauf sehen und dann kam der Robert Berlin verlag danach und meinte Sag mal willst du nicht für uns weiter reisen?
00:24:49: Und weiterreisen!
00:24:50: Und weiter Reisen!
00:24:52: So bin ich zum schreiben zurückgekehrt und das mache bis heute.
00:24:57: Was war
00:24:58: die
00:24:59: Herausforderung dabei?
00:25:01: also?
00:25:03: Themen zu finden, Bücher zu füllen über Zweihundert-Zweihundertfünfzig Seiten.
00:25:08: Weil ist ja schon eine andere Arbeit als beim Fernsehen!
00:25:11: Ja und das musst du dir auch erst mal abtrainieren dieses starkatoartige Schreiben was Du im Fernsehen verinnerlichst es hat sehr wenig Raum.
00:25:19: damals in der Satiresendung war Ein Beitrag zwischen einer Minute, dreißig und maximal zwei Dreißig lang.
00:25:27: Also siehst du immer... Und bist du noch so fleißig?
00:25:29: Es bleiben dir nur Zwei Drei-Sich!
00:25:31: Und da musst du natürlich wenn es um zwehundfünfzig dreihundert oder mehr Seiten geht eine ganz andere Konditionen und eine ganze andere Tiefe mitbringen.
00:25:40: das heißt du begibst dich viel intensiver in einen Slamm, in Nairobi beispielsweise um zu recherchieren.
00:25:52: Oder jetzt auf der Reise von Paris nach Istanbul für den Orient Express habe ich ein bulgarisches Armenviertel im Umkreis von Plovdiv besucht die alte europäische Kulturhauptstadt vor wenigen Jahren noch Kulturhaupt statt gewesen.
00:26:05: dort gibt es allerdings neben diesen wunderbaren Kulissen und dem tollen Essen was man da haben kann und den fantastischen Hotels Auch Viertel wie Stolipinovo, das wieder Boulevard sagt größte gefährlichste Roma-Ghetto Europas.
00:26:22: Wo du erstmal Kontakte brauchst oder erst mal jemanden brauchst, der dich hineinführt?
00:26:25: Ich fand Alex, der dort arbeitet auf dem Markt, den die Leute vertrauen und dem ich aber auch erstmal erklären musste weißt du, ich will diese blöden Stereotypen, diese Klischees nicht kolportieren.
00:26:39: Ich will tatsächlich hier etwas über Kultur erfahren mit den Menschen sprechen.
00:26:44: Ich will versuchen zu verstehen, warum die Menschen so leben oder so leben
00:26:49: müssen.".
00:26:49: Also das heißt... Das ist eine andere Qualität finde ich für ein Buch zu arbeiten und zu recherchieren als für das ja immer sehr, sehr kurzlebige, sehr kurzfristige Fernsehen wo es dann immer heißt.
00:27:04: Das ist das Thema.
00:27:05: Wer hat heute dafür Zeit?
00:27:07: Und heute Abend ist unsere Sendung
00:27:10: Nikola Bundesumweltministerium, VWL und Politik studiert.
00:27:16: Und dann auch die Bücher!
00:27:18: Was war's bei dir?
00:27:20: Ja ehrlich gesagt mein Elternhaus zuerst also meine Eltern... Mein Vater als Architekt, meine Mutter hat sich auch sehr für Kultur eingesetzt als Pädagogin und nachher an der Bremer Kunsthalle aber meinen Swing warum ich eigentlich VWl studiere und jetzt eine Kulturstiftung leite weil ich ein bisschen zu feige war.
00:27:43: Ich wollte gerne Kunst studieren, ich hätte wahnsinnig gerne Kunststudiert würde auch heute gerne nochmal machen.
00:27:48: aber bin damals gab es noch diese Empowerment Bewegung wo man sagte
00:27:53: glaub
00:27:53: an dich das wirst du schaffen du bist die beste sondern meine Eltern haben gleich gesagt du entscheidest aber wir reden dir da auch nicht rein.
00:28:02: und dann bin ich so ein bisschen rumgereist in der Republik und habe mir die ganzen Hochschulen angesehen und fand diese Menschen studiert haben, wahnsinnig begabt und die Ergebnisse unglaublich.
00:28:15: Also da hat mir auch keiner gesagt ja warte ab!
00:28:17: Die haben auch klein angefangen trau dich mach was.
00:28:21: das hat irgendwie keiner zu mir gesagt.
00:28:23: und dann bin ich zurückgekehrt nach irgendwie fünf sechs Hochschulen und dachte so ne ich bin also das sind alle schon kleine Picasso's und Frida Carlos.
00:28:30: also da kann nicht ich mache was das andere was sich spannend finde und dass waren Zahlen und Wirtschaft und habe ich gesagt okay Nicht Kunst, dann mache ich eben VWL.
00:28:39: Weil das ist so ein bisschen makroökonomisch, ein bisschen übergreifender und habe gesagt ja wunderbar!
00:28:43: Ich möchte auch verstehen wie die Welt funktioniert und vielleicht, wer weiß kann ich mal irgendwann alles zusammenführen.
00:28:48: aber ehrlich gesagt war das noch nicht die Ausgangsidee.
00:28:51: Ich hab den sicheren Weg gewählt.
00:28:53: Vielleicht waren meine Eltern auch ein bisschen froh weil sie sagten naja es ist ja immer so, dass sie einen wunderbaren, diesen Ausdruck brotlose Kunst kennen wir sicherlich alle.
00:29:03: Das haben Sie aber auch nie gesagt, aber ich meine sie haben sich vielleicht auch gefreut.
00:29:06: Dass da nicht jemand in diese Region stürzt wo man nicht genau weiß wie man sein Geld verdient.
00:29:11: also insofern auch zu deiner Geschichte vielleicht eine kleine Parallele.
