Nachwuchs in der Kulturbranche
Shownotes
Wie gelingt der Einstieg in die Kulturbranche? Welche Rolle spielen Talent, Ausbildung, Unterstützung und Netzwerke? Und wie geht der Nachwuchs mit finanziellem Druck und hohen Ansprüchen an sich selbst um?
In der 48. Ausgabe des Culture Clubs spricht ahoy radio-Intendant Lars Meier mit drei Künstlerinnen, die an unterschiedlichen Punkten ihrer Karriere stehen: der Geigerin, Sängerin und Komponistin Laila Nysten, Marla Günther, Schülerin der Stage School Hamburg, und der Regisseurin und Schauspielerin Katharina Sporrer, Absolventin der Hamburg Media School.
Gemeinsam sprechen sie über ihre Wege in die Kulturbranche, prägende Ausbildungserfahrungen und Hamburg als Kulturstadt. Es geht um Selbstzweifel und Zuspruch, finanzielle Unsicherheit, den Wert künstlerischer Arbeit und die Frage, was junge Kulturschaffende brauchen, um ihren eigenen Weg gehen zu können. Außerdem blicken die drei auf ihre persönlichen Ziele und sprechen darüber, warum Gemeinschaft, Leidenschaft und Freude am eigenen Schaffen wichtiger sein können als Preise, Ruhm und Erfolg.
Aufgenommen wurde diese Folge in der Hochschule für Musik und Theater Hamburg und präsentiert wie immer von HVV Switch, der besten App fürs Mobilbleiben in Hamburg.
Transkript anzeigen
00:00:00: Hier sitzt die Kultur der Stadt zusammen.
00:00:03: Der Kaltscherklapp!
00:00:05: Fragen an die Kultur
00:00:06: und
00:00:07: Antworten der Macher, nur im Ahoi-Kaltscher-Klapp.
00:00:19: Die Kulturbranche lebt von neuen Stimmen und Ideen doch für den Einstieg braucht es neben Talent auch Ausbildung Netzwerke Sichtbarkeit und viel Ausdauer.
00:00:28: Darüber sprechen wir heute mit dem Nachwuchs aus unterschiedlichen Bereichen der Kultur, mit der Geigerin, Sängerin und Komponistin Leila Nisten.
00:00:36: Mit Maler Günther, Schülerinnen der Stage School Hamburg und mit Katharina Sporra, Regisseurin und Absolventin der Hamburg Media School.
00:00:43: Aufgenommen wird diese Folge in der Hochschule für Musik- und Theater und präsentiert wie immer von HVV Switch – Der besten App fürs Mobilbleiben in Hamburg.
00:00:55: Lailanisten, du wurdest in einem deutsch-finnischen Musikerfamilie geboren und hast mit fünf Jahren begonnen Geige zu spielen.
00:01:03: Nach deinem Studium in Lübeck warst du mit verschiedenen Musikprojekten im Innen- und Ausland unterwegs an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg.
00:01:10: Hast Du Jazz, Geigen und Komposition studiert?
00:01:13: In den letzten Jahren wurde es mit dem EBSR Jazz Award ausgezeichnet.
00:01:20: Ayla Large Ensemble präsentiert und warst Fokusartist beim Jazzhall Summer Festival.
00:01:28: So viele Auszeichnungen schon gleich am Anfang Leila, warum denn bitte Musik und speziell ein Instrument spielen?
00:01:37: Wann war dir das klar?
00:01:38: Ich hatte gar keine andere Wahl.
00:01:40: Ich komme ja aus einer musikalischen Familie und ich bin sozusagen unterm Flügel aufgewachsen.
00:01:44: Aber
00:01:44: bricht man nicht auch manchmal gerne aus?
00:01:46: Also meine Eltern waren in der Gastronomie, ich wollte das nicht!
00:01:50: Ich habe es kurz versucht.
00:01:51: Ich hab zwei Wochen vor dem Abitur Panik bekommen und wollte Medizin studieren... Aus
00:01:57: Panikmedizin studiert ist auch schön!
00:02:00: Und mein Vater war ganz wütend und meinte nein du wirfst dein Leben weg mach das nicht.
00:02:05: Und er hatte natürlich irgendwo auch recht.
00:02:06: Ich hatte eigentlich nur Angst vor der Aufnahmeprüfung und ich war gerade erst siebzehn geworden und dachte, ich kann mir noch ein bisschen Zeit lassen.
00:02:14: aber ich habe es dann trotzdem versucht und bin auch gleich aufgenommen worden in Lübeck.
00:02:18: Dann hatte ich sowieso gar keine Wahl.
00:02:20: Dann ging das Hamsterrad los!
00:02:22: Sehr schön Im Hamsterrad befindet sich Jochmaler Günther.
00:02:26: Du bist in Hessen, geboren und aufgewachsen und für deine Ausbildung nach Hamburg gezogen.
00:02:30: Inzwischen bist du im dritten Ausbildungsjahr und wirst im Sommer deins abschluss machen.
00:02:36: Bei einer Audition hast du kürzlich überzeugt und wirst in der Spielzeit im Musical The Producers am Theater Lübeck mitwirken.
00:02:45: Auch an dich die Frage Mahler, warum denn tanzen bloß?
00:02:48: Und singen und alles was man da so lernt an der Stage School?
00:02:53: Boah!
00:02:54: Das ist eine gute Frage.
00:02:55: aber ich glaube das war für mich auch eigentlich seit ich klein bin klar.
00:02:59: es gab keinen Weg in der Wohnung, den ich nicht irgendwie tanzen, hüpfen oder singt gegangen bin.
00:03:05: Das war von Anfang an so ein bisschen in meinem Blut.
00:03:08: Ich hatte tatsächlich ungefähr auch so'n Erlebnis wie du... ...ich hab überlegt Psychologie zu studieren weil ich auch dachte, ich mach was Gescheites!
00:03:17: Wie alle immer sagen nein.
00:03:18: Aber es ging nicht, weil meine Seele, meine Leidenschaft hing einfach an diesen künstlerischen Bereichen und ich wollte unbedingt das ist.
00:03:27: Ich fühle wenn ich tanze, wenn ich singe mit den anderen Teilen Und deshalb war das ganz schnell dann auch klar dass das meine Richtung ist.
00:03:35: Ich stelle mir gerade vor, wie du tanzen und singend immer durch die Wohnung gelaufen bist.
00:03:38: Es gäbe ja vielleicht auch Eltern, die gesagt hätten jetzt zappeln nicht so rum und geh vernünftig warst Du denn auch quasi ein bisschen vorbelastet in der Familie sowie Leila?
00:03:49: Meine Familie war sehr sehr musikalisch also mein Opa meine Eltern alle durchaus.
00:03:56: aber
00:03:57: ich glaube meine Mama hat von Anfang an einfach mich unterstützt indem wie ich bin und was ich mache Und sie war auch oder meine Eltern generell, waren auch die beiden.
00:04:06: Die gesagt haben wir können uns das nicht vorstellen dass du jetzt doch irgendwie sowas trocken ist in die Richtung machst.
00:04:11: Das passt gar nicht zu dir und ich bin denen auch sehr dankbar dass Sie mich da so in die richtung dann doch noch gebracht haben.
00:04:18: Katarina Sporra Du wurdest in Wien geboren und bist zwischen Wien und New York aufgewachsen.
00:04:25: In Wien hast du Film- und Literaturwissenschaft studiert, in Los Angeles Schauspiel gelernt.
00:04:29: Und am Burgtheater dramatische Schreiben.
00:04:40: Dorstpreis nominiert.
00:04:42: Von zwei tausend zwanzig bis zweitausend vierundzwanzig hast du Regie an der Hamburg-Media School studiert.
00:04:47: Deine Kurzfilme liefen auf zahlreichen Festivals für I Was Busy, Dreaming About Boys.
00:04:52: Wodest Du mit dem Engelke Kurzfilmpreis ausgezeichnet?
00:04:55: Heute arbeitest Du als Regisseurin Schauspielerin und Sprecherin.
00:05:01: Tja Katharina die Frage kann sie jetzt schon vorstellen, die ich dir stelle warum denn bloß Regisseuren?
00:05:07: Also ich war ja ursprünglich Schauspielerin und es gab dann aber irgendwann einen Punkt mit dreißig, wo ich verstanden und gesehen habe dass mein künstlerisches Schaffen um ein künstlachischer Geschmack sehr weit auseinander gingen.
00:05:19: Und ich hab dann überlegt was so der Grund warum ich Schauspielerin geworden bin und was ist die Essenz dessen?
00:05:27: Das waren mir das Geschichten erzählen!
00:05:29: Ich habe immer schon ganz gut geschrieben und gewusst dass es diese Drehbuchwerkstatt gibt in Sachen hinter der Kamera.
