Moin, Kamera, Action
Shownotes
Kurz vor dem Start des FILMFEST HAMBURG richtet der Culture Club den Blick auf die große Leinwand. In der 47. Ausgabe spricht ahoy radio-Intendant Lars Meier mit drei Gästen, die die Filmbranche aus unterschiedlichen Perspektiven prägen: Produzentin Heike Wiehle-Timm, Malika Rabahallah, Leiterin des FILMFEST HAMBURG, und Regisseur und Drehbuchautor Kilian Riedhof. Gemeinsam sprechen sie über die Zukunft von Kino und Fernsehen, den Spagat zwischen kreativer Freiheit und Publikumsorientierung sowie über wachsende Bürokratie und sinkende Risikobereitschaft in der Branche. Es geht um die Frage, wie politisch Film sein darf und sein muss, warum Komödien gerade in schwierigen Zeiten eine besondere Kraft entfalten können und weshalb Kino ein wichtiger Ort für Begegnung und gemeinsames Erleben bleibt. Außerdem diskutieren die drei über Nachwuchsförderung, neue Perspektiven auf der Leinwand, Streamingdienste und Hamburg als Filmstadt. Aufgenommen wurde diese Folge bei Relevant Film in Hamburg und präsentiert wie immer von HVV Switch, der besten App fürs Mobilbleiben in Hamburg.
Transkript anzeigen
00:00:00: Hier sitzt die Kultur der Stadt zusammen.
00:00:03: Der Kaltscher Club.
00:00:05: Fragen
00:00:05: an die Kultur
00:00:06: und
00:00:07: Antworten der Macher, nur im Ahoi-Kalzscher Club!
00:00:11: Siebenvierzigster Kalzscherklapp Moin Kamera Action.
00:00:14: Herzlich Willkommen zur siebenvierzigsten Ausgabe des Kalzsche Klapps.
00:00:18: Das Popcorn knistert und der Fohren geht auf.
00:00:21: kurz vor dem Start des Filmfest Hamburg Und der Kinosaison sprechen wir darüber wie Filme heute entstehen welche Geschichten es auf die Leinwand schaffen und was Hamburg als Film statt auszeichnet.
00:00:31: Darüber sprechen wir mit drei Gästen, die den Film als produzierende und konsumierende gleichermaßen gut kennen – mit Malika Rawahala, Leiterin des Filmfest Hamburg, mit der Produzentin Heike Wiele-Timm und dem Regisseur und Drehbuchautor Kilian Riedhoff.
00:00:44: Aufgenommen wird diese Septemberfolge in Hamburg in den Räumen der Produktionsfirma relevant filmen und präsentiert wie immer von HVV Switch der besten App fürs Mobilbleiben in Hamburg.
00:00:56: Liebe Heike!
00:00:58: Du wurdest in Kassel geboren und hast zunächst studiert.
00:01:03: Nach Stationen als Dramaturgin im Berlin- und am Bayerischen Staatschauspiel München kamst du in den letzten Jahren nach Hamburg und arbeitest seitdem in der Filmbranche.
00:01:12: Du gründest gemeinsam mit Peter Thim relevant Filmen, ab dem Jahr hier in einer gesellschaftlichen Gesellschaft und seitdem über hundert Kinofilme sowie Serien produzierte.
00:01:26: Du produzierst also seit mehr als dreißig Jahren Filme.
00:01:28: Was hat sich am Beruf der Produzentin in dieser Zeit am
00:01:31: stärksten
00:01:32: verändert?
00:01:35: Die Bürokratie, es gibt unglaublich fette Verträge mittlerweile – das ist das eine!
00:01:42: Der Kostenfaktor hat sich enorm verändert, das heißt wir müssen sehr genau schauen.
00:01:47: Man musste immer gucken dass es funktioniert mit dem Budget ist jetzt nicht neu für uns Produzenten aber Es geht nur wenn alle mit im Boot sind also Regie wirklich das gesamte Team mitzieht.
00:02:01: die Tarifverträge haben sich verändert.
00:02:03: Also es gibt sozusagen Das ganze Korsett ist ein bisschen strammer geworden Und wir müssen natürlich auch sehr schauen, dass das was wir produzieren auf dem Fernsehmarkt funktioniert.
00:02:16: Das heißt ein Blick auf die Quote oder die Quoten jeden Morgen sind irgendwie auch die DNA, die wir uns irgendwie einverleibt haben.
00:02:26: etwas zu produzieren, was jetzt zur Selbstbeweihräucherung dient sollte man nicht tun.
00:02:33: Man muss schon darauf gucken, dass es eine Akzeptanz findet.
00:02:36: Das finde ich allerdings auch richtig.
00:02:38: Ich wär mich da gar nicht dagegen.
00:02:39: Das war immer mein Credo, weil wir haben die Gebührenzahler und wollen sie mitnehmen.
00:02:44: Und wir erleben ja auch gerade, weil in Deutschland eben nicht die Gebüren über Steuern erheben sondern eben über Gebühren extra Gebühren.
00:02:52: Dass es da viel Unmut gibt und Programm für alle zu machen ist schwierig.
00:02:58: Im Kino noch mal allemal, da haben wir den Rieseneinbruch durch Corona gehabt.
00:03:03: Ich finde, dass die Kurve jetzt zum Glück wieder nach oben geht.
00:03:07: Dass gute Sachen entstanden sind und dass die Kinos voller sind.
00:03:10: wenn ich ins Kino gehe freue mich in volle Kinoseele zu kommen und das ist sozusagen ein guter und nach oben zeigender Pfeil.
00:03:22: Mali Karabahala, du wurdest in Frankreich geboren nach deinem Studium in Paris Gappelstops in Costa Rica, Boston und Köln.
00:03:30: Zunächst warst Du als Producerin, Co-Autorin und Co-Regisseurin tätig bevor Du zum neuen Filmförderung Hamburg-Schleswig-Holstein gewechselt bist.
00:03:38: Seit dem ersten Jahr nur im Jahr ist das Filmfest Hamburg leistet, dass in diesem Jahr vom vierzehnten September bis dritten Oktober stattfindet.
00:03:48: Es ist also die dritte Ausgabe für dich als Festivalleiterin.
00:03:53: Kannst du schon radikal andere Dinge machen, als bei den ersten beiden Malen?
00:03:57: Oder versuchst Du eine bestimmte Linie erst mal vorzuführen?
00:04:02: Also klar!
00:04:03: Ich bleibe aber meine Linie und ich habe mich beworben mit einem Plan.
00:04:06: Ich wollte das Festival vielmehr an die Stadtgesellschaft verankern und das mache ich auf jeden Fall weiter.
00:04:14: Und mein zweiter Punkt war, ich wollte unbedingt viel mehr Industry nach Hamburg holen weil ich glaube ein Filmfestival braucht zwei Beine sag' ich immer einmal das Publikum-Festival sozusagen und danach diese ganzen Konferenzen für die Industry.
00:04:31: so können wir gegenseitig voneinander profitieren.
00:04:34: Wir sollten über Filme sprechen mit Produzentinnen und wie wir uns die Branche auch vorstellen.
00:04:44: Das Lustige ist, ich sehe immer das Wimperstamburg als ganzheitlich!
00:04:50: Ich möchte, dass die Verleier da sind.
00:04:52: Ich möchte das die Produzentinnen da sind, die Autoren und Regisseure weil wir alle voneinander profitieren.
00:04:58: Und wenn es eine Seite schlecht geht dann wird es uns auch am Ende als Festival auch schlecht gehen und deshalb bin ich dafür, dass wir alles hier in Hamburg diskutieren.
00:05:07: Das heißt mittlerweile Ende September soll es auf jeden Fall in jedem Kalender stehen.
00:05:11: Ich war nach Hamburg nicht nur um gute Filme zu sehen sondern weil ich auch Gespräche führen möchte.
00:05:17: Da gehen wir nachher noch später drauf.
00:05:18: Eine auf die guten Gespräche, Kilian Riethoff.
00:05:20: Mit dir haben wir auch ein gutes Gespräch.
00:05:21: Du wurdest ins Seeheim Jugendheim geboren und hast an der Universität Hamburg studiert.
00:05:27: als Regisseur- und Drehbuchautor.
00:05:29: Hast du zahlreiche Kino- und Fernsehproduktionen realisiert?
00:05:32: Mit Homevideo wurdest du unter anderem mit dem Grimmepreis und dem deutschen Fernsehepreis ausgezeichnet.
00:05:37: Später folgten Filme wie Gladbeck.
00:05:39: meinen Hass bekommt ihr nicht sein letztes Rennen uns Teller ein Leben.
00:05:43: Dein Aktuellnisprojekt war der Franken-Tatort, den ihr im Frühjahr gedreht habt und jetzt hier ausgestrahlt wird.
00:05:50: Das ist doch noch mal eine ganz andere Nummer, ne?
00:05:53: Vor allen Dingen so Tatort kann ja jeder mitreden also auch die Eltern, Verwandten, Freunde... Ist das auch unter diesem Aspekt nochmal eine ganz andere Produktion gewesen?
00:06:04: Ja!
00:06:04: Also dass es ja immer sehr erfreulich ist wenn man weiß, dass man sehr viele Menschen erreicht, das ist im Kino für viele von uns eben nicht selbstredend.
00:06:15: Aber die Erwartung, dass wir da sechs, sieben, acht Millionen wenn es gut läuft erreichen ist toll.
00:06:21: ich habe mich allerdings wie du weißt immer als jemand gesehen der Filme für sehr viele macht und für viele machen will.