00:29:14: und dann habe ich erstmal VWL studiert und ich hab es ehrlich gesagt nie bereut weil das Thema Nachhaltigkeit und dass kann man ja auf alle Lebensbereiche ausdehnen.
00:29:23: Das ist natürlich in der Volkswirtschaftslehre ein ganz zentrales Thema und mich hat aus dem ökonomischen nachhaltigen Gedanken eigentlich etwas zum Thema Sustainability, also wie gehen wir mit den Ressourcen in unserer Umwelt um?
00:29:37: und wir können auch nicht am Ast sehen auf dem wir sitzen.
00:29:41: Und da habe ich meine, oh Gott ja vor dreißig Jahren, meine damalige Diplomarbeit, Masterarbeit würde man heute sagen, zum Thema sustainability geschrieben.
00:29:50: Da gab es natürlich nur Bücher die Bücher musste sich aus Amerika und aus der Schweiz bestellen, musste noch die Büchern bestellen online gab sowieso nichts.
00:29:58: Und ich musste auch einen Professor finden, der überhaupt mal zum Thema Sustainability was gehört und der sich bereit erklärt hat.
00:30:05: Das hat keiner wollte dieses Thema übernehmen weil er irgendwie keine Ahnung hatte oder wie gesagt das kann ja wohl nicht wahr sein Ökonomen.
00:30:11: Aber mein Statistik-Professor hat sich getraut und er hat es betreut.
00:30:15: Ich bin mit diesem VWL-Thema also mit Sustainable Development in Theorie und Praxis der Unternehmung – ich werde's nie vergessen – bin dann ins Bundesumweltministerium zu Frau Merkel gegangen.
00:30:28: Das war damals wirklich noch sehr spannend.
00:30:33: Es hat mich dann zum Bundesdeutschen Arbeitskreis für Umweltbewusstesmanagement geführt nach Hamburg, dadurch kam die Brücke nach Hamburg.
00:30:41: über den Oberbaum kam ich zu Janosch weil Janoschs immer schon deine sozusagen die Umweltaarbeit für Familien und Unternehmen hat er grafisch begleitet.
00:30:53: Aus dieser Verbindung kam dann wieder die nächste Brücke.
00:30:56: Also ihr seht schon, die Brücken, die wir gebaut haben, das fühlt so mein Leben... aus der Brücke kam dann die Idee für Janosch eine AG zu gründen.
00:31:04: Das war noch um diesen Hype herum wo man immer gesagt hat Jana AG, dass wird was ganz Tolles und Aktien wieder ausgegeben und wir werden alle ganz schnell reich.
00:31:13: aber der Kerngedanke damals war bei der Janusch Film- und Medien AG seine Rechte zu bündeln Und das hatte ja auch einen richtigen Ansatz und da habe ich ja noch damals kennengelernt.
00:31:22: Von
00:31:22: Nakel zu Janosch?
00:31:23: Ja, von Nakels
00:31:24: zu Janösch!
00:31:25: Was für ein Aufstehen!
00:31:26: Und dann kam letztlich unsere Kinder die mir eine kleine Pause gaben, eine kleine Verschnaufpause wo ich gedacht hab, meine Güte
00:31:35: jetzt...
00:31:36: Was mache ich jetzt?
00:31:37: Mit diesen Erfahrungsschätzen will ich da weiterarbeiten.
00:31:40: Dann kam ein bisschen das Thema, dass die Janoschwimm-Medien AG nach Berlin wechselte wo ich nicht hinginge weil mein Mann hier in Hamburg verburzelt ist mit seinem Business.
00:31:49: und da habe ich gedacht okay, meine Kinder sind jetzt im Kindergartenbrunnen aber es kann ja wieder einsteigen.
00:31:54: und dann kam irgendwann wieder der Switch in die Kultur zur Stiftung Hamburger Kunstsammlung, wo ich tatsächlich seit zwanzig Jahren im Stiftungsmanagement arbeite.
00:32:05: Und ich sage mal mit einem Augenzwinkern, dass sich da so ein bisschen mein Geld verdiene.
00:32:09: und in meiner Stiftungen die ich dann... ...Zwanzig vierzehn gegründet habe, da gebe ich es aus!
00:32:14: Diese Unsummen?
00:32:15: Nein das ist so ein bischen die kleine Brücke ja.
00:32:18: Dann kam es letztlich über die Erfahrung, die ich aus meiner Leidenschaft zur Kultur, die immer meine Leidschaft geblieben Mit dem Verbinden von, ich würde sagen Marktwirtschaftlichem Verständnis der Liebe zur Stiftung Gemeinwohl.
00:32:34: Da kam dann der Impuls die Stiftungen zu gründen und das habe ich auch nie bereut.
00:32:40: Das ist quasi mein zweites Standbein.
00:32:43: Nicola ist zielstrebig nach Hamburg gekommen.
00:32:46: Pascal du hast ja schon erzählt es hätte auf Freiburg sein können.
00:32:49: Und wie wichtig ist denn tatsächlich der Standort Hamburg für deinen eigenen beruflichen Erfolg?
00:32:55: Also eben nicht nur Buchhändler sein, sondern einfach auch eine ganze Region inspirieren mit sehr unterschiedlichen Dingen.
00:33:01: In Freiburg wäre jetzt sicherlich besseres Wetter.
00:33:03: Das ist
00:33:04: durchaus
00:33:05: ganz bestimmt so.
00:33:06: Ich hab da studiert!
00:33:07: Ah siehst du ja... Genau.
00:33:09: Ne also tatsächlich ist der Standord Blankenese schon auch ein sehr besonderer und Die Elbverorte insgesamt, so als Kosmos.
00:33:20: Ich höre manchmal blanke Nese das sei ja auch ganz hanseatisch.
00:33:24: Das stimmt einfach nicht.