00:05:38: Und am Ende der Drehbuchwerkstatt gab es einen Inszenierungssaminar und da habe ich irgendwie verstanden, eigentlich um die Geschichte ganz zu erzählen muss sich auch inszenieren.
00:05:46: Ich hatte da auch das Glück, dass zwei Regie-Personen mit mir in der Gruppe und sie hatten mich gleich gelobt während ich inszeniert habe.
00:05:53: Das war wirklich etwas Besonderes an.
00:05:54: dieser Zuspruch von diesen beiden anderen Personen hat mir viel bedeutet.
00:05:57: Ich glaube, dass manchmal so wichtig ist, dass andere auch einen erkennen und Talent wahrnehmen und das bestärken.
00:06:03: Und ich bin in beiden wirklich sehr dankbar, weil.
00:06:05: das hat dazu geführt dass sie gesagt habe ja ich mache das jetzt und hab dann gewusst okay wenn ich irgendwie mit der Dreißig noch mal studieren möchte.
00:06:11: Dann muss es an der Schule sein die wirklich top ist und da war die Hamburg Mediaschool die erste Adresse für mich.
00:06:19: Und habe ich mich dann total fokussiert und es hat dann geklappt.
00:06:22: Leider du hast ja schon das erste Lob immer in einer Familie gehabt.
00:06:26: aber wann hat denn jemand von außen vielleicht auch mal gesagt ah das ist wirklich gut was du da machst?
00:06:33: Für mich gibt es da so zwei Ebenen oder zwei Phasen in meinem Leben, in denen ich Zuspruch gebraucht und auch bekommen habe für Musik machen.
00:06:42: Und ... In der Kindheit war's schon immer so das Leute gesagt haben toll dass du geil gespielt hast, toll dass Du auf der Bühne stehst.
00:06:49: Ich war immer im Jugendorchester, ich hab viel auch solistisch oder in kleineren Kammermusikbesetzungen gespielt und dann später eben auch angefangen eigene Songs zu schreiben und war mit verschiedenen Bands unterwegs.
00:07:01: aber als ich dann mich nochmal für den Jazzmaster bewerben wollte, weil ich mit Mitte zwanzig den Jazz für mich entdeckt habe und gemerkt hab, Improvisation ist ja eigentlich was Wahnsinnig Schönes.
00:07:13: Und ich kann meine klassische Vergangenheit und meine populärmusikalische und kompositorische Ader auch irgendwie miteinander verbinden ohne dass sich Schubladen daraus denken muss.
00:07:24: Da hab' ich gedacht Ich bin zu alt!
00:07:25: Und genau das was du Katharina gerade erzählt hattest gefragt, kann ich denn überhaupt noch an der Musikhochschule studieren mit Ende zwanzig?
00:07:34: Da habe ich von manchen Leuten auch aus der Organisationsstruktur schon gehört.
00:07:39: Ja es wird schon sehr schwer dann überhaupt aufgenommen zu werden wenn du schon so alt bist.
00:07:43: und da gab's dann aber auch ein zwei Leute in meinem neuen Jazz-Umfeld die mir sehr viel Zuspruch gegeben haben und gemeint haben das hat auf jeden Fall Potenzial.
00:07:54: Du solltest es versuchen Und es hat dann auch geklappt und dafür bin ich sehr dankbar, weil ohne diesen externen Zuspruch hätte ich wahrscheinlich gedacht die Tür ist für mich schon geschlossen.
00:08:04: Mala durch die Wohnung Tänzeln ist das eine?
00:08:07: Wann warst du das letzte Mal auf der Bühne?
00:08:09: klassischerweise wie fast alle wahrscheinlich in der Schule.
00:08:13: Ich habe so mit sieben angefangen zu tanzen richtig davor was eher nur musikalische Früherziehung Mit der Tanzschule bei einer Weihnachtsshow oder sowas, ganz klein in so einem familiären Rahmen und dann von da an eigentlich jedes Jahr mindestens zwei-drei Mal bis jetzt.
00:08:37: Katharina du hast gerade eben gesagt na dann bin ich zu HMS gegangen weil es halt einfach was Gutes sein sollte.
00:08:44: sinngemäß warum denn Hamburg und die HMS?
00:08:48: Ich sag mal Amerika soll ja im Filmbereich auch gar nicht so schlecht sein.
00:08:53: Also ein Studium in den USA ist unbezahlbar auf dem gleichen Niveau.
00:08:56: Das ist eine schlichte Wahrheit, wenn Los Angeles bezahlbar wäre und dann wäre ich vielleicht in Los Angeles gelandet.
00:09:04: Das
00:09:04: wäre schade weil du nicht hier wärst?
00:09:06: Genau.
00:09:06: aber abgesehen von offensichtlich finanziellen Vorteilen ist es eine fantastische Schule Und es ist einfach eine unglaublich praxisnahe Ausbildung mit einem fantastischen Ruf.
00:09:18: Es sind auch nur zwei Jahre, diese zwei Jahre fühlen sich zwar an wie vier Jahre weil wir auch keine Pause haben, keine Ferien gar nichts und wir drei Filme in zwei Jahren drehen.
00:09:28: das ist einfach unglaublich viel.
00:09:29: man kommt da raus und ist wirklich geredet.
00:09:31: Man hat nicht so die klassischen Sommerferien oder sogar auch nicht Weihnachten ist frei.
00:09:35: aber wir fangen wirklich kurz nach nach dem neuen Jahr wieder an oder haben angefangen.
00:09:43: Das, was ich wollte.
00:09:43: Ich wollte noch mal richtig eintauchen und dann wirklich zum Arbeiten anfangen!
00:09:47: Das weißt du ja jetzt alles aus der persönlichen Erfahrung?
00:09:49: Was hattest Du denn vorher für einen Bezug zu Hamburg?
00:09:52: beziehungsweise spricht man in der Branche dann über die HMS?
00:09:55: Und du hast so gedacht okay da muss ich
00:09:58: hin?!
00:09:58: Absolut.
00:09:59: also Ilka Chatak, Katrin Gebbe das waren mir alle Begriffe... Das erste Mal in Cannes, da war ich bei Kathrin Gerbers Premierin und sie hat den Regal von Tora Tanzt.
00:10:11: Also das war mir schon ewig lange im Begriff und ich bin ein großer Elka-Chatak-Fan.
00:10:15: Und deswegen wollte ich auch wirklich an diese Schule.
00:10:18: Es ist schon die Absolventen, denen mich fasziniert
00:10:20: haben.".
00:10:22: Leila vom Lübeck nach Hamburg ist jetzt nicht so weit aber was hattest du denn für einen Blick auf Hamburg?
00:10:29: Ich bin in Hamburg aufgewachsen, bin dann für den Bachelor nach Lübeck gegangen und dann aber direkt nach dem Bachelor schon wieder zurückgezogen.
00:10:35: Und ich habe sieben Jahre hier frei beruflich gearbeitet bevor ich mich wieder beworben habe für den Master.
00:10:40: Aber war das eher eine praktische Idee dann hierher zu kommen?
00:10:44: Einfach in der Heimat zu studieren?
00:10:46: oder kamen da auch ähnliche qualitative Aspekte hinzu wie bei Katharina?
00:10:50: Der Qualitative Aspekt war für mich der ausschlaggebende.
00:10:54: es war natürlich ein sehr großes Glück dass ich schon hier gewohnt habe.
00:10:58: Dr.
00:10:59: Langner Jazzmaster, den ich studiert habe ist in Deutschland einzigartig in der Form, dass ich mir selbst aussuchen kann bei wem ich meinen Einzelunterricht nehme.
00:11:06: Also ich kann auf der ganzen Welt mir Duzieren da aussuchen und die Hochschule fragt ihr dann an für mein individuellen Einzelunterricht.
00:11:15: Ich kann das auch jedes Semester neu zusammenstellen.
00:11:17: Ich habe neunzig Minuten Hauptfach- und sechzig Minuten Nebenfach-Einzelunterrichtenanspruch Und das kann nicht aufteilen wie ich möchte.
00:11:25: Das ist
00:11:25: ja fantastisch.
00:11:25: Und hast du da jemanden angefragt, von dem du gedacht hast, der würde das nie machen und hat es dann gemacht?
00:11:31: Tatsächlich habe ich ein, zwei Kurse oder Semester bei Menschen studiert die in der nischigen Szene in der ich unterwegs bin schon sehr große Namen sind wo ich dachte dass kann nicht sein.
00:11:44: Das ist dann aber doch auch passiert und es gibt ganz viele Kommilitoninnen von mir, bei denen das eben so war.
00:11:49: Die auch bei Leuten studiert haben wo ich nicht dachte dass die für sowas zur verfügung stehen.
00:11:54: Aber die haben tatsächlich Dann so eine art Kontaktstudium dafür eben.
00:11:59: Und wie funktioniert das wenn die Menschen irgendwo ganz anders auf der welt sind?