00:06:28: Ich glaube auch das diese publikums zugewandtheit sehr wichtig ist.
00:06:33: Die darf aber nicht verwechselt werden mit Gefälligkeit Und das zieht schon ein.
00:06:37: also im Fernsehen zieht's sehr stark ein Da würde ich dir sanft widersprechen an welchen Punkten.
00:06:41: Ich bin auch total für populäres Erzellen, ich sehe nur die ganz starke Gefahr und die kann ich vielleicht als Regisseur nochmal etwas deutlicher formulieren denn ich weiß das natürlich aus Produzentin du immer auch in einem Spannungsverhältnis stehst zwischen dem.
00:06:56: Kunst und dem was man wachen will, der Haltung für die du stehst.
00:06:59: Das weiß ich.
00:07:00: und gleichzeitig im Spannungsverhältnis zu sendern, die schon sehr stark eine Richtung gerade ziehen und die standardisiertes Programm bevorzugen, die relevant gleich Reichweite setzen.
00:07:11: das habe ich so vermittelt bekommen und das erschreckt mich weil ich finde wenn du mir die Frage von Heike gestellt hättest hätte ich gesagt die Freiheit ist weggegangen.
00:07:19: also wir haben viel weniger Freiheit als es vor dreißig Jahren war.
00:07:23: Im Kino ist das leicht anders, aber auch da sind wir natürlich viel stärker mittlerweile auf die Verfilmung von Bestseller-Romanen und von IPs drauf aus.
00:07:33: Weil die Verleiher vorsichtig geworden sind.
00:07:35: Es ist nicht gerade eine Zeit wo man bedingungslos ins Risiko geht.
00:07:39: noch vor zehn Jahren war ambivalenteres risikofreudigeres Erzählen viel mehr Standard als es jetzt gerade ist.
00:07:45: Das ist eine ängstliche Zeit.
00:07:50: Schittstorms vor AfD, leichte Nacken einzieht und Gefälligkeit ist nicht publikumsorientiert hat.
00:07:57: Sie steigt Bügel für die falschen
00:08:00: Kräfte.".
00:08:00: Geht nicht auch die Kreativität verloren bei zunehmender Bürokratie, Reglementierung und vor allen Dingen Optimierung?
00:08:08: Ja, natürlich.
00:08:08: Das ist ein Thema und das was Kilian gerade anspricht finde ich auch total wichtig.
00:08:13: Ich gebe dir auch recht und ich suche aber und dass es sozusagen immer Teil meiner Aufgabe gewesen genau die Lücken darin möglichst viel Freiheit zu haben unterhaltend, aber auch Intelligenz zu erzählen.
00:08:27: Weil ich glaube Filme müssen uns doch irgendwie beflügeln wenn wir ihn gesehen haben und das kann wirklich eine Komödie genau... Das gilt für alle Genres will ich sagen ja es ist doch toll wenn man irgendwas mitnimmt nachdem an einen Film gesehen hat ein Gefühl ein Wissen irgendetwas durchdrungen zu haben eine Figur die einem zunächst schräg erschienen und dann aber irgendwie sympathisch wurde.
00:08:51: also da sind ja manchmal ganz kleine Moves Und im Moment ist vielleicht eher die Zeit dieser kleinen Moves und diese große Freiheit, radikaler zu erzählen.
00:09:02: Das sehe ich im Fernsehen im Moment auch nicht.
00:09:05: Wir sind viel mehr... in diese Formate eingekastelt und müssen Formate bedienen oder eben das, was die Redaktionen glauben.
00:09:16: Was der Publikumsgeschmack ist?
00:09:17: Auch das ist natürlich eine Suchbewegung!
00:09:19: Also was ist denn der Publikumsgeschmak?
00:09:21: Woran macht man das denn fest?
00:09:23: nur an der Quote?
00:09:25: Die Quote kann zufällig sein weil am auf der anderen Seite liefen Fußballspiel, dass hatte ne höhere Quote.
00:09:30: also es ist sehr schwer einzuschätzen und alle suchen.
00:09:34: Also ich glaube, es gibt eine große Unsicherheit weil es um die Legitimierung dieses öffentlich-rechtlichen Rundfunks geht und diese Legitmierung braucht politischen Halt.
00:09:46: Die braucht eine Mehrheit in der Gesellschaft und deswegen will man's allen recht machen und dann kommt man irgendwie nicht auf den grünen Zweig und wird so beliebig
00:09:54: Und schafft sich am Schluss selber ab.
00:09:56: Und das ist die Gefahr.
00:09:57: Wenn ich immer beliebiger werde, verliere ich mal die Identität, verliehe ich meine Stärke... Ich finde in Krisenzeiten wie jetzt müsste man seine Stärken herauskehren mutig sein und nicht gefährlich werden und auch nicht den Kreativen, d. h., uns kreativen die wir in der Mitte stehen und eigentlich des Zentrums seien sollten wenn es um den Impuls von Projekten geht auf jeden Schritt und tritt quasi... Wie soll ich das sagen?
00:10:22: Betutteln!
00:10:22: dass nicht nötig, wir wissen schon wie unsere Arbeit geht.
00:10:25: Und das ist im Moment in einer Übervorsicht auf jeden Fall irgendwie den Zuschauer zu treffen bleibt die Haltung stecken und das ist halt das Dramatische weil bei den Zuschauern und Zuschauern die Chance rauben wirklich die Realität zu sehen.
00:10:39: sondern was wir im Moment gerade machen ist Wir beschönigen, wir glätten Das führt nicht dazu dass eine demokratische Gesellschaft stärker wird Sondern dass wir eigentlich in die völlig falsche Richtung gehen.
00:10:50: Aber ich will mal was Positives sagen.
00:10:52: Ich war im Bürgermeisterpreis in der Jury, in diesem Jahr in München und habe dadurch quasi das gesamte Film schaffen – das ist natürlich nicht das Gesamte!
00:11:01: Das ist auch schon eine Auswahl die da getroffen wurde an Fernsehfilmen und Serien gesehen.
00:11:06: Und es hat unheimlich Spaß gemacht weil ich auch festgestellt habe.
00:11:10: Natürlich gibt es viele Sachen, die sind sehr angepasst aber es gibt auch immer wieder Ansätze von radikalem Erzählen, erfrischenden Erzäheln, neuem Erzählen.
00:11:21: also man findet schon die Perlen und das sind auch alles meist zu meist öffentlich beauftragte Produktionen gewesen, die ihre Berechtigung hatten und mich in vielerlei Hinsicht wirklich überrascht haben.
00:11:34: Also es gibt es noch.
00:11:36: Das ist so mein Ankerpunkt sozusagen
00:11:39: Ja, mal egal.
00:11:40: Du musst auf Quote überhaupt nicht achten!
00:11:42: Du hast ein paar Leute um dich herum die sehr unterschiedliche Geschmäcker haben und einen Filmfest ist ja am Ende so ... ich sag jetzt mal so'n Biotop von sehr, sehr unterschiedlichen Stilrichtungen, Erzählweisen usw.
00:11:57: Hast du das Gefühl dass du noch ausreichend spektakuläre Filme für deinem Biotoop findest?
00:12:02: oder wird es weniger?
00:12:04: Weil die Leute alle kein Mut, kein Geld für mutige Dinge bekommen?
00:12:08: Nein.
00:12:08: Ich finde schon es gibt weiterhin viele großartige Filme und ehrlich gesagt ich habe nicht genug Sendeplätze also nicht genug Slot bei mir.
00:12:16: das ist mehr mein Problem.
00:12:18: wir versuchen... Also wir sind mehrere mit einem Programmenteam.
00:12:21: Wir versuchen auch neue Stimmen zu entdecken.
00:12:25: Wir wollen aber weiterhin Platz haben für diejenigen, die schon gezeigt haben, dass sie was können und wir wollen überrascht werden, wir wollen auch edgy zeigen... Auch wenn es nicht unbedingt unser Geschmack ist!
00:12:37: Es geht nicht um unsere Geschmacks!
00:12:38: Wir wollen wirklich versuchen aus dem Jahr, was wir da finden komplettes Diverses zu zeigen und das nach Hamburg zu bringen.
00:12:50: Und natürlich, wir haben im Kopf immer auch das Hamburger Publikum.
00:12:54: Ich will auch versuchen dass die Hamburg auch überraschend Überraschungen erleben.
00:12:59: Und dann dieses Jahr lade ich zum Beispiel eine der größte Komödie aus Freunkracht Die Toledano Nakash.
00:13:06: Das sind die Jungs die ziemlich beste Freunde gemacht haben kommen nach Hamburg und die werden sogar eine Masterclass geben über Humor, weil das ist wieder eine Sache, die für mich total wichtig ist.
00:13:19: Ich sehe wahnsinnig viele dystopieren.
00:13:22: Wahnsinnig viel dystopien!
00:13:24: Und es ist auch richtig, weil die Filmemacher sich mit den jetzigen Zeiten auseinandersetzen.
00:13:31: aber mir fehlt manchmal ein bisschen ...positiver, das Narrativ fehlt mir manchmal.
00:13:38: Weil am Ende die Leute müssen... Also ich schulde denn was!
00:13:43: Die nehmen sich Zeit und bezahlen Geld.
00:13:46: Und dann müssen sie einen Schritt ins Kino.
00:13:49: Deshalb versuche ich auch Sachen zu zeigen, die auch positiv sind und nicht nur Dystopie.
00:13:56: Da gehe ich zurück zur Kilian.