00:33:26: Es ist historisch und kulturell sind die Elbvororte, Hamburg ist ja irgendwie auch ein Konglomerat aus ganz verschiedenen Regionen und gerade eben diese Region, die spät dazu kamen erst durch das Großhamburggesetz der Nazis nachdem es ein paar Jahre vorher in den Zwanzigerjahren wenn ich jetzt nicht völlig daneben liege erst zu Altona gekommen bin also die Elbevororte.
00:33:48: Das sorgt schon dafür dass da heute noch eine ganz eigene Identität vorherrscht und das ist auch nicht nur das reichen Ghetto, was auch manchmal ein Klischee ist.
00:33:58: Es gibt auch den einen oder anderen Grund das auch anzunehmen.
00:34:02: aber es ist eben auch nicht Nur dass es ist auch wirklich das alte Fischerdorf was am Hang gelegen ist und eine eigene Identität der Leute.
00:34:12: ganz lange Traditionen was Literatur angeht, die im Hamburger Kontext immer noch für meine Begriffe viel zu unbekannt ist.
00:34:21: Also um nineteenhundert habt sicher davon gehört ihr euch doch irgendwie für Kultur und Literatur interessiert aber viele eben auch nicht hat Richard Demel in Blankenese gelebt der zu dieser Zeit der deutsche Dichter überhaupt war.
00:34:35: Es gab den Nobelpreisträger Gerd Hauptmann als Dramatiker und Romanautor, dann kommt auch schon Demel was seine Popularität und Bedeutung anging.
00:34:44: Der junge Thomas Mann hat sich an ihn gewendet.
00:34:46: er war mit hesse und übrigens mit ganz europa im Kontakt mit der ganzen geistigen Welt.
00:34:50: Seine Frau Ida Demel spielt da auch eine ganz wichtige Rolle.
00:34:53: Und um demel herum und neben demel gibt es auch eine ganze ganze Reihe anderer Schriftstellerinnen die in den Elbverorten zu Hause waren.
00:35:00: so Das sind Themen, mit denen ich mich viel beschäftige.
00:35:04: Mit denen wir uns viel beschäftigen und aus diesem Humus heraus verstehen wir dann auch unsere Arbeit, docken da auch an machen Veranstaltungen zu diesen Themen neues Leben reinzubringen in diesen besonderen Raum der Elbverorte.
00:35:22: Wie das in Freiburg gegangen wäre, das weiß ich nicht.
00:35:25: Das einzige was mir ein bisschen fehlt dort in Blankenese ist so der Kontakt dann doch zur akademischen Welt.
00:35:31: Das war in Freiberg kleine süddeutsche Uni statt anders da sind die Wege kurz.
00:35:36: Da sind dann auch viele Studis und auch Lehrende der Uni dann in der Buchhandlung gewesen.
00:35:41: Das ist in Blankinese ein bisschen weniger der Fall.
00:35:44: Die gute Nachricht lautet dass wir ab ersten Oktober in Äppendorf eine zweite Buchhandlung eröffnen werden, in der Erika Straße und jetzt auch schon mit dem UKE-Veranstaltung vereinbart haben.
00:35:55: Insofern holen wir uns das dann auch ein bisschen
00:35:57: rein.".
00:35:59: Wenn Blankenese so ein besonderer Ort ist, gilt es denn auch für den Bücherkauf?
00:36:02: Und man sieht gar keine Amazonlieferwägen!
00:36:05: Also ist das tatsächlich vielleicht gar nicht so ein großer Konkurrent wie es für viele anderen Buchhandlungen.
00:36:12: Mit Sicherheit ist er das doch.
00:36:14: Es sind Amazon-Autos auf der Straße, ich hoffe die bestellen dort alles andere außer Bücher?
00:36:19: Nein für den restlichen Einzelhandel auch schön wenn sie auch andere Dinge dort nicht bestellen würden.
00:36:24: sicherlich ist es so dass Wenn es irgendwo noch sowas gibt wie Bildungsbürgertum, dann kann man das auch in den Elbverorten finden.
00:36:31: Nicht nur aber unter anderem auch dort.
00:36:33: Wir teilen uns sozusagen das Viertel mit unseren Kollegen von Heimern die am Bahnhof sind.
00:36:38: Blankenese hat dreizehntausend Einwohner und zwei Buchhandlungen was sehr ungewöhnlich ist.
00:36:42: Sicherlich haben wir dort ein besonderes Klientel, die Wert darauf legen und nicht nur dass die Leute selber gerne lesen sondern sie schenken auch ihren Kindern und ihren Enkelkindern Bücher mit Sicherheit eine sehr gute Voraussetzung, als Buchhänder zu arbeiten.
00:37:00: Dennis du hast die ganze Welt bereist, ob mit Kamera oder eben nur mit Kugelschreiber oder Bleistift oder Füllfederhalter?
00:37:07: Wie wichtig ist denn für dich der Standort Hamburg?
00:37:09: also ist es irgendwie auch Inspiration und du siehst ein Schiff im Hafen und sagst ah so da muss ich auch mal hin das steht ja auch manchmal Panama drauf.
00:37:19: Ja sehr!
00:37:21: Also Hamburg Für mich immer eine große Inspiration gewesen.
00:37:28: Ich bin in dem Jahr, ich bin nach Hamburg gekommen.
00:37:33: Da hatte damals eine kleine Wohnung und habe von dort aus im sechsten Stock eines Plattenbaus direkt über die Stadt geblickt.
00:37:46: Die Nachbarschaft war nicht immer angenehm Und die Leute um mich herum manchmal illustrieren.
00:37:53: Aber der Ausblick von meinem kleinen Balkon über die Stadt, über den Telemichel, damals Gruner und Ja, das Spiegelhaus... ...und dann das Wasser war immer Inspiration!
00:38:05: Und immer auch ein Antrieb mal über das Wasser hinauszufahren, mal rauszureisen.
00:38:10: Deswegen ist... Das für mich in ihrer Weltoffenheit und ihrer Weite, auch immer diesem Fernweh.
00:38:16: Dass die Stadt begleitet dieser Sehnsucht nach der Welt eine große Inspiration.