00:12:02: entweder online unterricht also durch corona ist Der positive Nebeneffekt ja dass die online Aufnahmen und Übertragungssysteme so viel besser geworden sind, dass man einen ziemlich qualitativ hochwertigen Unterricht auch über sehr große Distanzen machen kann.
00:12:19: Ist das dann über Zoom oder
00:12:20: zum Beispiel?
00:12:21: Es gibt aber auch andere latenzfreie übertragung Systeme die man nutzen könnte wenn es denn wirklich darauf ankäme.
00:12:27: Aber ich habe auch das Glück gehabt, dass die meisten meiner Professor in Europa sind.
00:12:33: Da ich sowieso viel reise und die auch viel reisen, bin ich teilweise mal nach Dänemark oder nach Holland gefahren oder innerhalb von Deutschland um Unterricht zu nehmen.
00:12:42: Dann für etwas längere Zeit und dann hat man zwischendurch wieder Online-Sessions.
00:12:46: Fantastisch!
00:12:52: Einfach immer am Start die HVV Switch App für euch, damit ihr jedes eurer Ziele in Hamburg und Umgebung erreichen könnt.
00:12:59: Einfach schnell und direkt ermöglicht die HvV Switch app euch den unkomplizierten Kauf von HVVO Tickets!
00:13:08: Zusätzlich dazu könnt ihr mit der App ein Sixt Share, Share Now oder Miles Automieten einen Tier- oder Voi e-Scooter oder ein Moja-Shuttle buchen um bequem von A nach B zu gelangen.
00:13:21: Weitere Infos unter www.hvv-switch.de.
00:13:27: Achtung!
00:13:28: Das war ein Konsumhinweis.
00:13:33: Maler von Frankfurt nach Hamburg Ist jetzt auch nicht so weit, aber trotzdem bist du ja noch sehr jung und Hamburg ist dann auch nochmal ein bisschen größer als Frankfurt.
00:13:43: Das wollen Frankfurter vielleicht gar nicht so wahr haben.
00:13:45: Aber erzähl mal wie hat sich nach Hamburg vertrieben bzw was war dein Blick da drauf?
00:13:52: Ja also ich sag mal... Ich bin nicht direkt in Frankfurt aufgewachsen sondern in einem kleineren Dorf darum herum Aber an Hamburg hat mich vor allem die Schule gereizt.
00:14:06: Wenn man nach diesem Musical-Bereich sucht, stößt man als allererst auf die Stage School.
00:14:13: Sie hat für mich das größte Potenzial gezeigt, als Schule um mein Handwerk zu lehren.
00:14:22: Ich wollte natürlich auch mal raus aus dem kleinen Dorf und einmal die große Stadt erleben.
00:14:27: Klar!
00:14:30: Sehr gut angeboten dann in dem Fall.
00:14:32: Aber ich muss sagen, das war wirklich einfach das was jetzt Hamburg auch als Musical statt und generell zu bieten hatte für meinen Bereich Das was mich am meisten angesprochen hat.
00:14:45: Wir habt ihr drei denn jetzt so ist einmal Im Schnitt ungefähr zwei bis drei Jahre, die letzten zwei bis dreiehare habt ihr hier in Hamburg gelebt.
00:14:52: Wie habt ihr denn die Kulturstadt so erlebt?
00:14:55: Habt ihr Katharina?
00:14:57: du sagst gerade Du hast kaum Zeit gehabt, grade mal Weihnachtsferien.
00:15:01: Hast du trotzdem immer die Möglichkeit gehabt dich mal in Clubs rumzutreiben oder Konzerte anzugucken ins Arthauskino zu gehen.
00:15:08: Erzähl mal was hat Dich hier so berührt und bewegt?
00:15:12: Absolut wir hatten auch im ersten Semester dieses Ticket.
00:15:15: da konnten wir gratis in alles gehen Und das war unglaublich.
00:15:18: Also ich war...
00:15:19: In nur in Filmen oder...?
00:15:20: Nee, in alle kulturellen Institutionen!
00:15:23: Alles war gratis.
00:15:24: Verrückt?
00:15:25: Aber Taylor Swift nicht.
00:15:26: Leider nichts.
00:15:27: Ähm nee also ich war hier, wo ich aus Wien komme, war ich noch nie so oft in der Oper wie in Hamburg.
00:15:33: Dadurch dass die Oper gratis für mich war bin ich halt ständig gegangen und war... Ich war auch hier habe ich Opern auch vor Aufführungen gesehen, weil es sich mit diesem Free-Ticket aber auch hier an der Hochschule Und Kampnagel, fantastisch.
00:15:48: Und das Sommerfest wirklich ganz toll!
00:15:51: Auch die Theater-Talier-Theaterdeutsch ist also alles wirklich tolle Theater und die Museen
00:15:56: sind
00:15:57: auch der Wahnsinn.
00:15:57: Also da hat man in Hamburg einfach ganz viel Auswahl.
00:16:00: Die Kunsthalle ist so super, auch die Deuchte heulen.
00:16:04: Ja bin ich ganz begeistert habe ich viele.
00:16:05: Du bist jetzt quasi Kulturbotschafterin?
00:16:09: Ich glaube es ist ganz lustig weil ich immer aus Wien komme... ...und Wien hat ja so die größte Dichte an Kultur.
00:16:16: gibt und ich fand das war jetzt in Hamburg aber doch ähnlich.
00:16:22: Hast du das Gefühl, wenn du die Wiener Kulturszene und die Hamburger Kultur Szene miteinander vergleichst?
00:16:27: Das Gefühl dass es in Wien vielleicht so ein bisschen traditioneller ist oder eher avantgardistisch?
00:16:32: Gibt es dafür dich Unterschiede, die du benennen könntest?
00:16:34: Ich muss zugeben, dass ich nicht mehr in Wieden lebe seitdem ich Anfang zwanzig bin.
00:16:38: Es hat jetzt ein bisschen her und ich da vielleicht auch noch anspruchsvollen Geschmack hatte, was das alles anging.
00:16:48: Ich glaube einfach dass Wien etwas klassische Kultur und Museen angeht so übermächtig ist... Das ist also die Staatsoper, das ist einfach was anderes heißt die Oper hier!
00:16:58: Das meine ich überhaupt nicht abschätzig aber das ist so viel bombastischer auch was die Museumsdichte ist.
00:17:06: Also hast du in Wien die meisten Museumen pro Quadratmeter, es soll jetzt keine Wienwerbung sein!
00:17:11: Aber ich meine das die Intensität... Komm
00:17:13: mal mit dem Hafer Froswitsch oder sowieso nicht hin.
00:17:16: Nein also... Die Intensitetessen sind einfach sehr krass aber ich fand in Hamburg das Niveau sehr hoch.
00:17:21: Also wo's vielleicht noch mehr von allem gibt, fand ich das was ich in Hamburg gefunden habe aber wirklich sehr toll und sehr zugänglich.
00:17:29: Und für mich als Österreicherin war es eine große Überraschung, wie warm herzig und offen Norddeutsche sind.
00:17:39: Also wirklich so als Ganzes ich hab auch ... Ich war in Empten ganz oft bei dem Filmfestival und habe eben hier in Hamburg gelebt Und die Leute sind wirklich warm und offen und ich fühl mich auch in der Filmpranche hier wirklich zu Hause und ich hab jetzt immer mein ersten Kinofilm gedreht und er wurde auch von der neuen Filmförderung vom Nordmedium, vom NDR finanziert.
00:18:02: Also was Hamburg aufmacht für Chancen, für den Nachwuchs ist einzigartig würde ich sagen.
00:18:10: Mala das lässt sich so leicht sagen wenn man dann so ein Ticket hat wo man überall reingehen kann hast du das auch bis du neidisch darauf dass du es nicht hast oder sieben Tage die Woche Tanztraining wie ich mir das vorstelle?
00:18:23: Tatsächlich sind wir wirklich jeden Tag der Woche in der Schule.
00:18:27: also wir haben Unterricht Montag bis Freitag aber dadurch sehr viele Projekte selbst auf die Beine stellen für die Shows eben der Schule oder uns einfach unfassbar viel weiterbilden müssen in der kurzen Zeit, die wir haben was unsere Skills angeht.
00:18:44: Haben wir kaum Zeit für Freizeit.
00:18:46: also wir sind wirklich teilweise Samstag und Sonntag von zehn bis zwanzig Uhr die Öffnungszeit der Schule dort.
00:18:55: aber ich glaube ich hätte schon gerne auch noch ein bisschen mehr von der Kultur Hamburgs jetzt kennen, lernen wollen?
00:19:01: Hast
00:19:01: du denn was gesehen oder mitbekommen?
00:19:03: Ehrlich
00:19:03: gesagt ziemlich wenig.