00:13:58: Ja man darf nicht so... Alle gleich erzählen und so was, aber trotzdem wünsche ich mir von den Filmemacherinnen manchmal ein bisschen positive Einstellungen.
00:14:08: Ein bisschen mehr Hoffnung.
00:14:10: Weil für
00:14:11: Angst
00:14:12: sind die anderen zuständig.
00:14:14: Die sind da!
00:14:15: Und die erzählten uns ständig dass alles dem Bach untergeht und sowas... Ich finde als Filmfestival versuche ich auch diese andere Stimmen zu geben, weil ich fest davon überzeugt bin.
00:14:27: Dass in unserer Gesellschaft ihn zusammen sein eine Kraft besteht.
00:14:32: und nicht umsonst gibt es bei uns in Hamburg der Tag des freien Antritts.
00:14:37: am dritten Oktober haben alle Zeiten und die Leute können dann fahren ins Kino gehen und wir übernehmen einfach das Ticket Und die Leute lassen sich auch auf Filme ein, die sie normalerweise nicht sehen würden.
00:14:49: und dafür sind wir auch
00:14:50: da.
00:14:51: Ja, das ist eine ganz tolle Einrichtung.
00:14:53: Die ihr da ins Leben gerufen habt finde ich also weil es wirklicher Leute in's Kino holt die vielleicht ne andere Hemmschwelle haben Also des Geldes wegen und plötzlich wenn was umsonst ist dann kommt man.
00:15:05: Und ich finde dass genau richtig dass ihr das gemacht habt.
00:15:09: also super
00:15:11: Achtung Achtungen Werbung!
00:15:14: Einfach immer am Start die HVV Switch App für euch Damit ihr jedes eurer Ziele in Hamburg und Umgebung erreichen könnt, einfach schnell und direkt ermöglicht die HVV Switch App euch den unkomplizierten Kauf von HVVO Tickets.
00:15:31: Zusätzlich dazu könnt Ihr mit der App ein Sixth Share, Share Now oder Miles Automieten einen Tier- oder Voi E-Scooter oder Moja Shuttle buchen um bequem von A nach B zu gelangen.
00:15:44: Weitere Infos unter www.hvv-switch.
00:15:51: Das war ein Konsum-Hinweis.
00:15:55: Kilian Humor Workshop, hört sie das für dich attraktiv an?
00:16:00: Total!
00:16:02: Ich habe gerade zwei Komödie fürs Kino die wir in der Vorberatung haben und die Finanzierung gehen.
00:16:07: von daher wäre es für mich genau so richtig, da muss ich mir noch erkundigen, wo es ist und wanns ist.
00:16:10: Nein, ich stimme total mit dir über einmalika Gerade was das Kino angeht, da gibt es auch einen Unterschied zwischen Kino und Fernsehen.
00:16:18: Ich glaube ich würde nicht die selbe Überschrift für beide Spaten sozusagen setzen.
00:16:22: Ich finde im Kino Leute mitzunehmen zum Lachen zu bringen... Da ist ja in Deutschland immer noch so ein Gut drauf.
00:16:28: wenn man Komödie macht dann ist immer spitze Finger weil man sagt naja es ist für die Leute aber für die Kunst.
00:16:34: machen wir dann die anderen Filme die große Kunst des Leute zum Lachen zu bringen oder auch beides lachen und weinen in einem Film, das ist natürlich toll.
00:16:42: Und es ist gerade in der Zeit, da stimm ich über ein mit dir sehr wichtig weil wir gerade das Zusammenrücken, das Zusammenleben, das zusammen leiden und lachen wieder lernen müssen denn es geht ja grade um die Mitte Es geht um die vielen Zuschauer in der Mitte die wir ins Kino bringen müssen damit wir diesen politischen Kinoraum mit uns besetzen und es finde ich total richtig.
00:17:08: Und Komödie ist da zum Beispiel ein sehr, sehr guter Weg.
00:17:11: Aber schwer!
00:17:12: Das Schwerste überhaupt.
00:17:13: also das muss man einfach sagen... Entschuldige Kirchen, dass ich das sage aber es gibt nicht so viele Kolleginnen von dir und auch Drehbuchautoren die das gut können.
00:17:22: insofern ist so ein Workshop toll.
00:17:23: wir schauen doch immer ein bisschen neidvoll auf Frankreich wie sie das schaffen eine Komödie nach der anderen rauszuhauen, die aber auch noch irgendwie Substanz hat über die man reden kann.
00:17:34: Die nicht einfach nur so ... Nur Komödi ist sondern die Gehalt hat und auch ne Haltung hat.
00:17:41: Und man kann in diesem Genre glaube ich gut mit Haltungen erzählen.
00:17:44: Nur da haben wir es tatsächlich in Deutschland extrem schwer weil mir geht das mit den Dystopien auch wahnsinnig auf dem Wecker.
00:17:51: Ich kann das gar nicht mehr
00:17:51: gucken
00:17:53: scheint mir so leicht ein negativer Blick in die Zukunft, weil der liegt so auf der Hand.
00:17:59: Aber wir müssen uns doch alle darum kümmern wie wollen wir leben?
00:18:02: Wie wollen wir besser miteinander leben?
00:18:04: und ich habe mich gestern Abend auch gefragt, wie kann ich denn als Produzentin in dieser Gesellschaft quasi für nicht einfach nur für gute Laune sorgen sondern was kann ich beitragen?
00:18:16: dass diese Welt ein ganz kleines bisschen von meiner Seite besser wird Meine ich, liegt auch schon an den Inhalten und der Art zu erzählen.
00:18:26: Wie kann man etwa positiv rausgehen?
00:18:28: Und wie kann man Gemeinschaft stärken?
00:18:31: Dafür ist das Kino ein toller Ort und vermutlich auch der beste Ort überhaupt aber auch für die Menschen, die Zuhause sitzen und berieselt werden wollen.
00:18:42: Aber vielleicht gibt es ja auch eine Berieselung mit Sinn
00:18:46: Berieselung mit Sin Malika, du hast jetzt schon zwei Stoßrichtungen vorgegeben.
00:18:50: Am Anfang des Gesprächs hast Du gesagt jeder soll sich Ende September in den Kalendereintragen nach Hamburg kommen.
00:18:56: das heißt das sind die Auswärtigen.
00:18:58: zum zweiten haben wir die Leute die sich sonst Kino möglicherweise nicht leisten können oder wollen wie auch immer die am dritten Oktober gratis ins kino gehen können.
00:19:07: für wen ist denn das filmfest jetzt am ende?
00:19:10: nennen mal deine unterschiedlichen zielgruppen
00:19:13: für alle Hamburger und Hamburgerinnen.
00:19:16: Aber ich hatte das Glück, dass das letzte Jahr von Albert Wiederspiel von meinen Vorgängern eine große Umfrage gemacht wurde in der Kultur.
00:19:25: Und die Leute, die zu mir kommen, heißen Ulrike sind einfünfzig Jahre alt und haben studiert!
00:19:32: Das ist das Publikum, was zu mir kommt.
00:19:34: Dann habe ich gesagt es ist super weil diese Leute sind total treu und die kommen weiterhin.
00:19:39: Aber ich wollte natürlich darüber hinaus andere Leute auch ansprechen.
00:19:43: Und mit dem Tag des Reinhardtritts gehe ich natürlich an Menschen, die uns zum Beispiel gar nicht kennen, die durch unsere Community arbeiten.
00:19:49: Wir arbeiten sehr viel mit verschiedenen Communitieren, die wir auch kontaktieren und wir pflegen die Kontakte und dann kommen sie mit ihren Leuten zu uns.
00:19:58: Leute, die Filmfest überhaupt nicht
00:20:00: kennen
00:20:00: oder Leute lachst Sie glauben, dass das Film fest ist was elitäres.
00:20:09: Diese Frankreich-Filme, die mir keiner versteht.
00:20:11: Sie haben eine lange Dialoge und habe ich schon mehrmals gehört.
00:20:14: Nein!
00:20:15: Wir zeigen alles.
00:20:16: Das ist das Tolle von kleinen Dokumentarfilmen, sehr experimentäle Sachen oder große Kommodien.
00:20:22: wie gesagt natürlich die großen Filme wir haben fast alle kein Preise.
00:20:28: wieder bringen wir nach Hamburg.
00:20:30: Und wie gesagt, wir bringen nicht nur Filme, das ist wichtig zu verstehen.
00:20:33: Ich versuche auch die Macherinnen nach Hamburg zu bringen weil für mich geht es um Begegnungen Gespräche und dann ist man nach belohnt.
00:20:41: Und junge Leute mittlerweile durch unsere Social-Mediaaktiviten Daten sind wir natürlich an einem jungen Publikum, auch viele Studentinnen und StudentInnen darüber hinaus.
00:20:51: Und jetzt mit unserer Jüngere Sektion.
00:20:54: Wir heißen nicht mehr Michel.
00:20:56: Ich wollte dass das Festival viel alles ist.
00:20:59: und nicht nur Michel ist getrennt sondern es ist jetzt alles gelb und das heißt jetzt Wim Fels Junior.
00:21:05: Das war mir auch wichtig.
00:21:06: Also ich will versuchen wirklich alle Hamburger und heile Hamburgerinnen zu sagen Kommt zu uns und guck dir das an.
00:21:12: Aber es ist ja auch eine Leistungsshow für Fachpublikum, Kilian.
00:21:16: Du gehst da nicht hin, weil es so leckeres Popcorn gibt im Kino?