00:38:22: Eines Morgens weckte mich mal so ein dummer Ton.
00:38:29: Es war tatsächlich das erste Mal dass die Queen Mary nach Hamburg kam.
00:38:35: Und ich bin damals zumindest in meiner Erinnerung so... Ich habe darüber meine Geschichte geschrieben halb im Schlafanzug runter gerannt, die Elbtreppen runter bis ans Wasser.
00:38:46: Damals gab es all diese schicken Häuser und Glaskästen noch nicht.
00:38:50: Man sagte da man so böse noch der Hausfrauenstrich neben all den Fischbuden unten am Wasser weil da Damen in Autos saßen.
00:38:57: Ich war ein ganz junger Mann und schaute das mit ganz großen Augen an.
00:39:00: ich kam aus einer kleineren Stadt aus Osnabrück Und die hatten dann so einen Schild Doris da.
00:39:05: auf jeden Fall stand ich am Wasser und dieses
00:39:06: Riesen-Ding
00:39:08: fährt an mir vorbei als die Lichter.
00:39:11: Und ich war so hin und weg, dass ich tatsächlich Jahre später durch den Zufall mit diesem Schiff mal auf der Titanic-Linie von Southampton nach New York gereist bin.
00:39:21: Also Hamburg, Southampton, New York, meine Kumpel arbeitete an irgendwo im Gepäck eines Flughafens.
00:39:28: Seine Fluglinie war mit der Rederei verbandelt und er bekam dann eine Kabine irgendwann im Winter mal auf diesem Schiff, und auf dem Weg nach New York nahm die Eisberg-Witze zu.
00:39:40: Es ist schön hier zu leben und hinauszuschauen und bisweilen das Tor zur Welt zu überschreiten, hinauszukommen oder wieder zurückzukommen und hier meine Geschichten dann zum Papier
00:39:50: zu
00:39:50: kommen.".
00:39:50: Aber wie wichtig ist es für deine eigentliche Arbeit?
00:39:53: Also es ist alles so schön und heimlich irgendwie.
00:39:56: Aber ich höre immer genau, die Schriftsteller müssen eigentlich alle in Berlin sein.
00:39:59: Du bist hier in Hamburg.
00:40:00: Ja aber Berlin kann
00:40:01: man sich auch die Mieten schon nicht mehr leisten.
00:40:03: Es ist ein Berliner.
00:40:04: Mir hat's nie gefunkt.
00:40:05: ehrlich gesagt Hamburg-Wusel.
00:40:09: so schön, finde ich.
00:40:11: Und ich kann mich an Hamburg auch so schön reiben!
00:40:13: Es gibt Orte auf der Welt die mehr Weltbedeutung haben obwohl wir immer sagen es sei die schönste Stadt der Welt.
00:40:19: Es gibt orte auf den Weltfreiburg und viele andere wo sich die Sonne mehr zeigt und der Winter nicht dauert von August bis Mai Und man nur drei Wettelagen hat, Nieselregen und Sprühregen.
00:40:32: Nein, ein bisschen
00:40:33: mehr Optimismus
00:40:34: hier.
00:40:34: Aber ich liebe und schätze die Schnottigkeit dieser Stadt und ihre manchmal... Manchmal eher großes Denken und manchmal auch dieses provinzielle, dieses typisch hamburgische eben.
00:40:51: Ich finde, man kommt jetzt zur
00:40:52: Ruhe.
00:40:53: Berlin ist auch mal unglaublich spannend als Inspiration.
00:40:57: Und man führt auch spannende Gespräche, aber ich bin nach drei Tagen Berlin vier Tage spätestens immer wieder ganz glücklich wenn ich hier an die Elbe zurückkomme nach Hamburg
00:41:08: Darf ich noch was nachfragen?
00:41:11: Da du Nikola ja schon länger hier auch im Kulturbetrieb arbeitest in Hamburg, wir sind eben erst seit vier Jahren jetzt dauerhaft.
00:41:20: Ich habe gerade gesagt Blankenese und Hamburg hat schon etwas miteinander zu tun.
00:41:23: aber es ist jedenfalls nicht das gleiche.
00:41:25: man sagt doch den Hamburger an ihre Pfeffersack Haftigkeit nach und es sei eben besonders schwer Leute für Kultur zu interessieren.
00:41:34: Ist das etwas womit du kämpfst global bestätigen wollen würdest?
00:41:39: oder kann man das gar nicht sagen, ist das bloßes Klischee?
00:41:42: Wenn man die Herzen erreicht und die Begeisterung – und das ist ehrlich gesagt gar nicht so schwer im Gegenteil – dann öffnen sich auch die Taschen.
00:41:51: Und sie öffnenden sich und das finde ich das Schöne vor allen Dingen nachhaltig.
00:41:54: damit bin ich wieder bei meinem Thema.
00:41:56: Das heißt langfristig.
00:41:58: also ich habe es viel erlebt dass die Menschen die wir für unsere Sache, wenn es denn gefragt war, und das ist es bei uns finanziell dabei geblieben sind.
00:42:12: Natürlich muss man das pflegen!
00:42:14: Also ich bin jetzt so lange im Gestiftungsgeschäft und erlebt man auch Einzeldinge die da nicht reinpassen.
00:42:23: aber Ausnahmen bestätigen die Regel und ich muss sagen über die Herzen und über die Begeisterung kann man gerade die Hamburgerinnen und Hamburger nachhaltig und langfristig packen, muss ich sagen also Das ist immer auch eine persönliche Geschichte.
00:42:38: Wenn du als Mensch, wenn ich dich hier sehe auf die Menschen zugehst oder auf die Personen würde ich sofort sagen du begeisterst rundweg ja im übrigen Du auch.
00:42:48: das heißt ihr erreicht die menschen sofort in Herzen und dann ist das kein nicht das Problem.