00:19:05: Also natürlich geht man mal so an die Hauptsports, man geht mal in Museen oder Kino und so weiter.
00:19:12: aber eben das was Du gesagt hast Hamburg hat eine vielfältige Auswahl und so viele Möglichkeiten was zu sehen von dem ich glaube ich gerne noch mehr gesehen hätte.
00:19:21: auf jeden Fall
00:19:22: Ich habe kein einziges Müsel gesehen während ich in Hamburg war.
00:19:24: Tatsache
00:19:25: Ja und das finde ich total schockierend.
00:19:27: Naja
00:19:28: Maler findet das auch sehr schockiert.
00:19:30: Also
00:19:31: in der Musik gestattet?
00:19:34: Nein, alles gut!
00:19:35: Aber dann komme ich jetzt mal zu einer Performance von dir.
00:19:37: Sehr gerne!
00:19:39: Laila, wie ist es mit dir?
00:19:40: In den Rockschuppen, wo ich dich vermute oder im Logo, im Knust.
00:19:43: Oder doch bleibst du in der Klassik und dem Jazz-Troll und bist im Nika Jazz Club gewesen, oder?
00:19:49: Also im Nica Jazz Club war ich auch vor und hinter der Bühne sozusagen.
00:19:53: aber ich mag die ganzen kleinen Underground Clubs, die Hamburg zu bieten hat.
00:19:58: Ich habe ja auch ganz lange eben Indiepop gemacht und war in deutlich anderen Locations unterwegs und für
00:20:04: mich ... Nenn die mal!
00:20:06: Die gibt's ja teilweise schon nicht mehr.
00:20:08: Also, Sommersalon, Kölibri ... Was war oben drüber?
00:20:13: Was noch zugemacht hat.
00:20:15: Ich muss sagen, meine Pop-Vergangenheit ist jetzt auch teilweise so dreizehn Jahre her in der sehr aktiven Phase.
00:20:24: Fast die Hälfte der Clubs, in denen ich damals gespielt habe sind entweder zu oder im Exil oder
00:20:30: woanders
00:20:31: untergekommen.
00:20:33: Das ist schade!
00:20:35: Und eigentlich auch ein Armutszeugnis für eine kulturell so reiche Stadt wie Hamburg.
00:20:40: Aber ich glaube genau, das ist auch die Symptomatik der letzten Jahre seit Corona.
00:20:44: Es gab enorm viel Kulturförderung und Spritzen, die unfassbar hilfreich waren aber eben auch gezeigt haben es ist ein langfristiges Defizit da und nicht nur ein punktuelles.
00:20:56: Die Hilfen, die wir bekommen haben sind zugeschnitten auf unsere Lebensrealität.
00:21:01: Die hat sich aber nach Corona nicht signifikant verändert und ich finde die Hilfen hätten nicht unbedingt in der Form gekürzt werden dürfen wie sie es gekürzt worden sind, denn ganz viele kleine Clubs, viele super ehrenamtlich getragene Infrastrukturen halten sich überhaupt nur durch das individuelle Engagement und eben nicht durch eine breite Förderung von außen.
00:21:25: Viele Formate sind eben darauf angewiesen dass ist eine offizielle Veranstaltung Trägerschaft gibt.
00:21:30: und was ich aber so toll finde ist eben, dass es dieses Engagement in Hamburg gibt.
00:21:34: Also was zum Beispiel im Gängeviertel passiert oder in den lokalen Veranstaltungszentren, in den Stadtteilen, Straßenmusikfestivals – da gibt es so vieles, das wirklich einfach von den Communities und von den Stadtteilens selber getragen wird.
00:21:50: Und ich finde, das ist ein unfassbarer Reichtum, den wir auch unbedingt noch mehr ausbauen fördern
00:21:55: müssten.".
00:21:57: Kommen wir mal zur eigentlichen Ausbildung, die ihr jetzt alle quasi durchlaufen habt oder wo ihr noch drin seid.
00:22:02: Katharina wie lernt man denn Regie?
00:22:05: Indem man selber sehr viele Filme guckt, indem man Frontalunterricht von jemandem bekommt der einem das erzählt vielleicht auch an Schaubildern und einer Kreidetafel Oder eben durchaus machen weil du ja gerade selber sagtest, ihr habt glaube ich drei Kurzfilmprojekte in den zwei Jahren realisiert.
00:22:23: Wie stelle ich mir dann so ein Studium vor?
00:22:27: Also ich glaube, all diese Dinge lernt man am besten in dem man sie tut.
00:22:31: Das auf jeden Fall.
00:22:32: Ich habe mehr gelernt über das Regiführen bei jedem einzelnen Film als ich je an einer Übung gelernt habe weil auch Regiefüren auf einem Filmset ist wieder was anderes als Trocken im Raum mit nur zwei Schauspielern ohne die ganze Technik und den ganzen zeitlichen Druck.
00:22:48: Ich
00:22:49: bin dabei der Meinung dass es jetzt...ich war die einzige Schauspillerin in meinem Jahrgang also von uns sechs war ich die Einzige die gespielt hat davor.
00:22:56: Ich habe mit ganz tollen anderen Regie-Personen studiert, die das auch wirklich ganz fantastisch machen.
00:23:01: Und ich glaube aber gleichzeitig dass selbst spielen auf jeden Fall hilft.
00:23:06: jeder Jobonset den man vorher gemacht hat hilft Regie zu führen weil Regie geführen ist so viele Dinge gleichzeitig.
00:23:12: also man hat auch als organisatorisches es hat doch etwas damit zu tun eine Führungsposition innezuhaben und dem künstlerischen Aspekt.
00:23:20: Ich glaube das wichtigste für Regie ist das Interesse an Menschen Weil Figuren sind ja Abbilder von Menschen und diese wirklich zu verstehen.
00:23:29: Und die Geschichten zu verstehen, eine Empathie mit allen Figuren zu haben das hilft.
00:23:34: Und ja und Saiberspielen glaube ich hilft auch.
00:23:37: Aber ist es so dass man dann im Klassenzimmer erst mal die Sachen gesagt bekommen wie man auch ne Ansprache hat?
00:23:42: Weil es ist ja gerade in so ner Chemie am Set wo nicht nur die Schauspielerin sind sondern Kamerafrau, Tonassistent was auch immer.
00:23:52: Du hast ja doch ein ganzes Orchester sozusagen um in dieser Sprache hier zu bleiben zu dirigieren.
00:23:58: und geht man dann ans Set um den Kurzfilm zu machen und dann steht jemand neben dir und sagt Achte mal darauf sag mal das oder wie habe ich mir das vorzustellen?
00:24:07: Oder guckt man dann immer nur auf das Endprodukt und weil ich glaube die Zwischenstufen sind ja total wichtig.
00:24:14: also ich bin ja selber auch schon an vielen Sets gewesen vermeintliche Kleinigkeiten wie das catering sind auf einmal können total beschädigend sein.
00:24:23: ein gutes filmprodukt
00:24:25: total also ich hatte es gerade.
00:24:26: wir hatten beim ja auf jeden fall.
00:24:28: Ich habe schon mal ein film set der gab's schlechtes essen das war auch.
00:24:31: da gab es auch schlechte stimmen.
00:24:33: Also an der amok miniskute ist es ja ein master.
00:24:36: das heißt alle müssen erfahrung vorher schon gesammelt haben und schon einen gewissen film sets gestanden seien.
00:24:43: Dadurch hatten wir alle diese Basics, die kannten wir.
00:24:45: Die wussten wir alle.
00:24:46: und den Rest kann man nicht trocken proben.
00:24:49: Den muss man Learning by Doing machen.
00:24:53: Und da hat jeder sich ja seiner eigenen Stärken... Manche sind vielleicht visuell stärker im Technischen, manche sind besser in der Schauspielführung, mancher sind fantastisch im Zeitplan einhalten was auch nicht unwichtig ist.
00:25:04: Besonders weil wenn so unglaublich viel Geld es geht dann unglaublich viele Geld.
00:25:08: ich habe jetzt beim Kino die Büge dreht Geringes Budget und ein geringes Budgets in eins, fünf Millionen Euro.
00:25:17: Und das ist für mich noch immer völlig unbegreiflich wie so viel Geld wenig Geld sein kann.
00:25:26: Der Respekt einfach davon was es bedeutet sind ja Steuergelder mit denen ich mein Team natürlich mit den wir einen Kunstwerk kreieren durften und trotz dessen war es wenig Geld und wenig Zeit und viel Druck Also eine Balance, die man so wie schwer ist zu halten manchmal.
00:25:48: Aber die Dankbarkeit in so einer Traumwelt arbeiten zu dürfen hat natürlich alles überwogen und ich glaube ich lerne bei jedem Filmsaat ganz viel und habe jetzt auch bei meinen Kurzfilmen ganz vielen gelernt und beim ersten Kinofilm natürlich auch unglaublich viele.