00:21:20: Sondern was ist denn für dich so ein Besuch bei einem Filmfestival?
00:21:26: vielleicht gar nicht mal hier in Hamburg?
00:21:28: Du fährst da möglicherweise auf woanders hin irgendwie die Idee.
00:21:33: Warum fährste du zum Filmfestivel?
00:21:35: Ich glaube einmal nimmt man sich Zeit für Filme und das noch mehr als wenn man im Alltag ist Siehst du neue Sachen?
00:21:42: Du siehst mit anderen Augen und du siehst aber auch wirklich Filme, die du sonst nicht sehen würdest.
00:21:47: Du kriegst Inspirationen!
00:21:48: Ich finde das extrem inspirierend weil er ja auch vier Tage in Cannes und fand es wahnsinnig aufladend.
00:21:54: also du gehst sozusagen mit voller Batterie nach Hause und nimmst diese ganzen Eindrücke mit.
00:22:00: wo steht Kino?
00:22:00: gerade der Kontext In Cannes ist ganz vieles auch Kontext.
00:22:04: Also du merkst richtig wie die Filme auch dafür gemacht sind dass man danach ganz viel über sie redet Und dieser Kontext ist natürlich was anderes, als wenn du nur ins Kino gehst ganz normal.
00:22:12: Und glaube ich die so, dreihundertzig Grad Sicht auf ein Film zu haben – das ist bei Festivalz ganz toll!
00:22:17: Du kannst dich mit anderen auseinandersetzen und dich austauschen.
00:22:21: Ich glaube, dass es sehr reizvoll für Filmemacherinnen und Filmemachern ist.
00:22:25: Heike?
00:22:26: Hast du noch mal einen anderen Blick da drauf oder einen anderen
00:22:27: Punkt?
00:22:28: Nein, das ist tatsächlich ja ein Ort der Begegnung.
00:22:31: also man freut sich ja, Tatsächlich auch viele Menschen, die nicht aus Hamburg kommen, nach Hamburg kommen.
00:22:36: Die man dann hier treffen kann und ihre Filme präsentieren.
00:22:40: Ich freue mich da immer.
00:22:41: Das ist manchmal tatsächlich für mich oder auch für uns wirklich.
00:22:45: Für dich wird es auch so sein wie ein Klassentreffen weil man eben viele bekannte Gesichter, Schauspieler und andere Kollegen trifft Und es ist immer eine Werkschau, also über das was wir machen in Deutschland ist eben die Internationalität für mich auch wichtig.
00:23:01: Weil ich plötzlich erstens einen Blick in Länder werfen darf indem nicht vielleicht selbst nie war oder auch nicht hinkomme.
00:23:09: Wir haben das an den ganzen Iran Filmen gesehen.
00:23:11: Das ist jedes mal doch ein.
00:23:15: Wir erleben politische Zustände oder erfahren politischen Zuständen und plötzlich schauen wir den Menschen dabei zu, wie es denen geht durch eine erzählte Geschichte.
00:23:23: Das ist mit Afghanistan das ist einfach... Es sind immer so ein paar Perlen dabei gewesen jedes Jahr für mich wo ich das Gefühl hatte da hat sich mein Horizont erweitert Da wäre ich nicht drauf gekommen weil es nicht in meinem kulturellen Umfeld existiert dass was mir erzählt wird Und das ist super toll wenn das Malika und früher Albert gefunden haben und uns zeigen.
00:23:47: Man hat viel zu wenig Zeit, also man kann gar nicht... Es müsste eigentlich für so ein Film schaffen wie wir es noch länger gehen damit man auch die Chance hat weil dadurch dass so viele Leute dann in der Stadt sind hat man auch wieder Termine und Verabredungen und kommt da nicht oft ins Kino wie man will.
00:24:02: aber das ist ein super Angebot für die Stadt.
00:24:05: ganz praktisch wieviel Filme an einem Terrassus schon geschafft?
00:24:08: bei mir waren's mal vier und als ich dann damit durch war waren die Handlungen und die beteiligten Schauspieler teilweise schon miteinander verschwommen.
00:24:18: Also ich muss sagen, ich kann bis fünf ... Und ich liebe das!
00:24:22: Wenn ich dafür mir Zeit nehme wirklich morgens ins Kino zu gehen und abends rauszukommen, dazwischen irgendwie ein Wasser trinke und dann geht's aber auch weiter... Das lieb' ich auch.
00:24:32: bei Jury-Arbeiter guckt man ja auch wirklich hintereinander weg von morgens bis abends um zehn und diskutiert da zwischen.
00:24:39: Am schönsten ist das natürlich, dass mit Menschen zu machen, mit denen man dann auch redet.
00:24:44: Also ganz allein ist es ein bisschen traurig weil man das ja alles alleine verarbeiten muss.
00:24:49: Aber fünf Filme heutzutage ist schwierig zu schaffen, weil die Filme werden immer länger.
00:24:54: Das ist
00:24:55: wirklich ein Problem Lars!
00:24:56: Früher hat man einfach ... Ein Film hatte anderthalb Stunden und dann wusstest du, worauf du dich einlässt?
00:25:02: Und jetzt kann wenn wir fünf Filmen kalkulieren pro Person für uns, dann kommen wir in der Brudulio, weil manchmal ein Film dauert über drei Stunden... Dann schaffst du das nicht!
00:25:11: Das ist verrückt!
00:25:12: Also mein Appell an die Regisseureinnen und Regisseuren und Produzenten Denkt an das Publikum.
00:25:20: Das ist schwierig wirklich!
00:25:22: Nicht jede Film braucht drei Stunden, nicht jeder Erzählung und jede Geschichte braucht drei
00:25:27: Std.,
00:25:28: denkbietern uns.
00:25:29: Da mache ich gleich Werbung für Vaterland weil der Film schafft es so auf den Punkt und jeder sollte ihn sich angucken was mit Filmen zu tun hat weil er in ganz kurzer Zeit eine so komplexe Geschichte erzählt und so wunderbar erzählt.
00:25:43: Und da hat sich der Regisseur sehr genau Gedanken gemacht, was er einfach weglassen kann und wo er seinen Fokus hinrichtet.
00:25:50: Das ist manchmal bei Filmen beliebig.
00:25:52: Da würde ich gerne im Schneideraum sitzen und noch ein bisschen kürzen!
00:25:56: Wenn man sich auf den Film fest bewegt, hat man ja vorher gar keine, also in den meisten Fällen keine Zeitungskritiken, keine Werbung gesehen und so weiter.
00:26:04: Das heißt, man kann in das Programmheft reingucken kurz gucken ob einem die Handlung gefällt, die beteiligten Schauspieler und dem Zwe... Also im besten Fall hat vorher niemand diesen Film gesehen!
00:26:15: Wann war denn bei dir das letzte mal die Situation lieber Kilian?
00:26:18: dass du ein Film gesehen hast und danach so völlig weggeblasen war.
00:26:22: Du hast gesagt, boah das war richtig toll!
00:26:23: Ja das war tatsächlich ein Karten, da habe ich Paper Tiger von James Gray gesehen die ich sehr sehr mochte.
00:26:27: Das ist eigentlich ein klassischer Swiller.
00:26:29: Ich glaube es war vielleicht auch weil ich mir davor ganz viel klassisches Arthaus angeschaut habe, was ich auch sehr schätze aber vielleicht nicht ganz ab meine Alley ist Aber mit sehr viel Interesse gesehen habe.
00:26:39: Und dann habe ich paper tiger gesehen.
00:26:42: Scarlet Your Hands und Adam Driver.
00:26:44: Toller Film, ich mochte ihn sehr.
00:26:46: So ein Sidney Lemay Film kann man sagen.
00:26:49: Also in dem ganz, ganz spannend einfach und gut erst well unterweich das ich weiß nicht als ganz originär als Zuschauer saß sich da und gesagt boah!
00:26:59: Ein Klasse für mich war kurz davor zu applaudieren hätte ich auch mal applaudiert in Cannes aber hab's ja nicht gemacht.
00:27:05: die anderen gingen auch alle aber ich fand es echt einen tollen Film.
00:27:08: Und Heike, bei dir?
00:27:09: Bei mir war es tatsächlich Vaterland.
00:27:11: Ich hatte gar nichts darüber gelesen.
00:27:13: ich wusste nur Thomas Mann und dachte okay gucke ich mir an Bildungsbürgertum und war wirklich geflasht von der Art der Erzählung, von der Darstellung und auch von diesem Konflikt beiden politischen Seiten gerecht zu werden nämlich in Weimar also im Osten ist ja die Thomas Mann Reise zurück mit seiner Tochter Erika.
00:27:37: Er ist ja mit seiner Frau eigentlich gereist im wirklichen Leben.
00:27:42: Aber das haben die sehr gut verdichtet, wie jemand aus dem Exil zurückkommt und seine Heimat sucht.
00:27:49: Und was ist aus dieser Heimat geworden?
00:27:51: In welche Richtung entwickelt sich welches politische System?
00:27:55: Wie entscheidet man sich?
00:27:56: Das ist so kompakt erzählt.
00:27:59: also mich hat der Film wirklich auch weggeblasen.
00:28:02: Malika wenn man jetzt die Anzahl der Filme sieht Wie viel Prozent findet ihr und wieviel Prozent werden euch angeboten?
00:28:09: Ich stelle mir vor, du hast manchmal die Situation eines Fußballmanagers.
00:28:13: dem zahlreiche Spieler angeboten werden, die schönsten Szenen sind zusammengeschnitten und er sagt so der wird deiner Mannschaft jetzt weiterhelfen.