00:42:53: aber man muss sich natürlich auch Mühe geben klar
00:42:56: und ich glaube dass muss man erstmal verstehen wenn man in diese Stadt kommt.
00:42:59: also ich erinnere mich dass es gedauert hat zu versteht, dass die dich erst mal beobachten.
00:43:06: Manchmal skeptisch beeugen und manchmal auch verwundert.
00:43:09: Und wenn sie sich dann öffnen das war meine Erfahrung, dann bleibt er so.
00:43:12: Ja ja da sind Sie treu!
00:43:15: Pascal wie modern ausgerechnet ist denn der Literatur- und Buchbetrieb in Deutschland bzw speziell jetzt hier in Hamburg?
00:43:22: Weil ich meine in der Zwischenzeit haben sich sehr viele Dinge ergeben wie Leute möglicherweise konsumieren können.
00:43:30: Reisereportagen könnte ich mittlerweile auch in dreizehn Sekunden auf TikTok mir angucken, wie auch immer.
00:43:36: Social Media ist ein Riesenthema was vieles ja ersetzt.
00:43:40: Bücher können verkürzt dargestellt werden von KI oder anderen Apps.
00:43:46: also da sind ja eine Menge Herausforderungen.
00:43:48: Ich erlebe aber die ganzen Verlage und so als Wahnsinnig träge.
00:43:53: Wie sieht das für dich als Buchhändler aus?
00:43:57: Bevor wir das vergessen muss, denn es ist unbedingt gleich auch noch was dazu sagen zu seiner Sicht auf Social Media weil da Reisen ein großes Thema ist.
00:44:03: aber das vielleicht nur sozusagen als Fußnote im Kopf und ich antworte gerne auf die Frage Ich kann natürlich nur für den unabhängigen Buchhandel sprechen der ja leider einen Kleiner und sehr kleiner werdender Teil des Buchmarktes ist.
00:44:19: Es gibt sehr, sehr große Konkurrenz.
00:44:22: Wir haben vorhin Amazon schon genannt es gibt Talia die sehr expansiv unterwegs sind aber deswegen führe ich das auch an aus meiner Sicht vieles natürlich auch echt gut machen, so was ihre Internetpräsenz angeht.
00:44:36: Neuerdings kann man dort auch gebrauchte Bücher gegen Gutscheine tauschen.
00:44:40: Jetzt mache ich Werbung für Talia!
00:44:41: Ich werde wahnsinnig... Der inhabergeführte Buchhandel hat aber inzwischen Gott sei Dank doch auch flächendeckend aufgerüstet und hat Online-Shops und hat Social Media Profile.
00:44:56: Und gerade das mit den Online Shops ist glaube ich vielen Leuten immer noch gar nicht klar.
00:45:00: also es gibt eigentlich wirklich gar keinen Argument bei einem Riesen, bei Millionären zu bestellen und Milliardärin.
00:45:08: Und nicht beim lokalen Buchhandel weil jede kleine Buchhandlung in Hamburg inzwischen einen eigenen erreichbaren Account hat wo man sich auch alles nach Hause schicken lassen kann.
00:45:17: Auch das ist also möglich.
00:45:20: natürlich kämpfen wir in Zeiten nahe Marktkonzentration im Netz da auch als Einzelkämpfer ein Stück weit.
00:45:28: Wir müssen gerade unsere analogen Stärken ausspielen.
00:45:32: Wir haben vorhin über Veranstaltungen gesprochen, Jeff Bezos hat noch nie zu einer Veranstaltung eingeladen, glaube ich jedenfalls, mir wäre nicht bekannt dass er schon mal eine Lesung veranstaltet hätte.
00:45:42: und dieses Bedürfnis eben nach analogen Begegnungen auch nach Gegenständen im Übrigen in der Hand und nach schönen Büchern was ja auch ein Trend auf dem Buchmarkt ist bei allen Schwierigkeiten dies unbestreitbar gibt es auch sehr, sehr schöne Entwicklungen.
00:45:57: Etwa das Bücher gerade in Deutschland immer noch sehr schön sind und auch schöne Reihen auch erfolgreich sind.
00:46:03: Das ist natürlich ein Kampfplatz dieser analoge Welt wo wir uns behaupten müssen und wo wir da dem Netz zeigen und dann aber auch in der realen Welt unsere Sieger erringen um jetzt hier so militärisch zu bleiben.
00:46:16: Aber stellt ihr nicht auch fest dass gerade in einer zunehmend sich digitalisierenden Welt die Menschen wieder Sehnen nach diesen analogen Erlebnissen.
00:46:25: Also, man kann ganz klein anfangen und man nimmt das Buch... Man fühlt es diese Haptik, man riecht ist also ich muss immer unsere Tochter, die rieht immer zwischen den Seiten weil das ist so ein Gesamterlebnis, man kannst gucken!
00:46:36: Und wir stellen es eben fest bei Stiftung Kulturglück dass sich die Menschen sehnen danach wieder etwas Analoges zu erleben Begegnungen schaffen miteinander reden So dass ich tatsächlich auch schon aus meinem Freundeskreis manchmal die habe, also das machst du ja alles schön für Tüftung Kulturglug ist ja auch toll.
00:46:53: Aber können wir da nicht auch mal dabei sein?
00:46:55: Also es ist so dieser und das stelle ich fest, ihr wisst nicht, habt ihr das beide?
00:46:59: Ich stelle mir das gleiche vor oder wünsche mir das Gleiche für den Reisejournalismus oder die Reiseliteratur denn es ist ja kein Geheimnis, Umso schwieriger geworden ist davon überhaupt zu leben.
00:47:12: und diese große Zeit der Magazine, der achtziger neunziger Jahre.
00:47:16: Wo erst mal die Spesen und dann das Honorar verhandelt wurden bei Gruner & Ja und anderen großen Häusern lange vorbei sind.
00:47:26: Und natürlich... Wie erwähnt ist die Konkurrenz in der Reise überbordend.