00:26:02: und gleichzeitig ist aber jedes Filmsat jeder Film ist wie ein anderes Kind.
00:26:07: also du kannst fünf Kinder haben und dass mein fünften Kind plötzlich ein Drama was noch nie vorher war.
00:26:13: Und man kann dir auch... Es kann dir jemand anderer, der irgendwie Kinderbetreuer ist und zwanzigtausend Kinder schon erzogen hat.
00:26:21: Kann dir was erklären über Kindererziehung?
00:26:23: Und du fühlst aber wie es deinem eigenen Kind geht viel besser als jemand anderen!
00:26:27: Genauso ist das auch mit deinem Film, mit deinim Kunstwerk.
00:26:30: Das heißt, es ist wichtig dass man offen bleibt um nicht beratungsresistent wird weil das kann passieren und ich glaube das ist immer schade.
00:26:39: Und gleichzeitig ist es eben diese diese Balance zu halten.
00:26:43: Ich weiß, was das Beste ist aber ich hole mir auch Rat ein und ich glaube als Regisseurin es geht darum dass man die beste Idee erkennt, auch wenn es nicht meine ist.
00:26:53: Und dann habe ich gewonnen.
00:26:54: Wenn ich verstehe, wenn ich da offen bleibe und den Entscheidungen darauf hin treffe, was ich denke, was Das Beste
00:27:03: Ist deine Ausbildung auch so vielfältig oder bist du einfach acht Stunden mit dem Instrument entweder vor der Kamera, um dir das beibringen zu lassen?
00:27:12: Oder zu
00:27:12: üben.
00:27:14: Tatsächlich ist die Ausbildung sehr, sehr vielfaltig.
00:27:17: also natürlich stehe ich viel auf der Bühne.
00:27:20: andererseits gibt es auch wirklich von pädagogischen Seminaren zur Bühnentraining und Alexandertechnik Körperarbeit Ensemblespiel alte Musik, Musiktheorie.
00:27:35: Teilweise auch interdisziplinäre Projekte mit den kompositorischen Departments hier am Haus einfach sehr viel auszuprobieren wie man sich in der künstlerischen Welt ausdrücken kann musikalisch aber eben auch mit anderen Sparten zusammen.
00:27:53: und für mich war das auch der große Pluspunkt für dieses Studium denn ich übe nicht so gerne alleine im Stellenkemmerlein Weiß natürlich, dass es bis zu einem Gewissengrad notwendig ist um – wie du auch Maler sagtest – die Skills zu trainieren.
00:28:09: Die wir alle brauchen.
00:28:10: aber ich glaube ab einem gewissen Punkt geht es nicht mehr darum wie toll und schnell und brillant jemand spielen kann sondern wenn es darum geht künstlerische Persönlichkeiten auszubilden dann muss eben diese Geschmacksbildung sein was Du eben auch Katharina gerade sagst Und dafür finde ich es wichtig möglichst viel gesehen zu haben Je mehr man gesehen hat und je mehr man weiß, was man mag und was nicht.
00:28:36: Und aus welchen Gründen findet sich der eigene Weg viel leichter?
00:28:41: Ja ich glaube das auch, dass viele sehen.
00:28:43: Ich meine ich habe auch unglaublich viele Filme gesehen.
00:28:45: Wir durften auch ins Zeisekino gratis gehen und wir haben uns jede Woche auf Filme angeguckt.
00:28:50: Und ich glaub im Anfang einer künstlerischen Reise, wenn ich mir das für euch beide war aber ich hab irgendwie mal gehört und ich finde es stimmt total, gutem Geschmack hat.
00:29:02: Und am Anfang ist das eigene Schaffen noch etwas weit weg von dem eigenen Geschmacks.
00:29:06: Ja
00:29:07: und es ist quasi eine Annäherung daran, dass man irgendwann mal so gut ist wie es einem selbst wirklich auch gefällt.
00:29:13: Total!
00:29:14: Ja
00:29:15: und ich glaube das ist wichtig, dass das nie auf dem selben Niveau ist denn sonst hört man auf zu schaffen.
00:29:21: Also es gibt immer irgendwas was man vielleicht doch noch verbessern könnte oder sowas und... Das ist auch wichtig.
00:29:27: also wie du schon gesagt hast weil ich glaube wenn man irgendwann mit sich.
00:29:31: Ich kann mir selbst sowieso nicht vorstellen, dass ich irgendwann hundert Prozent mit mir und meinem Tun zufrieden sein werde.
00:29:36: Weil ich einfach sehr, sehr ärger als ich bin.
00:29:39: Aber ich bin auch froh, dass es so ist.
00:29:40: Und dann denke ich, so kommt man am weitesten.
00:29:43: Das glaube ich auch aber ich glaube das ist auch... Also auf jeden Fall ist es auch wichtig ...zu spüren, damit sich selber ehrlich zu sein wenn es nicht gut ist, aber mit sich selber auch ehrlich zu sagen wenn es gut ist.
00:29:55: Jetzt war's wirklich mal gut!
00:29:59: Es sind so Momente, wo man sagt, warum muss ich das immer relativieren?
00:30:04: Heute war ein guter Tag.
00:30:05: Die Szene lief gut!
00:30:06: Das stimmt.
00:30:07: Das ist auch schön gewesen und... Ich weiß es ist manchmal untypisch oder fühlt sich fast falsch an aber beides ist okay.
00:30:15: Es ist auch wichtig, sich selbst gut finden zu können.
00:30:19: Also einerseits habe ich das Gefühl, manchmal wird einem so ein bisschen abtrainiert die eigenen Stärken benennen zeigen zu können.
00:30:28: Ich weiß nicht, ob es euch auch so ging einfach in einem Aufwachsen als Frau dass ich häufig das Gefühl hatte, ich darf nicht so selbstbewusst und stolz auf das sein was sich kann weil es schneller als zickig oder bossy wahrgenommen wird als bei vielleicht gleichaltrigen Jungs.
00:30:49: Bei einem Mann ist es selbst bewusst, bei einer Frau sind sie dann arrogant plötzlich.
00:30:52: Und umgekehrt habe ich viel stärkere Selbstzweifel bis ich zufrieden bin mit etwas.
00:30:59: Ich kann aber auch nicht sagen, ob das jetzt wirklich sozial strukturell bedingt ist oder einfach meine Persönlichkeit.
00:31:06: Ich denke irgendwo verschwimmen die Grenzen auch.
00:31:09: Aber ich merke es natürlich auch im Umfeld.
00:31:13: vielleicht brauchen wir ein bisschen mehr Vorbilder und ein bisschen Wächst ja auch konstant und wir entwickeln uns alle weiter.
00:31:24: Und ich denke mal in zehn Jahren wird es viel weniger solche Fragen überhaupt geben, hoffentlich!
00:31:30: Es gibt jetzt schon viel weniger Fragen als vor zwanzig Jahren zum Beispiel.
00:31:35: Da wäre es wahrscheinlich undenkbar gewesen dass gleich drei Frauen zu einem Radiointerview eingeladen werden.
00:31:44: Weiß ich nicht... Sprachlos!
00:31:47: Wäre das möglich gewesen?
00:31:49: Auf jeden Fall.
00:31:49: Aber
00:31:50: wir waren da
00:31:51: ja noch gar nicht vor zehn Jahren.
00:31:53: Maler, Schauspiel, Tanz und Gesang!
00:31:58: Jetzt wird eine Mutter ihre Kinder alle gleich toll finden.
00:32:02: aber du bist dann auch in der Ausbildung.
00:32:05: wo musst du denn am meisten trainieren?
00:32:08: ich dachte du fragst mich jetzt was magst du am liebsten?
00:32:15: ich liebe tanzen also dass es So mein Ding.
00:32:19: Okay,
00:32:19: dann bleibt jetzt ja nur noch Gesang oder Schauspiel wo du am meisten für trainieren musst weil Du da am schwächsten bist?
00:32:25: Naja tatsächlich muss ich sagen selbst.
00:32:28: Also trotz dessen dass sich tanzen so sehr liebe muss ich da auch noch sehr viel arbeiten.
00:32:34: aber Ja schauspiel und gesangen war Ich bei beidem noch ein relativer anfänger als ich an die schule kam.
00:32:42: also natürlich hat man mal den workshop gemacht Oder das gesangs coaching sowas.
00:32:48: Aber da war ich bei beiden noch etwas zurückhaltend, muss ich auch sagen am Anfang.
00:32:54: Weil... Ich mich gar nicht so richtig getraut habe mir selbst und meinen Impulsen und dem was ich eben für richtig halte zu folgen.
00:33:02: Und das ist vor allem was, was ich jetzt gelernt habe über die Zeit Auch vor allem im Schauspielunterricht.
00:33:08: Da bin ich meinen Dozenten auch sehr dankbar Dass sie uns oft einfach machen lassen und uns mal aus der Komfortzone rausholen.