00:28:22: Wie sieht das aus?
00:28:23: Ich könnte ja nicht sagen wie viele Prozent haben weil wir machen so viel Arbeit.
00:28:27: also wir haben soviel Arbeit vorher.
00:28:28: Wir wissen zum Beispiel wann die Filme ungefähr fertig sein wären Also nach dem Festival zum Beispiel.
00:28:36: dann Wissen wir schon, welche Filme nächstes Jahr für uns in Frage kommen könnten?
00:28:41: Das heißt, wir sind manchmal direkt mit dem Regisseur der uns schreibt.
00:28:45: Okay, ich bin jetzt angeladen und werde da und da laufen.
00:28:50: Wir wissen die Deutschlandprämierer ist frei und könnte zu uns kommen.
00:28:53: Und das Gleiche mit den Produzenten und Produzentinnen.
00:28:57: Das heißt es ist sehr offen!
00:28:59: Ich weiß schon von zum nächsten Jahr
00:29:01: z.B.,
00:29:02: ja natürlich weil sie hier auch schon am Drehen sind fragt haben, kannst du dich vorstellen?
00:29:08: Und ich bleibe natürlich dran an diese Leute.
00:29:10: Es sind schöne Mischungen.
00:29:11: also proaktiv gehen wir auf die leute und viele kommen noch auf uns zu Natürlich und dann muss man die Entscheidung treffen und das tut weh.
00:29:20: Kilian wir leben in politischen Zeiten Das haben wir schon immer getan aber jetzt in sehr prekären Zeiten wie sehr wird sich das denn auf deinen tun und handeln aus?
00:29:29: Also Du bist ja wenn Ich das von meiner Perspektive Aussehen darf hast Ja sehr viel tatsächlich Filme produziert, wo Dinge tatsächlich passiert sind.
00:29:40: Also dem Bartakladenfilm Gladbeek und so weiter... Ist das eine Sache die dich jetzt gerade so beschäftigt?
00:29:48: Natürlich!
00:29:49: Also filmisch meine ich
00:29:50: auch.
00:29:50: Filmisch beschäftigt als Mensch beschäftigt mich das und dann will ich das.
00:29:53: natürlich muss sich das ja verarbeiten sonst es geht da gar nicht voneinander zu trennen und es beunrückt einen natürlich was ich eben schon gesagt habe.
00:30:01: ich glaube wir brauchen für Viele Menschen in Deutschland, die gerade vielleicht in Schrecken erstarrt sind, filmen die Berühren.
00:30:13: Die sie die Sprache wiederfinden lassen und wie man das macht über eine Komödie?
00:30:18: Ich finde die kann auch politisch sein weil sie bringt viele Leute zusammen oder indem man ein Thema behandelt wie den aufkommenden Faschismus also eins zu eins behandelt.
00:30:28: Das ist alles möglich.
00:30:28: Man sollte es nur so tun, dass das erfahrbar ist und es noch Kunst bleibt.
00:30:31: Also ich habe gerade einen Film den ich jetzt nicht nennen will am Freitag gesehen im Kino der sich färblich in einem Statement ergeht am Schluss wo ich wirklich sauer aus dem Film rauskomme, der will das Richtige aber macht agate-prop draus.
00:30:43: Das finde ich dann wieder schade.
00:30:44: Ich finde Kunst sollte erfahrer sein, ambivalent sein.
00:30:48: Sollte die Gegenseite auch erfahrber machen auch wenn sie mir überhaupt nicht... passt im Film, was sie gerade äußert und ich sie bedrohlich empfinde.
00:30:56: Aber in der Kunst muss es erfahrbar bleiben, sonst kann ich ein Lackard machen und das
00:31:00: hochhalten.".
00:31:02: Heike wie sehr sind denn deine Filme politisch?
00:31:06: Also stehst du doch eher eigentlich für Fernsehfilme die erstmal Unterhaltung groß geschrieben haben oder?
00:31:14: Ich weiß nicht, also wenn ich so ein Film so laut du kannst der sich mit dem Thema Missbrauch und Machtmissbrauch im sexuellen Bereich beschäftigt oder Aufbruch in die Freiheit der sich damit mit §.
00:31:30: Oder
00:31:31: hast du an die falschen Filme gedacht?
00:31:33: Es gibt in der Tat auch zwei Seiten.
00:31:37: Ich führe ja eine Firma, die sozusagen auch leben muss.
00:31:41: Man muss immer einerseits schauen, dass man gute Unterhaltung macht, die man verkaufen kann und die gesehen wird von der Firma auch leben kann.
00:31:51: Und man muss gleichzeitig auch Inhalte suchen – das haben wir immer getan!
00:31:55: Da lag mein Fokus sehr stark auf Frauen.
00:31:59: wen wundert es.
00:32:01: Das war immer schon sozusagen ein Fokus von mir.
00:32:05: und vor allem auch Entwicklung von Frauen, natürlich nicht nur Missbrauch sondern wohin geht die Reise?
00:32:11: Wohin nehmen wir Verantwortung?
00:32:13: was bedeutet das für berufstätige Frauen?
00:32:16: Was bedeutet das mit Kindern?
00:32:17: davon habe ich sehr viele Geschichten erzählt auch im unterhaltenden Bereich aber immer sozusagen mit dem Fokus eine positive Stärkung um das Wort Empowerment mal zu sagen, um Frauen zu empowern.
00:32:32: Jetzt kommt demnächst tatsächlich ein Film ... Den würde ich auch als ... Ja also nicht nur als Eskapismus sondern auch als politischen Film bezeichnen weil da geht es um einen utopischen Lebensentwurf den zwei befreundete Familien an der Elbe im Wendland leben wollen miteinander und quasi Ersatzfamilie füreinander sein wollen.
00:32:54: uns sind Und das dritte Kind ist sozusagen nicht so geraten wie die ersten beiden Kindern.
00:33:01: Ist nicht ein System-Sprenger, wie wir es aus dem Filmsystemsprengern kennen aber er ist ein sehr unbequemes Kind weil es eine Aufladung ich will jetzt nicht die Geschichte erzählen erfahren hat, die auf einer Lüge beruht.
00:33:15: und wenn Menschen, die es eigentlich gut miteinander meinen trotzdem nicht ehrlich zueinander sind dann hat das eine unheimlich zerstörerische Kraft.
00:33:24: Das erleben wir in der Politik, das leben wir in unseren Beziehungsstrukturen.
00:33:29: Und insofern interessiert mich ganz oft auch Familie als kleinste Einheit dieses Staates oder eben Ersatzfamilie von der aus heraus.
00:33:38: Wir ins Gestalten kommen und ins Miteinander.
00:33:42: So wie wir miteinander leben strahlen wir ja auf die Gesellschaft ab.
00:33:47: Das ist alles eins.
00:33:50: Da habe ich immer mehr Geschichten ausgesucht auf die kleine Zelle gucken und versucht daraus was zu machen.
00:34:00: Und politische Geschichten zu erzählen, aber manchmal eben auch größere Themen.
00:34:04: also es gab da eigentlich alles auch Ost-Westgeschichte z.B.
00:34:09: Brunnen auch so eine Ostwestgeschichte.
00:34:12: ich bin sehr politisch interessiert auch engagiert und glaube wir dürfen aber keinen Agit Pop.
00:34:19: ich kenne den Film nicht Kilian Ich ahne was du meinst Aber wir dürfen einfach keinen Agit Pop machen, weil das ist langweilig.
00:34:30: Wie politisch muss und darf denn ein Film fest sein?
00:34:33: Wer man am Ende dann doch Leute auch erreichen will die am dritten Oktober quasi gratis ins Kino gehen.
00:34:38: Die Flat jetzt also nicht die Kinogänger sind, die zweimal in der Woche ihre Flatrate-Karte nutzen.
00:34:47: Ja, ein Filmfestival ist auf jeden Fall hochpolitisch weil du bittest Bühnen an und das heißt wenn du dich für einen Film entscheidest, für eine Stimme entscheidst, für ein Land entscheiderst dann hast du schon deine politische Stimme.
00:35:01: Und meine von mir zu erwarten was nichts Politisches zu machen ist schwierig.
00:35:05: ich bin Frau mit Migrationshintergrund wohne in Deutschland.
00:35:10: Also wenn ich nicht politisch wäre, wäre das ein Problem finde.
00:35:13: Ich nur zu meinen Stimmen im Moment mit meine Kollegen und Kolleginnen auch genau das.
00:35:19: Ich
00:35:19: darf was gestalten!
00:35:21: Und das ist so ein Riesenluxus und deshalb bringe ich alle Stimmen und alle Identitäten.
00:35:28: Alles wird bei mir zu sehen sein und sie sind doch alle auf dem roten Teppich zu sehen und zutreffen.
00:35:36: Kellian am Ende kann man ja wahrscheinlich alle höchstens einmal im Jahr vielleicht alle anderthalb Jahre einen Film machen.
00:35:44: Jetzt hast du gesagt, na klar dich berühren Dinge persönlich?
00:35:49: An welcher Stelle triffst du denn dann die Entscheidung?
00:35:52: okay das ist es jetzt der Stoff wie lange dauert sowas?
00:35:56: also ich sag mal Das ist schon ein paar jahre her dass der butterklanden film raus kam und du ausgerechnet als deutscher diesen dieses thema verfilmen durftest quasi ein buch verfilmt durfte eines Betroffenen der seine Frau eben bei dem Angriff sozusagen, beim Amorglauf in dem Pariser Club verloren hat.