00:47:33: Also sie ist auch gut, nicht nur im Podcastbereich alles gratis, alles kostenlos Auch im Insta-Bereich.
00:47:40: Es ist toll gefilmt, toll fotografiert sehr zeitgemäß erzählt und es erzählt ja wo bekommst du die leckerste Mozartkugel in Salzburg?
00:47:50: Welche Statue gilt es zu streicheln wenn ich in Bratislava bin?
00:47:55: aber wenn es um Manchmal größere Fragen geht, dann brauchst du vielleicht doch noch den Reisejournalismus oder die Literatur.
00:48:04: Das habe ich getan nach Trieste reist und in diesem Caféhaus am Meer wo sich das Habsburgische mit dem Italienischen so wunderbar mischt und das Plovenische und vieles andere da hinein rührt sodass es ganz normal ist dass ich auf einem Pastateller auch Knödel finde.
00:48:21: Wo ein Bürgermeister seit über zwanzig Jahren regiert, der immer weiter von der Mitte nach rechts rutscht.
00:48:27: Über die Jahre und man sagt dort... Der hat sich verliebt in die Faschisten!
00:48:32: Er ist kein Fascist aber er hat sich verliebt wie so viele im Land und so viele in Europa.
00:48:38: Den habe ich getroffen einen wahnsinnig unterhaltsamen Mann, der dich begrüßt wenn du zu einem Interview angemeldet bist mit Hallo.
00:48:46: sollen wir in den Auto steigen?
00:48:48: Herr Bürgemeister Was ist so mit einem Auto?
00:48:53: Carlo, fahr den Wagen vor!
00:48:54: Du findest dich dann irgendwann auf einer Autobahn im Märchenschloss Miramare vor wo er sowieso ein König hindurch planiert.
00:49:03: Und dann musst du im Kopf behalten und ihn auch konfrontieren.
00:49:06: Irgendwann welcher harte Politik erfährt gegen Geflüchtete dort, die über die Balkanroute kommen?
00:49:11: Dass er Burkini Verbote ausgesprochen hat nach einem Streit dort unterbadenden dass er ein Agrolverbot in der Innenstadt erlassen hat.
00:49:20: also mit wem du es da wirklich zu tun hast?
00:49:22: solche Menschen zutreffen zu porträtieren das braucht eben Wie ich finde, mehr Zeit als es Insta auch Podcasts bieten können.
00:49:31: Mehr Tiefe und eben die Literatur und die genaue Beobachtung einer Reportage.
00:49:36: Ich bin total überzeugt davon dass du recht hast Und wir sind uns hier in der Runde alle einig.
00:49:42: Gleichzeitig ist die Realität so, dass wir sozusagen in diesem Segment verlieren und die anderen gewinnen.
00:49:48: Man immer sich fragen muss wie dringen wir durch mit dieser Botschaft?
00:49:52: ich auch vollkommen davon überzeugt bin, dass was du sagst Nikolaar.
00:49:55: Dass dieses Bedürfnis nach analogen Begegnungen nach irgendwie überhaupt Gegenständen usw.
00:50:00: und aber auch diese tiefergehenden Fragen das ist ein menschliches Grundbedürfnis.
00:50:05: es geht auch nicht weg.
00:50:06: ja da können wir irgendwie noch so viel Konsum und noch so viele schnelle Clips drauf schütten.
00:50:11: Das macht Menschsein aus, dass man sich im Leben eben auch mal ganz grundsätzliche Fragen stellt die Frage, wie schaffen wir das?
00:50:20: Die Leute zu kriegen.
00:50:21: Wenn wir sie einmal haben jetzt aus der Sicht der Literatur dann bin ich felsenfest davon überzeugt wer einmal erlebt hat was für tiefe Erfahrungen man mit einem Buch in der Hand macht.
00:50:32: Der bleibt sein Leben lang Leser so und das ist die große große Hoffnung dass diese Kraft da ist.
00:50:37: nur Wie schaffen wir es?
00:50:38: Wie kriegen wir diesen Moment hin?
00:50:40: das Person XY das erfährt
00:50:43: Das ist von Buch zu Buch zu buch immer wieder eine Herausforderung also für alle Bereiche.
00:50:49: Für mich als Autor bedeutet es in Interviews zu gehen, zu klopfen und zu putzen.
00:50:55: Und immer wieder so viel zu erklären dass die Leute neugierig sind darauf und rein schauen mögen und sie ohne dieses Gefühl haben alles gehört zu haben wie auf einer... Fünfstündigen Lesen.
00:51:05: Ja, man muss die Begeisterung irgendwie weitergeben und das ist letztlich auch.
00:51:08: also wenn wir bei Stiftung Kulturglück... Also ich habe immer gesagt, ich mache niemals eine Zwangsbeglückung!
00:51:14: Aber so ein ganz bisschen ist es das
00:51:16: auch
00:51:18: noch!
00:51:18: Ich bin ja selbst überzeugt, sonst hätte ich sie auch nicht gemacht.
00:51:20: und ich habe gesagt, wenn man einmal sich diese Tür öffnet in die Kultur, die schließt sich nie wieder.
00:51:27: und wir haben Schulprojekte wo die Kinder in die Hamburger Kunsthalle kommen oder ins Museum für Kunst und Gewerbe.
00:51:34: Und die stehen zum ersten Mal in der Kunsthale im Museum, für Kunst & Gewerb.
00:51:39: Und kommen hinterher als andere Menschen raus.
00:51:42: Die haben dann teilweise auch ganz... Also ich sag mal Bilder aus dem neunzehn Jahrhundert angesehen wo man sagt okay da erschließt sich nicht sofort die Begeisterung.
00:51:50: aber über die Vermittlung.
00:51:51: Die Geschichten dahinter sind es ganz wichtig.
00:51:55: Auf einmal Es ging da Lichter in den Augen und in den Menschen.