00:33:17: am Ende merken wir dann, hey das hat echt gut geklappt und das steckt irgendwo alles in uns drin.
00:33:25: Ja aber was ich am meisten üben muss es kann ich gar nicht so sagen.
00:33:28: Ich glaube momentan bin ich vor allem am Gesang dran weil ich da noch sehr hohe Ansprüche an mich habe, weil ich gerne einfach da noch selbstbewusster und sicherer werden würde.
00:33:43: meine Seele aufmachen muss und andere ein bisschen noch reinschauen lassen muss, weil ich glaube in dem Fach noch ein bisschen am verletzlichsten bin.
00:33:52: Aber das wird schon noch... habe ich positives Gefühl doch!
00:33:58: Also du versuchst schon alles auf den gleichen Qualitätsstandard zu bringen höre ich raus?
00:34:02: Ja
00:34:03: also das ist mein Ziel.
00:34:05: Wie soll das denn mal enden mit dir?
00:34:07: Wie soll dass mal endet?
00:34:08: Also
00:34:08: tatsächlich Musical damit Katharina dich nie sieht oder vielleicht doch auch ein bisschen Schauspiel, um dann bei Katharina zu spielen?
00:34:17: Oder
00:34:18: zusammen mit Leila singen.
00:34:21: Ich finde alles sehr verlockend!
00:34:23: Ich glaube das ist eben der große Vorteil und vielleicht auch eine Einschränkung, dass man so viele Bereiche hat in die man gehen könnte, so viele Möglichkeiten... Also mein Traum wäre natürlich Musicals zu spielen vor allem.
00:34:41: Ich denke auch, dass mich Katharina damals sehen wird.
00:34:45: Gibt's denn so eine Rolle wo du sagen würdest das ist es genau das?
00:34:50: Die darf man wünscher äußern!
00:34:53: Für mich ist es vor allem eher das Ensemble was mich ein bisschen reizt.
00:34:58: ich glaube das ist auch ne sehr untypische Aussage für Musical-Darsteller.
00:35:04: ich bin gar nicht so fixiert auf irgendeine Solorolle
00:35:06: Also irgendein Katze
00:35:08: bei Katz vielleicht jetzt nicht unbedingt Katz, aber ich finde es total spannend eben in diesem Gefüge unter den Menschen zu sein und sich gegenseitig irgendwie zu unterstützen und zu tragen durch diese Shows gemeinsam auf der Bühne und hinter der Büne eine schöne Zeit zu haben.
00:35:29: Und ich weiß nicht ob du die Position kennst, aber Ich könnte mir auch sehr gut vorstellen später als Swing zu arbeiten.
00:35:36: das eben bedeutet ja dass man Wenn jemand ausfällt oder so, einfach einspringt diesen Track übernimmt das und so weiter.
00:35:44: Das finde ich sehr spannend weil es mit sehr vielen Nervenkitzel verbunden ist doch jeden Abend immer mal was anderes zu machen Und dann wird's auch nicht so langweilig als wenn man eben eine Acht-Show Woche vielleicht doch immer wieder das Gleiche machen muss wo wir ja auch vorhin schon drüber gesprochen haben.
00:36:00: Aber ja, also wenn ich so träumen könnte dann würde ich glaube ich sagen Mula Roush ist schon eines der Musical was mich sehr anspricht einfach von der Ästhetik und auch vom Tanzstil.
00:36:14: Ja doch, das wäre schon so ein kleines Träum.
00:36:16: Das
00:36:16: kannst du dir ja ab Ende des Jahres hier in Hamburg sogar ankommen?
00:36:19: Ja und ich freue
00:36:20: mich total!
00:36:20: Ich habe es auch schon in Köln gesehen tatsächlich und ich war total begeistert.
00:36:24: und jetzt nochmal mit Mae Anja auch in der Hauptrolle die auch von unserer Schule kommt und
00:36:31: ja...ich freu mich drauf Leila Jetzt habt ihr alle drei habt etwas getan also man könnte fast sagen einen Hobby zum Beruf gemacht zumindest eine Leidenschaft zum Beruf.
00:36:41: Trotzdem mag es da ja durchaus auch mal Schattenseiten geben.
00:36:45: Was sind denn die praktischen Schatten-Seiten deiner Ausbildung und deines Berufs?
00:36:50: Also bei Künstlerinnen und Künstlern denkt man natürlich zuerst erstmal auch an die Perspektive Geld, das ist immer knapp wahrscheinlich ein begleitender Faktor.
00:37:01: aber was ist es sonst noch?
00:37:03: In meinem Fall würde ich sagen die Notwendigkeit der Selbstorganisation, die ist für mich eigentlich die größte Crux.
00:37:09: Einfach berühmt werden und Manager haben oder?
00:37:12: Ja genau!
00:37:13: Und da haben wir dann wieder den Knackpunkt Geld denn Manager wollen bezahlt werden.
00:37:16: aber also bis dato komme ich eigentlich mit der Berufsbezeichnung Eier legende Wollmilchsau ganz gut durch und ich glaube bereit aufgestellt sein schadet nie und dadurch habe ich eben auch das Glück dass sich in recht vielen unterschiedlichen Bereichen gerade arbeiten darf.
00:37:32: Die Unsicherheit ist aber natürlich trotzdem da.
00:37:35: Das ist nichts, was mich jemals unter Druck gesetzt hätte weil ich das gar nicht anders kenne.
00:37:39: Ich habe immer nur frei beruflich gearbeitet und ich hab sehr früh eben auch schon angefangen für Geld auf der Bühne zu stehen und das hat sich eigentlich seit ich vierzehn bin immer weiter verstetigt und verselbstständig.
00:37:52: und seit ich dreiundzwanzig bin verdiene ich eigentlich mit Musik machen oder teilweise auch unterrichten oder anderen Projekten.
00:38:00: Aber
00:38:00: mit Fünzeln ist es ja eine Taschengeldaufbesserung, da kann man sich noch mehr tolles Zeug kaufen.
00:38:07: Hast du denn irgendwann mal ne Situation erlebt wo du dachtest, ah, Miste?
00:38:12: Ja klar, also ich kenne auch niemanden der so eine Situation nicht erlebt hat in der Freiberuflichkeit.
00:38:18: Bei mir war es tatsächlich konkret direkt am Anfang des Masterstudiums.
00:38:22: da hatte ich gerade ein zwei Jahre Selbstständigkeit hinter mir wo ich ein bisschen was zurückgelegt hatte um eben mit einer anderen Freiheit ins Studium gehen zu können.
00:38:31: und dann kam aber prompt ne Steuernachzahlung fürs laufende Jahr Steuerberaterrechnung und dann auch noch die Vorauszahlungen.
00:38:39: Und auf einmal waren sämtliche Rücklagen auf einen Schlag aufgebraucht, ich war im ersten Semester und konnte gar nicht so viele Aufträge annehmen wie es normalerweise getan hätte.
00:38:48: Da hatte ich schon ein paar Wochen, wo ich nicht so gut geschlafen habe aber das hat sich dann relativ schnell zum Glück wieder geregelt.
00:38:56: Aber ich kann nicht sagen ob das irgendwann mal wieder kommt.
00:38:59: also bisher Es ist sehr schön, ich bin wahnsinnig dankbar für die Arbeit, die ich machen darf.
00:39:05: Aber klar!
00:39:05: Ich kann nicht sagen wie es nächstes Jahr um diese Zeit bei mir aussieht.
00:39:09: Katharina du bist ja schon jetzt noch ein bisschen länger im Job als die anderen Jetzt nicht Regisseurin aber vorher schon weil Schauspielerin ist ja durchaus auch einen Job wo man genau diese Nöte hat.
00:39:20: Ja
00:39:20: Ist also offensichtlich ja auch etwas was dich die ganze zeit schon begleitet.
00:39:25: hast Du auch mal Existenzängste gehabt bzw.
00:39:29: gedacht, hätte ich bloß eine Boutique aufgemacht oder was weiß ich?
00:39:35: Ja also... Ich habe das Glück dass ich sehr unterstützende Eltern hab, also eine sehr unterstützte Mutter und ich muss zugeben wenn ich sie nicht gehabt hätte dann war sie nicht bis gewesen wäre.
00:39:48: Also ich habe mir nie wirkliche Sorgen machen müssen weil meine Mutter sehr so war Also auch noch immer so ist, ich habe nur eine Tochter und meine Mutter hat sehr, sehr hart gearbeitet.
00:39:58: Meine Mutter kommt aus Bulgarien und ist wirklich mit nichts nach Österreich gekommen und hat sich das alles selbst aufgebaut.
00:40:04: Und für sie war es immer so... also mir soll es an nichts fehlen!
00:40:08: Ich bin ja unendlich dankbar.