00:36:18: Naja das war ja eines der schnellsten Projekte die ich hier hatte.
00:36:22: Das ging glaube ich von Tür zu Tür drei Jahre.
00:36:24: Das ist aber schon wahnsinnig schnell gewesen.
00:36:26: Normalerweise dauert es länger.
00:36:27: Das heißt wenn du an Thema hast was gerade sehr aktuelles musst du abwägen wie du es erzählst.
00:36:34: Wenn man jetzt etwas zum Ukrainekrieg erteilt zb bis der Film draußen ist.
00:36:39: Es ist entweder noch viel, viel schlimmer oder der Krieg ist vorbei.
00:36:43: also wir sind in so schnell sich verändernden Zeiten dass du Mehr finden musst, als du das aktuelle.
00:36:49: Du musst natürlich immer das allgemeingültige drunter finden!
00:36:52: Es kann auch echt eine Gefährdung sein wenn du zu aktuell erzählst weil in drei Jahren schon wieder altes Eisen bist mit so einem Thema und die Leute sagen davon habe ich jetzt gerade mal genug dass wir dich nicht nochmal sehen.
00:37:03: also das Beispiel war ja die gut gemeinten Filme über Corona die nach Corona getreten werden sollten die keine weil man froh war, dass man die Maske endlich vom Gesicht hatte.
00:37:13: Und ja von daher glaube ich mich reizt das immer wieder.
00:37:17: Ich kann mich auch gar nicht gegen wehren wenn so ein Thema ... Wenn die jetztige politische Lage dazu nichts zu sagen wäre verhängnisvoll und dann ist es mir auch wurscht ob ich zu spät oder zu früh oder sonst wie komme?
00:37:28: Dann gibt man alles rein und hofft, dass der richtige Ansatz ist und dass das Menschen bewegt, dass etwas bewegt.
00:37:35: Dann will ich auch nicht zu kalkulieren sein, sondern dann muss man doch alle Kraft reinsetzen und darauf vertrauen dass das in... Naja es wird so sein.
00:37:43: Es wird in zwei Jahren immer noch Thema sein oder drei Jahren
00:37:47: Aber dafür ist das Tatortformat gar nicht schlecht.
00:37:50: Weil im Tatortformat hat man ja in einem relativ kurzen Zeitraum, kann man ja die ganzen politischen Inhalte zum Beispiel zum Ukraine-Krieg, weil du das gerade gesagt hast oder zu aktuellen Geschehen natürlich filmisch eigentlich ganz gut umsetzen.
00:38:04: Man bleibt natürlich in diesem Tatort-Format – das ist ja klar!
00:38:07: Ja
00:38:09: und es ist mächtig das Tatort Format?
00:38:10: Also was ich schon angedeutet habe.
00:38:12: also ich glaube wenn dann darf der Tatort gerne verstören.
00:38:15: aber wenn er sozusagen immer Weltproblem verbrechen erzählt und der Kommissar, wobei es kommt am Schluss hier nur die Kommissaren zu zweit am besten lösen das ganze Mal.
00:38:26: Wir gehen wieder beruhigt ins Bett und stellen Montagmorgen wieder zum Arbeiten auf.
00:38:29: Das kann's ja nicht sein!
00:38:31: Der Tatort ist eigentlich schon dafür da... Konträr zu denken.
00:38:34: Ich glaube, das wäre sowieso für mich die Überschrift im Fernsehen gerne verstören und im Kino zusammenbringen gerade weil wir ... Das täte glaub ich gut.
00:38:43: also wenn wir beides mal in diese... Also für mich ist es die Richtung jedenfalls.
00:38:47: Ich hab' mich bei Kino in den letzten Jahren durchaus ein ambivalentes Thema waren hochambivalentes thema mit einem Ende für mich und für den Film der Schade war weil Teile der Presse wirklich sehr politisiert über diesen Film im Vorhinein berichtet haben.
00:39:04: Trotzdem, oder gerade deswegen ist für mich die Lösung nicht in Ambivalenz Nein zu sagen und zu Ende sagen aber noch mehr dahin zu gehen wie der Ganz für Publikum zu erzählen und sich nicht, wie soll ich es sagen?
00:39:21: Nicht nur die Ambivalenz zu kochen sondern ich glaube das muss darüber hinausgehen.
00:39:24: Aber ich glaub' nicht dass das Verstörende im Fernsehen uns weiterbringt.
00:39:28: ganz ehrlich weil Ja, beim Tatort vielleicht.
00:39:31: Aber ansonsten ist schon die Tagesschau davor und das heute schon mal verstörend genug.
00:39:36: also ich glaube dass man mehr Verstörung ehrlich gesagt in einem sehr anstrengten alltachtig aushält.
00:39:42: Die gute Nachricht ist, dass wieder mehr Leute ins Kino gehen.
00:39:46: Mehr Leute als vor der Corona-Pandemie ins Kinos gegangen sind und vor allen Dingen auch der deutsche Film tatsächlich im ersten halb Jahr einen Marktanteil von zwanzig Komma vier Prozent erreicht hat Malika.
00:39:59: Das ist
00:39:59: toll!
00:40:00: Das ist doch für den Filmfest super?
00:40:02: Ich meine, das Hamburger Filmfest wird ja sehr stark auch geprägt vom NDR oder beziehungsweise von Fernsehfilmen.
00:40:08: Aber macht
00:40:09: sich das bei dir schon bemerkbar?
00:40:12: dass das Kino wieder langsam in den Tritt kommt?
00:40:15: Ja, bei mir ist es so, wieso?
00:40:17: ich gehe ständig ins Kino.
00:40:18: Aber nein!
00:40:19: Es ist toll zu sehen, dass die Zahlen gut sind und vor allem, dass junge Leute auch ins Kno gehen.
00:40:24: Darum geht es auch, dass wir sie nicht verloren haben wie alle gedacht haben.
00:40:28: Das heißt wenn man noch Filme macht, die auch zu jungen Leuten passen dann gehen Sie wieder ins Klo und das ist sehr freundlich.
00:40:35: Und für den deutschen Film auch, ich meine die Lücke.
00:40:38: Ich meine man kann sagen was man will.
00:40:40: Dieser Film ist fantastisch!
00:40:42: Ja klar,
00:40:43: was will man denn sagen anderes?
00:40:44: Nein im Sinne von Lachen,
00:40:46: Weinen
00:40:47: weißt du und über unsere älteren Große Leute.
00:40:51: Du
00:40:51: lernst viel über die andere Generationen.
00:40:52: deswegen
00:40:53: so toll.
00:40:53: Oh mein Gott der Film ist einfach...ich hab' den so gerne geguckt und dann habe ich sofort meine Schwiegereltern angerufen, die gehen fast nie ins Kino.
00:41:01: Und ich hab gesagt, ihr musst ins Kino gehen.
00:41:04: und dann haben sie auch noch Freunde mitgenommen.
00:41:06: Mittlerweile haben die den dreimal gesehen.
00:41:09: Weil er es einfach gut tut!
00:41:11: Solche Filme sind einfach Geschenke.
00:41:13: Geschenken freu' ich mich auf jeden Fall sehr.
00:41:18: Heike was empfindest du denn als Geschenk?
00:41:20: Was ist für dich ein richtig guter Film?
00:41:24: Also jetzt nicht einer von deinen sondern insgesamt...was zieht Dich in's
00:41:27: Kino?!
00:41:29: Na ja, ich kann gar nicht das an einer Sache festmachen.
00:41:32: Also die Lücke zum Beispiel habe ich auch wahnsinnig gern gesehen.
00:41:38: Ich hatte irre Spaß dran und hab mich gefreut weil ich auf den Roman kannte und weil ich überhaupt diese ganzen Meyerhoff Bücher gelesen hatte und finde dass sie man das ganz toll gemacht hat.
00:41:49: uns senter mit der er davor auch gerade gedreht hatte.
00:41:52: für mich muss... einen Nenner bringen, aber ich möchte überrascht werden.
00:41:58: Ich möchte was Neues kennenlernen und mich unterhalten fühlen.
00:42:03: In keinem Fall mich langweilen ... Wenn ich im Kino auf die Uhr gucke, ist es schlecht?
00:42:08: Ja!
00:42:09: Würde ich sagen.
00:42:09: Also wenn ich so denke, okay, ich hatte gelesen erholt, hundertzwanzig Minuten und wir haben zwanzig Minuten rum.
00:42:16: Dann ist irgendwie wirklich schlecht.
00:42:18: Passiert ja auch muss man sagen.
00:42:20: Ist nicht so dass das nicht passiert.
00:42:22: Doch,
00:42:22: passiert ja.
00:42:24: Und dann fängt es ja im Kopf an zu rattern, warum und wie was langweilt mich da eigentlich?
00:42:31: Dann geht man so ins analytische.
00:42:34: Das Beste ist eigentlich wenn man seine professionellen Blick verliert und sich einfach reinfallen lässt.
00:42:40: das ist wie in so ein Meer ins Wasser springen.
00:42:43: das tue ich auch gern.
00:42:44: also und man schwimmt mit dieser Geschichte mit.
00:42:47: von der ersten Minute Kann ich eigentlich sagen, ist das Allertollste was passiert wenn ein guter Film da ist?
00:42:54: Jetzt seid ihr alle drei gestandene Filmprofis.
00:42:58: Wenn jetzt wieder mehr Leute und von den jungen Leuten ins Kino gehen macht es auch Hoffnung für guten Nachwuchs.