00:52:00: Die sind Schülerinnen auf, die man dann so noch nie bei denen erlebt haben.
00:52:04: Und die haben hinterher im kleinen Interview genau das gesagt.
00:52:08: Wir wussten gar nicht was das hier für spannende Geschichten beherbergt.
00:52:13: dass man das auch mit Farben ausdrücken kann, die haben hinterher noch gearbeitet.
00:52:17: Und das ist das!
00:52:17: Ich glaube diese Begeisterung weiterzugeben, das schließt sich nie wieder.
00:52:21: und da muss es natürlich bei dir das Buch und bei dir auch über die Geschichten, die wir erzählen und die wir weitergeben – und das kann man letztlich dann auch über Social Media aber dann zu sagen packt euch mal das Buch guckt euch mal Das Bild an erlebt die Musik.
00:52:37: Die müssen wir eben vermitteln.
00:52:38: Wir müssen als Botschafter raus
00:52:42: Wir biegen schon mit Höchstgeschwindigkeit auf den Endspurt ein und es ist glaube ich auch ganz wichtig, dass wir noch mal speziell nach Hamburg zurückkommen.
00:52:51: Und noch ein zwei Fragen klären.
00:52:52: die sind dann im Grunde in unserem kleinen Serviceteil untergebracht sozusagen am Ende Dennis an dich Welches Hamburgbuch sollte jede Hamburgerin einmal im Leben gelesen haben?
00:53:05: Und warum?
00:53:06: also gibt es einen Hamburg Buch was vielleicht auch für Dich einfach zum festen Kompenium dazugehören sollte.
00:53:13: Ich
00:53:13: würde die Frage gerne weiter...
00:53:16: Es wäre so einfach den Buchhändler danach zu fragen, denen habe ich natürlich eine andere komplizierte Frage überlegt!
00:53:21: Ich muss
00:53:22: jetzt überlegen welche Hamburg Bücher ich gelesen habe?
00:53:24: Ich glaube das waren vor allem Reportagen.
00:53:27: Das war z.B.. Der Jesus vom Sexshop, wo Helge Thimmerberg der große Reisenschriftsteller als Koberer auf der Repa-Bahn arbeitet und das mehrere Nächte lang durchtut.
00:53:41: Und versucht auch mit gewissen Befremden diesen Job zu machen und nachzuvollziehen warum man das ein Leben lang tut... ...und darüber mehr Mind über die hamburgische Seele zu erfahren!
00:53:53: Ein anderes Buch von ihm – da gibt es auch Hamburg-Empeloden– ist Mein Lieblingsbuch, Tiger fressen keine Yogis.
00:54:01: Ein Kult-Buch, twenty-fünf Jahre alt wo er nicht nur seine Indien erfahren sondern auch besonders seine in Deutschland mit großem ja mit großen Furore und ich finde wunderbaren poetischen Sätzen und manchmal brach Jaal im Humor wiedergibt.
00:54:19: Nikola welche Autoren oder Autoren sollte man im Blick behalten hier aus Hamburg?
00:54:24: Schade, ich dachte du stellst mir die gleiche Frage.
00:54:26: Jetzt hätte ich endlich mal nachdenken können!
00:54:28: Aber ich nehme es trotzdem.
00:54:29: Ich habe das Glück gehabt bei einer Buchpräsentation dabei zu sein.
00:54:34: Entschuldigung bei Felix Judt aber ist ja auch in Haber geführt.
00:54:39: Das ist ein Hamburg-Buch.
00:54:43: mit Texten zu Hamburg über Hamburg und Klaus Fußmann hat dazu die Bilder geliefert, also es sind so ein bisschen die Brücken in meine Kulturbetrachtung.
00:54:52: Und diese beiden... Also natürlich ist das jetzt in erster Linie Ullahahn würde ich sehen in Hamburg aber dann auch noch so unendlich viel mehr.
00:55:02: Jetzt muss ich ganz kurz mal nachdenken.
00:55:04: wir haben die Ehrenbürgerinnen- und Kinderbuchautorin Kirsten Boye.
00:55:10: Die ich nennen würde, weil sie auf wunderbare Weise versteht die Kinder und nicht nur die Kinderherzen zu erreichen.
00:55:16: Meine Idee war das eine junge Autorin vielleicht man nennt es oder einen jungen Autor um Werbung zu machen.
00:55:21: Weil KirstEN BoyE ist natürlich Standard in jedem mindestens in jedem Blankeneser Wohnzimmer.
00:55:26: Ja also es ist nicht direkt Hamburg aber ich habe Sie ja über Hamburg kennengelernt über eine Hamburger Buchhandlung so Clara Lösel, eine wunderbare junge Autorin und auch Poetry Slammeren wenn ich da jetzt richtig informiert bin.
00:55:38: Und die hat ein wunderbares Buch geschrieben was mir so zu Herzen gegangen ist und daraufhin habe ich Kontakt über, linked in zu ihr aufgenommen.
00:55:45: Pascal!
00:55:46: Welche Hamburg-Geschichte fehlt dir?
00:55:48: In deinem Buchreigen?
00:55:50: also wo gesagt du Mensch Dennis jetzt hör mal auf zu reisen.
00:55:55: schreibt mal was du für Hamburg gibt es eine Episode oder eine Person einen Stadtteil, über den unbedingt mal geschrieben werden sollte.
00:56:04: Ja ich habe es ja im Grunde genommen vorhin schon angedeutet...
00:56:08: Die Abgründe von Blanken nicht!
00:56:14: Wir haben diese Reihe Dichter der Elbverorte gemacht.
00:56:17: Und das ist keine Gruppe und keine Schule und keine, sozusagen jeder zur selben Zeit vernetzte Formationen.
00:56:25: aber es sind so viele interessante Autoren die in den Elb-Verorten ansässig gewesen sind spezielles gesucht haben, diese gleichzeitig Nähe zur Großstadt und aber eben das Leben am Strom.