00:40:09: mein ganzes Leben, mein ganzeres Glück beruht auf ihrer harten Arbeit.
00:40:16: Und ich glaube, es ist sehr schwierig dem Privileg eines künstlerischen Berufes zu folgen, wenn man keine familiäre Unterstützung hat.
00:40:25: Es gibt
00:40:25: sie... Alle wicken mit dem Kopf hier?
00:40:27: Ja!
00:40:28: Auch der Tonmann.
00:40:32: Und ich bewundere wirklich Menschen die ich kenne, die gar keinen Rückhalt haben und aus einer wirklichen Arbeiterklasse kommen und sich alles erarbeiten.
00:40:44: Das sind andere Ängste, denen ich glücklicherweise nicht zu tun hatte.
00:40:48: Gleichzeitig habe ich aber meinen Lebensstandard immer sehr gering gehalten.
00:40:52: Ich wohne noch in Berlin an einem WG-Zimmer, das ist zwar mein Mietvertrag, die Wohnung, in der ich bin, aber ich vermiete die anderen zwei Zimmer und bin es einfach sehr gewöhnt mit sehr niedrigen monatlichen Fixkosten zu leben.
00:41:06: Und dann wenn ich verdiene, dann verdiene ich auf einen Schlag halt mehr Geld und damit gibt's ja ein neues iPhone, ein neuen Computer, solche Sachen.
00:41:14: Also ich glaube dass das so eine Balance, Freiberuflerinnen raten sich, an der Tore Wohnung zu nehmen.
00:41:20: Weil natürlich die Jahre so unterschiedlich sind und man wird einfach von der Steuer gefickt!
00:41:26: Das ist... Haben wir das Wort auch endlich?
00:41:29: Ich
00:41:29: habe das Gefühl, Deutschland-Österreich ist da nicht anders will wirklich Freiberübler nicht.
00:41:35: und es ist unglaublich, man verdient einmal ein Jahr gut und dann eben alle Rücklagen werden dann von der Steuer gefressen.
00:41:42: und ich denke mir, da müsste es eine andere Regelung geben.
00:41:44: Es sollte eine fünf Jahresregelung geben Auch Themen wie, ich möchte in den nächsten Jahren Kinder und denke mir jetzt schon okay.
00:41:52: Ich muss schauen dass ich dann dem Jahr genug verdiene das ich dann auf das volle Elterngeld komme Und das sind Gedanken die wirklich verrückt sind.
00:41:58: und wenn ich weniger verdiene dann werde ich noch weniger elterngelt bekommen und da ist etwas im System einfach falsch.
00:42:06: Also wie gesagt es ist ein Privileg künstlerin sein zu dürfen und gleichzeitig wollen wir ja alle Kunst konsumieren Auch wenn die Existenzängste vielleicht erst bei mir nicht zu groß waren durch diese familiäre Unterstützung, waren aber meine Ängste dessen dass ich vielleicht doch nicht erfolgreich damit werde oder doch nicht ein gutes Leben damit aufbauen werde.
00:42:29: Oder Versage!
00:42:30: Die waren schon immer wieder groß und das sind so die die Risiken die ich wirklich eingegangen bin weil wenn man dann alleine zu Hause ist und man sich denkt Ich habe mich dann mit der Mutter Weinand angerufen und gesagt, hast du nicht etwas anderes gewünscht?
00:42:45: Dass ich das mit meinem Leben mache.
00:42:46: Dass es irgendwie besser wäre oder... Und keine Ahnung was soll ich jetzt irgendwie... Sollte ich lieber kellen an als du mit dem Miete zahlst und so und meine Mutter so, nein, nein!
00:42:55: Du konzentrier dich auf das, was du möchtest.
00:42:58: Ich hab die Arbeit geleistet.
00:42:59: Ich möchte dass du das darfst.
00:43:01: Das ist unglaublich viel Glück hatte ich aber der Selbstwert Und da habe ich trotz dessen daran genagt.
00:43:09: Weil es ist einfach, wir leben in einer kapitalistischen Gesellschaft und wenn man nicht bezahlt wird für seine Arbeit oder nicht gut bezahlt hat oder nicht davon leben kann dann ist das sehr schwierig sich zu denken.
00:43:20: aber trotz dessen was wert was ich schaffe
00:43:23: Das finde ich wirklich den größten Knackpunkt dieser Selbstlegitimation durch finanzielle Anerkennung und gerade in der Kultursparte wo man sehr lange investieren muss bevor man den Lohninform von sei es Lohnarbeit, Erwerbsarbeit oder wie auch immer hat.
00:43:41: Der Weg dahin ist ja Jahre teilweise Jahrzehnte lang und ich finde die Berechtigung zu sagen Ich bin Künstlerin also nicht nur ich verdiene meine Miete mit künstlerischer Arbeit sondern zu sagen ich bin Kündlerin das ist für mich sehr viel wichtiger als eben zu sagen mein Geld kommt aus künstlerscher Arbeit.
00:44:01: denn Für mich ist Künstlerin sein eher eine Frage der Weltanschauung.
00:44:05: Wie ich mit der Welt umgehe, wie ich ihr begegne und wie ich mit den Menschen interagiere und was das für mich bedeutet.
00:44:12: Und ich versteh aber sehr gut weil es mir auch lange so ging diese Zweifel die davon aufkommen dass man denkt man ist kein gleichwertiges Mitglied der Gesellschaft, wenn man nicht etwas leistet mit der Kunst die man schafft.
00:44:26: Dass man in einen monetären Gegenwert übersetzen kann.
00:44:29: und in den letzten Jahren haben wir auch häufig den Begriff der systemrelevanten Arbeit gehört.
00:44:34: Und natürlich fragen wir uns dann vielleicht was ist eigentlich die Systemrelevanz unserer Arbeit?
00:44:39: aber ich glaube eben auch dass sie wichtiger ist denn je das wir eben Räume schaffen können in denen Menschen vorurteilsfrei zusammenkommen in denen sie ein kollektives gemeinschaftliches Erlebnis haben, vielleicht auch ihre eigenen Geschichten erzählt bekommen auf eine Art wie Sie es selber nicht unbedingt abstrahieren würden.
00:44:58: Und das ist für mich der unfassbar große wichtige Mehrwert von Kunst den wir eigentlich in keiner anderen gesellschaftlichen Instanz und Institution mehr bekommen.
00:45:10: Maler!
00:45:11: Wir kennen ja deinen Tagesablauf jetzt schon einigermaßen.
00:45:14: Bleibt trotzdem noch Zeit zum Kellen an, wie Katharina es angesprochen hat.
00:45:19: Nebenjob machen oder wie funktioniert das?
00:45:22: Also mir geht's tatsächlich eigentlich genau wie Katharina.
00:45:25: ich habe auch Eltern die mich sehr stark unterstützen und mir alles finanzielle eigentlich abnehmen weshalb ich mir darüber Gott sei Dank kaum Sorgen machen muss.
00:45:36: Ich habe einen Nebenjob ja den kann ich aber sehr gut von zu Hause Und in meiner zeit ausführen, wie ich mir die nehmen kann weil es eben viel mit Social Media und hinter den Kulissen Arbeit zu tun hat.
00:45:51: Es gibt sehr viele auch Mitschüler, die sich tatsächlich dann am Wochenende irgendwie noch Zeit freischaufeln müssen um Kellnern zu gehen oder in den Theaterhäusern jetzt im Vorderhaus zu arbeiten an der Garderobe oder solche Dinge, gerade auch auf Prüfungszeiten zugeht, am Rande ihrer Kräfte sind.
00:46:14: Leider was auch schade ist weil sie eben dann teilweise sehr viel Kraft verschwenden nicht verschwinden aber eben leider abgeben müssen an das Geld verdienen.
00:46:24: natürlich werden wir von der Schule teilweise auch gefördert also wir können ja eben Sachen wie BAföG oder irgendwelche Arten von Förderungen beantragen was oft aber auch nicht ausreicht.
00:46:36: es ist so ein Lachen ist und ein weinenes Auge habe ich das Gefühl, immer wenn es um Geld geht.
00:46:42: Weil ja die Ausbildung ist super wichtig für uns dass wir eben das Handwerk lernen.
00:46:48: aber sich das leisten zu können dazu muss man eben auch privilegiert sein Und ich bin Gott sei Dank sehr privilegiert und sehr dankbar dafür.
00:46:56: Aber ich hab eben auch gesehen wie hart andere dafür arbeiten müssen.
00:47:02: Katharina Wir haben ja sehr viele Aspekte jetzt schon besprochen aus der Ausbildung aus dem Leben.
00:47:09: Was gibt dir denn die Gewissheit?
00:47:10: Und da stehen ja alle vor dieser Entscheidung, wenn sie sich für einen Beruf entscheiden.
00:47:14: Was gibt ihr die gewissheit das dann bis Mitte Ende sechzig zu machen?