00:43:04: weil ich habe so das Gefühl dass die kleinen Brüder, die sind ja jetzt schon ein paar Jahre dabei immer noch so hochgehalten werden hier in Hamburg So als der film nachwuchskillian Ja auch du bist schon gestandener Filme
00:43:17: machen.
00:43:18: Ja, ja.
00:43:22: Ich unterrichtet wieder den Next-Filmstudent in meiner Hamburg Media School.
00:43:26: Da schaue ich mal nach!
00:43:27: Also ich bin immer... Ach, ich freue mich immer total wenn man auf junge Kolleginnen trefft die wieder mit ihren Vorstellungen kommen und mit einer neuen Frische kommen oder auch mit Politiksplätze kommen und dagegen halten.
00:43:41: Und unsere Generationen wieder herausfordern, das finde ich doch toll!
00:43:45: Also mir ist ja gar nicht bange.
00:43:46: Es wird ja auch genug ausgebildet in Deutschland also da...
00:43:49: Aber ist es nicht auf der einen Seite so wo du auch sagst okay?
00:43:52: Es wird sehr viel Nassigkeit entschieden die auf die Quote geguckt usw.. Da können junge Leute auch gar keine Chance haben, weil wenn die nicht so ein Track-Rekord haben.
00:44:03: Du als Produzentin wirst du dann, ich weiß nicht wann man das Studium abgeschlossen hat Ende zwanzig sagen komm her Und macht das?
00:44:10: Also, ich nenne mal zwei Beispiele.
00:44:12: Ich habe ja vierzehn Jahre unterrichtet Bereichsleitung an der Hamburg-Media School.
00:44:15: Das hat unheimlich viel Spaß gemacht.
00:44:18: Ika Kacak hat Sadaqat gemacht ein wunderbaren Kurzfilm für den er auch den Studenten Oskar gewonnen hat.
00:44:26: Dann hat er das Lehrerzimmer gemacht dann hat da jetzt die gelben Briefe gemacht.
00:44:29: Ja also dafür gibt es ja Platz!
00:44:32: Das wird schon gesehen wenn Leute Talent haben.
00:44:35: Katja Benrat Wartowoto auch ein ganz toller Film auf ein anderes Film.
00:44:40: Wir haben den Kinofilm Rocker zusammengemacht, hat ja einen anderen KinofILM gemacht, jetzt hat dazwischen aber auch Fernsehen gemacht.
00:44:47: also das sind nur zwei Beispiele von da könnte ich sehr viel mehr noch nennen von der Hamburg Mediaschool und wir haben sehr viele Filmhochschulen in Deutschland.
00:44:56: es heißt Talente werden gesehen ja und die werden auch gefördert und kriegen auch Finanzierung zusammen.
00:45:03: Also daran glaube ich ganz fest.
00:45:07: Ja, also du weißt ich war bei der Filmförderung Jahre lang und ich habe schon gesehen dass es in Deutschland sehr viele interessante Stimmen gibt.
00:45:15: Und ich bin fest davon überzeugt das es die immer noch gibt.
00:45:18: Das wird noch interessanter weil jetzt kommen auch die postmigrantische Geschichten dazu.
00:45:24: D.h.,
00:45:25: sie haben auch ihre Geschichte zu erzählen dazu sagen und wenn sich das Ganze für mich das wird richtig toll.
00:45:33: Also ich meine, es ist interessant.
00:45:35: in Frankreich zum Beispiel haben wir sehr viele von diesen Stimmen die es auch sehr weite bringt und in Deutschland passiert jetzt was.
00:45:42: also Ich bin sehr sehr sehr positiv Und wir haben wahnsinnig viele Hochschulen hier Wahnsinnig viel Hochschule also und in Hamburg haben wir auch noch die HFBK.
00:45:51: da kommen noch andere Stimmen.
00:45:53: Ich kenne die Heimesleute und die Hfbk ist total interessant.
00:45:57: also dann mache ich mir gar keine Sorgen.
00:45:59: Meine Frage ist mehr.
00:46:00: Aber
00:46:00: wenn die Nintendo ja weniger mutig werden?
00:46:03: Nein, mein Problem ist mehr was ist mit dem Geld?
00:46:06: also das System lebt schon von Filmförderung da brauchen wir uns nicht lange darüber zu unterhalten und deshalb muss man diese Stimmen auch unterstützen damit sie ihre Filme machen können Und die Konkurrenz ist groß in Deutschland.
00:46:21: das heißt ich frag mich ob hier manchmal vielleicht ein paar Stimmen übersehen werden.
00:46:26: Das ist mehr mal was mir Sorgen macht
00:46:29: Und ich würde gerne anfügen, ich glaube was total wichtig wäre fürs deutsche Kino wäre eine Öffnung weg vom weißen Bürgertum.
00:46:36: Also das... Ich finde immer noch dass wir dadurch, dass es Studiengänge sind wo du in Hamburg zum Beispiel die School musst du einen abgeschlossenen Hochstuhlstudium haben.
00:46:45: Ich glaube, dass ganz viel Direktheit im Kino verborgen liegt in den finanzschwächeren Vierteln und da das Publikum herzuholen, schließt er auch wieder zu dem Publikums-Tag beim Filmfest an.
00:46:57: Das Publikuum eben aus anderen sozialen Schichten ist ein unschönes Wort immer ins Kino zu holen.
00:47:03: Das fände ich toll wenn es gelingt weil ich glaube dass es in anderen Ländern also sich in Frankreich jedenfalls ist dann doch gerade aus den Bereichen eine größere Direktheit Körperlichkeit Robustheit im Kino drin die ich wahnsinnig toll finde.
00:47:16: Also Leslie Miserable zum Beispiel der Filme nicht vor ein paar Jahren, der ein paar Jahre Kino war Ein toller, toller Film.
00:47:24: Der sehr echtes Leben in Bourneu zeigt... Allein dass das mal in Deutschland geschildert wird, also Bourneus ist in Deutschland, dann gehen wir mal in bestimmte Bereiche.
00:47:36: Das findet kaum statt und außer Sonnenbeton fällt mir nichts ein.
00:47:41: Das ist sehr schade aber da ist ganz viel Kino und da ist auch Kino-Publikum Meinung, die sich attikulieren will und gefasst werden will.
00:47:52: Das würde ich sehr gerne im Kilo sehen.
00:47:55: Da gebe ich dir vollkommen recht.
00:47:57: da hakt es leider bei unserer Bildung in den Schulen weil ich glaube dass wir filmische Bildungen in Schulen was andere Länder ja viel besser können als wir und wir hinken da vollkommen hinterher.
00:48:09: das müsste einfach schulfach sein so wie's den umgang mit medien braucht Sie gehört jetzt so langsam durch, braucht es auch den Umgang mit Filmen und unserer Filmkunst.
00:48:22: Und aber auch mit dem Abenteuerfilm.
00:48:25: also was bedeutet das?
00:48:27: wie erzähle ich eine Geschichte filmisch?
00:48:29: Das ist etwas ganz Tolles.
00:48:30: da kann man so viele junge Leute in allen Schulmodellen mit an die Hand nehmen Und das ist kein akademischer Weg, sondern das ist eigentlich ein Weg der ja immer damit was zu tun hat.
00:48:41: Was für eine Geschichte möchte man sagen?
00:48:43: Hat man etwas auf einem Brand unter den Nägeln und hat die Mittel und auch die Fantasie und das Handwerk es umzusetzen.
00:48:53: Da könnten Schulen wirklich viel mehr leisten.
00:48:55: Unser Schulsystem hinkt Meilen zu anderen Schulsystemen in anderen Ländern hinterher.
00:49:02: Also last, dann möchte ich auch eine kurze Änderung bei uns auch ankehnen.
00:49:06: Wir haben jetzt unsere Kinderfilm-Festival, Jugendfestival sozusagen, unsere Junior-Sektionen so geändert dass wir Schulvorstellungen machen.
00:49:16: Und die sind auch kostenlos, das ist einfacher für die Schulen zu organisieren wenn sie nicht immer vier Euro noch pro Person sammeln müssen.
00:49:24: und ich habe extra deinen Kolleginnen und Kollegen gesagt ihr musst doch in den Viertel gehen wo Sie vielleicht auch nicht den Genuss kommen lieber sofort ins Kino gehen können weil ich bin ein Kind von dieser und ich hatte das Glück, mit der französischen Schule bin ich so oft ins Kino gegangen.
00:49:41: Und wir werden abgeholt mit dem Bus und wir fahren ab!
00:49:45: Wir steigen alle aus dem Bus raus und gehen ins Kno.
00:49:49: Das heißt, wir haben wirklich Kino so erfahren.
00:49:51: Weißt du?
00:49:51: Das ist was Besonderes.
00:49:54: Vor allem heutzutage.
00:49:55: Bilder sind so wichtig, Bilder die generiert werden.
00:49:59: Wie muss ich das dekodieren?
00:50:00: Was ist echt?
00:50:01: was ist nicht echt?
00:50:02: worauf muss ich achten wenn ich an Film gucke?
00:50:06: und da sind Diskussionen auch mit den Macheren wenn sie ja auch da sind?
00:50:09: also das war auf jeden Fall ein von meinem Plan und es geht dieses Jahr auf das Mascheln.
00:50:13: Es sind im Moment Schulferien weil das war immer ein Argument von vielen Lehrern dass das Film fest während der Hamburger Schulferie liegt und während der Schulferin wird es nicht organisiert und so weiter
00:50:23: genau vor den Schulferien.
00:50:26: Das ist nämlich dann auch attraktiv für die Schulen, ne?