00:56:38: Und die relative Entfernung dass ich finde also darüber muss dringend mal etwas geschrieben werden.
00:56:44: Also wenn da draußen die dreieinundzigjährige herzkranke Blankenese Milliardären ist, die mal ein Autoren bei sich beherbergen möchte um den Stadtteil näher zu erkunden bin ich sehr gerne bereit!
00:56:57: Das
00:56:57: recherchieren wir auch.
00:56:59: Reisen kann ja auch spazieren gehen sein
00:57:01: sozusagen.
00:57:03: Jetzt haben wir eine Stunde lang über Bücher und Literatur gesprochen, ich möchte natürlich auch noch wissen wenn es denn eine andere Sparte der Kultur sein darf also Musik, Film, Theater.
00:57:13: wo trifft man euch?
00:57:14: was möchtet ihr unseren Hörern empfehlen?
00:57:17: Ich fange mal mit Dennis an.
00:57:19: Bei Film finde ich es viel leichter, weil absolute Giganten mein Erstkontakt mit Hamburg war.
00:57:25: Den ich in meiner Heimat aus Haarlich gesehen habe und insofern geht hier in die Kinos das Abaton, die anderen wunderbaren Häuser hier... Zeise, danke schön.
00:57:40: Ich bin Vater eines Jungs sonst deswegen kann ich im Moment nicht so viel in Kinos gehen.
00:57:46: aber wenn ich es könnte würde ich es unheimlich gerne wieder viel mehr tun.
00:57:49: Ja Pascal du liest ja kaum.
00:57:52: nehm' mich an Du gehst ständig Irgendwo.
00:57:55: was wäre dein erster Ort den du nennen möchtest?
00:57:57: Musik, Theater oder Film?
00:57:59: Ich möchte etwas anderes nennen.
00:58:02: Obwohl ich gerne ins Theater, ins Kino gehe, möchte ich noch einen anderen Ort der Bücher ist und das sind die Bücherhallen, die in Hamburg auch ganz großartige Arbeit machen.
00:58:13: Eine andere Bibliothek ist die Uni-Bibliotheke von der ich doch gerade lese wie alle anderen auch das Mittel fehlen Bücher anzuschaffen.
00:58:19: Biblioteken machen ebenfalls eine wahnsinnig wichtige Arbeit und brauchen dringend Unterstützung.
00:58:25: deswegen kurzer Appell hier Bücher heilen sind wichtig und toll.
00:58:28: Die sind auch besonders klug darin, Publikum hineinzulocken.
00:58:32: Ich war auf einer Fußball-Sticker-Tauschbörse während der WM mehrmals am Wochenende hunderte Menschen in der Zentralwücherhalle am Hauptbahnhof und hatte Kinder mit ihren Eltern die erst tauschen.
00:58:46: Und das war eine liebevolle Art und Weise.
00:58:48: Brauchst du den noch?
00:58:49: Mexiko zwanzig EuroGuy drei!
00:58:51: Ach nehmt den Brasilianer fünf doch auch noch mit und dann so durch die Gänge planierten Bücher entdecken.
00:58:59: Brücke
00:58:59: in die Kultur, total!
00:59:02: Nicola, wo treibst du
00:59:03: dich rum?
00:59:04: Ich bin ja Zwilling vom Sternzeichen.
00:59:06: Oh Gott, ich muss mich immer entscheiden.
00:59:08: das finde ich ganz schwierig weil ich wirklich wahnsinnig gerne also ich bin großer Theater-Fan Hamburger Theater Festival aber auch in den Häusern von klein bis groß Musik, Musik rauf und runter.
00:59:20: wenn ich mich jetzt entscheide muss natürlich in den diversen Museen Kunstteilen von hier bis dort.
00:59:27: Wenn ich mich entscheiden
00:59:28: muss,
00:59:29: gestehen bin ich immer gerne dort wo gerade wieder eine neue Künstlerin aktuell präsentiert wird und zwar ich betone Künstlerin ob das eine Komponistin ist.
00:59:42: Eine junge Malerin.
00:59:45: Das finde ich ganz besonders spannend.
00:59:47: Literatin die werden ja zum Glück aus der Geschichtsschreibung erstaunlicherweise wieder entdeckt.
00:59:52: Ich weiß nicht, wie mir das macht aber es ist für mich ein großes Glück in den letzten Jahren dass viele wieder aufgetaucht sind obwohl sie nicht dokumentiert wurden öffentlich und da findet man mich ob das im Kino ist, im Theater oder in der Kunsthalle oder in Musik.
01:00:09: Das war ein schöner Rundumschlag durch die Hamburger Kultur, das war aber vor allen Dingen knapp eine Stunde lang Literatur hier in Hamburg.
01:00:15: Ihr Lieben es hat mir sehr viel Freude bereitet und ich finde immer noch unsere Umgebung hier so schön zwischen den ganzen Büchern zu sitzen.
01:00:22: man wird selber wieder zum Kind.
01:00:23: Ich hoffe ich habe nicht zu viele kindische Fragen gestellt Und wir haben ganz viel auch Spannungen entfacht und Neugier geweckt eben nicht im Internet zu bestellen, eben nicht die Reise-Reportagen sich bei TikTok anzugucken sondern zu lesen und auch wie deine Tochter Nikola die Nase zwischen den Seiten zu halten.
01:00:43: Das mag nämlich auch gerne in diesem Sinne.
01:00:45: das war der sechsenvierzigste Kailtscher Club.
01:00:47: wir waren hier im Kinderbuchhaus im Altona Museum und wir bedanken uns nochmals recht herzlich bei HVV Switch der besten App fürs Mobilbleiben in Hamburg.
01:00:56: und ich sage ahoi ihr drei!
01:01:01: Das war
01:01:01: die Hochkultur auf Ahoi.
01:01:04: Der Kaltscher Klang, danke fürs Zuhören!
Neuer Kommentar