00:50:31: Jetzt sage ich der Zugang zu bewegten Bildern haben Jugendliche schon ab zehn zwölf durch TikTok und andere Kanäle und auch YouTube.
00:50:40: das heißt also wenn ich habe auch irgendwann mal versucht Filme zu machen man musste sich die Kamera erst einmal irgendwo leihen und geschnitten wurden die Filme schonmal gar nicht sondern man hat dann wieder angesetzt.
00:50:51: das heißt ich glaube Jeder vierzehnjährige weiß heute viel mehr über eine vielleicht Schnittdramaturgie und so weiter, und sofort.
00:51:01: Im ersten Halbjahr diesen Jahres haben zwei YouTuber quasi die spektakulärsten Erfolge erzielt im kommerziellen Kino weil sie eben sich das selber beigebracht haben und dann wahrscheinlich doch am Ende von der großen Filmindustrie unterstützt diese weltweiten Erfolgen erzielen haben.
00:51:21: ist es Vielleicht nicht da auch eine Sache, vielleicht auch mehr dahin zu gucken in diese Bereiche?
00:51:29: Heike du als Produzentin.
00:51:32: Da tue ich mich ein bisschen schwer.
00:51:34: das liegt aber vielleicht sozusagen an meiner Sozialisation und das heranführends und vielleicht auch dann am meinem Alter.
00:51:41: Das heranführens über die YouTube Videos also ich gucke mir das natürlich auch an.
00:51:45: Ich bin dann auch immer erstaunt in welcher Qualität manche Sachen da tatsächlich sind.
00:51:50: Aber ich frag mich immer, das ist ja ein Beruf den man als Beruf vielleicht auch machen sollte.
00:51:55: Also wie geht es denn nach dieser ersten Idee die man umgesetzt hat dann weiter für die Menschen und so wie ich das auch immer meinen Studierenden gesagt habe.
00:52:03: also ihr müsst ja schauen dass ihr auf lange Strecke denkt, dass ihr vielleicht mal eine Familie gründet, dass Ihr vielleicht auch mal in Urlaub fahren wollt?
00:52:11: Wie schafft ihr es in diesem Beruf so beständig zu sein immer wieder mit neuen Ideen zu kommen Filme, eure Kunst machen könnt und trotzdem aber davon auch lebt.
00:52:24: Die Miete bezahlt uns weiter und das Leben wird ja nicht billiger.
00:52:28: Und da frage ich mich manchmal sind das so kleine Kerzen die mal schnell gezündet werden und dann wieder ausgehen?
00:52:34: oder wo ist sozusagen die Nachhaltigkeit dieser Berufe?
00:52:38: Das habe ich aber nicht verfolgt.
00:52:39: Ich kann es auch nicht wirklich sagen weil ich mich damit zu wenig beschäftigt habe also ich hab das nicht evaluiert.
00:52:47: Trotzdem ist der Ansatz natürlich, dass man von unten Filme macht mit weniger Mitteln sich befreit und selbst wenn es nur das iPhone ist, mit dem man filmt gut.
00:52:58: Also ich finde, dass das ähnlich wie in der Plattenindustrie, das mal vor dreißig Jahren war als plötzlich die ganzen kleinen Labels aufkamen und man sich selbst gepublished hat... Das hilft schon!
00:53:10: Das sorgt für sehr viel Frische und Impulse und vielleicht befreites uns auch kurz mal vor dem ewigen Weg Dinge finanziert zu kriegen, weil diese lange Marathon des Fördermarathons und dann kurz vor Schluss klappt es doch nicht und dann schiebt man wieder.
00:53:25: Das ist ja auch frustral da bleibt die Aktualität sehr schnell auf der Strecke.
00:53:29: Nicht jeder hat die Hamburger Filmförderung, die ein toller Glücksfall gerade ist sondern so und ich glaube das kann total helfen beschränkt im Team oder mit den Apparaturen die man hat Und dafür aber das Radikale wieder zu wagen.
00:53:44: Ich glaube, dass kann man dann wieder als Einfluss von jemandem der vielleicht auf YouTube groß geworden ist oder aus einer anderen Ecke kommt und wieder mitnehmen.
00:53:53: In den letzten zehn, fünfzehn Jahren haben die Streaming-Dienste für gehörig Wirbel gesorgt nicht nur als Konkurrenz zu den angestammten Fernsehsendern, sondern eben halt auch Oscars gewonnen.
00:54:05: Also auch in der Filmkunst eine Rolle gespielt.
00:54:08: Berührt dich das heute noch bei der Auswahl des Programmes?
00:54:12: Ich habe das Gefühl die ganze Aufregung hat so ein bisschen abgenommen.
00:54:16: Normalisierung meinst du?
00:54:18: Ja also die machen schon weiter noch.
00:54:20: gute Filme darf man nicht vergessen.
00:54:24: Ich war am Anfang sehr kritisch, muss ich zugeben.
00:54:26: Ich habe immer gesagt lieber die Kinofilme im Kino zu gucken, da bin ich sehr Französin.
00:54:31: Aber du weißt, die Französischen in Cannes laufen keine Netflix-Filmer weil die Kinos sich durchgesetzt haben.
00:54:40: der Lobby der Kino ist in Frankreich so stark nie im Leben dürfen die ein Netflix-Film zeigen wenn der Film nicht vorher eine Auswertung im Kno hat.
00:54:48: also das sind die Franzosen Richtig klar.
00:54:51: Ich habe kein Problem mit Netflix, weil mittlerweile finde ich auch die haben dafür gesorgt dass man jetzt ganz viele Leute auch filmen in unterschiedlichen Sprachen gucken und sich auf so ein Film wie Parasite das ist alles durch Netflix auch passiert darf man nicht vergessen und deshalb bin ich keine große Kritikerin.
00:55:09: ich mache mit aber Ich gucke natürlich, was da entsteht.
00:55:14: Es gibt Sachen die mir gefallen und es gibt Sachen, die sind so einfach... Mein Sohn kann sich mittlerweile so gut aus der siebzehn Jahre alt, er guckt in den Netflix-Filmen und sagt, ah, guck mal das ist zwanzig Minuten vor Ende, Krise!
00:55:27: Und danach muss man sagen, das ist echt total interessant.
00:55:30: Weißt du wie er für sich mittlerweile auch weiß ganz genau, wie der Film zu dekodieren ist?
00:55:37: Also ich finde schon dass man auch positiv und negativer seid hat in dieser Netflix-Geschichte.
00:55:43: Aber ich mach mit!
00:55:45: Heike, war das für dich mal verlockend eine Produktion zu machen oder hast du?
00:55:48: Das ist nicht unverlockend.
00:55:49: wir führen da immer wieder Gespräche.
00:55:51: man stellt aber fest dass es also zum Thema Sicherheit ein ganz großes Sicherheitsbedürfnis gibt.
00:55:59: das heißt es funktionieren im Grunde genommen IPs also erfolgreiche Romane Sachen die schon in einer Erstverwertung schon Mal irgendwo einen Erfolg hatten dass etwas wirklich ganz neues entsteht.
00:56:13: Ich kann jetzt nur für den deutschen Markt und auch nur für mich sprechen, also da gibt es vielleicht auch andere die das irgendwelche Marken besser knacken als wir, denen ist dann noch nicht gelungen.
00:56:21: Aber das ist eigentlich das was uns so gespiegelt wird.
00:56:24: Das gilt für die Fernsehfilme, da wird sehr viel romantische Komödie gesucht.
00:56:29: Es gilt für Serien Da geht man noch mehr auf Sicherheit Das Experimentierfeld, was es vielleicht mal war und was auch so verlockend natürlich und neu war.
00:56:42: Weil plötzlich war für ein Experimentierfelt richtig Geld da.
00:56:46: also nicht nur experimentieren mit dem iPhone sondern mit dem ganzen Besteck das ist glaube ich sehr zurückgefahren.
00:56:57: Kilian
00:56:58: ja das ist so was für die einen die Quote Es ist für die anderen die Aktionäre Die Zahlen müssen da sein.
00:57:03: Ich glaube der Trend geht, auch bei den Streamern dahin zu gucken was also das war immer schon da aber jetzt noch stärker etwas ankommt.
00:57:11: Also die Risikoberatschaft sinkt da auch deutlich meines Erachtens nach und das ist gerade die Zeit, wenn wir uns bewegen.
00:57:18: Das sind wir wieder am Anfang.
00:57:19: ja wie gesagt wo ist unsere Freiheit?
00:57:21: Wo ist die beherzte Stimme nach außen?
00:57:25: ich finde dass es grade ein großes Problem macht mir auch Kummer, dass das so weggeht.
00:57:31: Ich glaube Keine gute Situation gerade.
00:57:36: Das ist auch kein schönes Flusswort, aber wir sind schon am Ende tatsächlich unseres Gesprächs.
00:57:41: das war der siebenvierzigste Kaltscherklapp.
00:57:43: liebe Malika ganz viel Spaß und Freude beim Filmfest.
00:57:47: Heike dir ganz viele Freude bei der weiteren Produktion von verschiedenen schönen und auch politischen Produktionen.
00:57:57: Kilian!
00:57:57: Wir freuen uns auf deine Stoffe die du gerade vorbereitet hast und ich sage Ahoi
00:58:03: Danke dir.
00:58:04: Danke Lars!
00:58:04: Das
00:58:06: war die
00:58:06: Hochkultur auf Ahäu, der Kölscher Club.
00:58:10: Danke fürs Zuhören.
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