00:47:18: als Regission kann man noch durchaus länger arbeiten aber das wäre jetzt wie die normale Arbeitszeit
00:47:25: Weil ich es gerne gut mache.
00:47:27: Ich glaube dass ist jetzt die kurze Antwort Super Kannst du
00:47:34: aber gerne noch ein bisschen ausführen.
00:47:38: Ja, es macht mir unglaublich Spaß.
00:47:39: Es ist herausfordernd ich darf immer was Neues erschaffen Ich kann andere Leute fordern und fordern das finde ich auch ganz wunderbar.
00:47:47: Ich habe das Gefühl so als Schauspielerin da steht man so im Scheinwerferlicht Und als Regisseurin und das klingt jetzt sympathetisch aber da isst man das Licht Man kann es auf Leute drauf scheinen und die Leute können wie so pflanzen.
00:48:01: Die beste Version von sich werden und dieses gefühl ist einfach wunderschön Und das ist etwas, was ich wirklich genieße auch zu sehen.
00:48:10: Auch jemanden sagen zu keinem, hey du machst es richtig toll und dass meine Meinung dann auch diesen Wert hat.
00:48:17: Das ist schön!
00:48:19: Deswegen glaube ich jetzt eine richtige Berufe für mich und ich bin darin sehr glücklich.
00:48:24: Gleichzeitig bin ich natürlich gespannt wie sich die Branche also von uns dreien würde ich jetzt sagen ist meine Branche am meisten vom KI irgendwie Ja bedroht oder unterstützt, je nachdem wie man sieht.
00:48:35: In meinem ersten Kinofilm zum Beispiel mussten wir computeranimierte Spiele machen und das wäre unsagbar teuer gewesen.
00:48:44: Hätten wir diese kleine Animationen nicht mit KI gemacht?
00:48:48: Und das sind so Sachen die helfen.
00:48:52: aber natürlich wäre das ein Job gewesen sonst für jemanden der dieses Kommuterspiel gemacht hätte.
00:49:01: Ich hoffe, dass es sich immer wird.
00:49:04: Aber ich glaube, dass das Predikat Mensch nicht ersetzbar ist.
00:49:09: Es gibt ja jetzt schon Maschinen.
00:49:11: die können ja Klavierperfekt spielen und trotz dessen würde ich keine hundert Euro zahlen um in die Elbphilharmonie zu gehen und ein Computer an einem Klavierspielen zu sehen.
00:49:20: Ich habe das aber gezahlt um Menschen Spiele zu sehen!
00:49:22: Und ich glaub, das wird sich... Das wird sich nicht ändern.
00:49:25: Sagt die Dame, die die Kulturkarte vor Free hat?
00:49:29: Nein nein.
00:49:30: Laila was ist denn dein Ziel?
00:49:33: Also Isama Katarina will den Oscar gewinnen, habe ich hier jetzt in den Mund gelegt.
00:49:37: Weil von der HMS gab es schon diverse Oscar-Nominierungen?
00:49:43: Was ist dein Ziel?
00:49:44: also vielleicht gar kein Preis sondern wo willst du mal landen?
00:49:48: Wo bist du in zwanzig Jahren wenn es um die Erfüllung aller deiner Wünsche geht?
00:49:52: Ich bin hoffentlich glücklich!
00:49:54: Ich glaube das ist die einzige Erfüllung meiner Wünschte die mir wirklich wichtig ist Denn ich habe ganz lange auch darüber nachgedacht, was ist denn der nächste Schritt?
00:50:02: Was kommt, nachdem ich diesen Preis gewonnen habe oder dieses Ziel geschafft habe, dieses Album veröffentlicht, dieses Konzert gespielt?
00:50:10: und die Wahrheit ist ja es geht immer weiter.
00:50:12: Es hört nie auf ein nächstes unerreichbares Ziel im Auge zu haben.
00:50:18: also vielleicht wünsche ich mir eigentlich das dass es immer einen nächstes Ziel gibt.
00:50:22: Und für mich ist aber auch ganz wichtig, dass ich als Mensch mich nicht über meinen musikalischen oder künstlerischen Erfolg definieren möchte.
00:50:31: Weil ich glaube das es großes Potenzial hat auch gefährlich zu werden wenn ich nur durch mein Erfolg, wenn ich Erfolg habe Bestätigung oder Befriedigung meiner Person erfahre.
00:50:44: Ich möchte das auch sein, wenn ich frei habe – wenn ich gerade nichts veröffentliche, wenn eine Blockade habe und nichts Kreatives erschaffe!
00:50:51: Ich möchte gerne in Gemeinschaft sein und ich möchte einen menschlichen Wert für mein Umfeld darstellen der sich nicht durch meinen Erfolg misst.
00:51:02: Und ich glaube dass ist eigentlich ein relativ schwer erreichbares Ziel in einer Gesellschaft wo wir immer nach höher schneller weiter streben Aber eben ein wichtiges, wo wir uns zunehmend isolieren und vielleicht durch KI und Internet auch nicht mehr so sehr diesen menschlichen Austausch immer haben.
00:51:22: Aber für mich ist eigentlich Community das was mich sehr glücklich macht also mit anderen Menschen zusammen sein arbeiten kreieren und ich hoffe dass ich das noch sehr lange machen darf.
00:51:32: Gib uns trotzdem mal einen Ort wo du sagst da würde ich gerne mal auftreten.
00:51:38: Ist es hier in Hamburg, die Elbphilharmonie?
00:51:41: Ist das Likarnige Hall in New York?
00:51:43: oder gibt's also irgendwie so ein sehr praktischen Punkt wo du sagst ja dann habe ich einen guten Zwischenschritt gemacht.
00:51:52: Also der große Saal der ElbPhilharmy steht tatsächlich noch aus.
00:51:56: Das
00:51:57: könnte ich mir schon sehr gerne nochmal von der Bühne anschauen.
00:52:04: ansonsten glaube ich, geht es mir weniger um den Saal als um die Menschen, die dabei sind und was für ein Projekt das ist.
00:52:11: Also eigene Musik in irgendeiner Form auf die Bühne bringen dürfen ist immer wahnsinnig schön, wahnsinn nicht aufregend und ich glaube dass das wo ich am meisten Energie- und Elan rein stecke und ob das dann vor zwanzig oder zweitausend Menschen passiert ist gar nicht unbedingt der springende Punkt aber natürlich ein schöner Nebeneffekt, wenn es möglich viele Menschen auch erfahren können.
00:52:37: Mala!
00:52:39: Also du hast ja schon vieles beschrieben was du unbedingt machen möchtest, Muler Rouge und so weiter und sofort.
00:52:46: Wenn ich zu Katharina sage Ja bis Mitte sechzig kannst du noch länger machen Wie lange kann man denn Musical-Darstellerin sein?
00:52:53: Ich sag mal das hat ja auch etwas mit einer gewissen Körperlichkeit zu tun die vielleicht im Alter irgendwann schwerer fallen könnte.
00:53:00: Ja, also Musical-Dash-Steller in Bezug auf sehr tanzlastige Musicals.
00:53:05: mit Sicherheit gibt's da irgendwann vielleicht auch mal eine Grenze.
00:53:09: Aber ich glaube es gibt doch durchaus Musical Rollen die älter sein dürfen wo Spielalter vielleicht auch Mal bis sechzig oder sowas angegeben ist bei Auditions was auf jeden Fall möglich ist.
00:53:23: Ich glaube aber auch gerade auch für mich schon wünschenswert irgendwann vielleicht auch das, was ich gelernt habe mal weiterzugeben.
00:53:32: Also dass sich vielleicht auch irgendwann sage okay Das war eine schöne Zeit auf der Mühne aber es gibt noch so viel darum herum.
00:53:39: Es gibt die Choreo ist gibt Regie Assistenz es gibt aber auch Dozenten Es gibt so viele Möglichkeiten und ich glaube
00:53:48: oder Regie
00:53:49: oder das.
00:53:50: ja Ich glaube es ist gar nicht mal so gut sich darauf zu beschränken für immer nur auf der Bühne sein, weil man dann auch ganz schnell aus dem Blick verliert was man eigentlich noch für schöne Dinge
00:54:04: neben
00:54:05: oder hinter der Büne erleben könnte.
00:54:08: Katharina gibt es so ein Film deines Lebens den du persönlich so fantastisch findest?
00:54:15: Den würde man jetzt wahrscheinlich nicht anpacken wollen und Remake von machen.
00:54:19: aber gib uns mal eine Idee in welcher Kategorie wir dich so einordnen können.
00:54:24: also Welche Filme magst du?
00:54:27: Welchen Regisseur findest du ganz toll?
00:54:30: und vielleicht gibt es wirklich einen Film, wo du sagst, ah den hätte ich gerne gedreht.
00:54:34: Oder gibt's viele Filme die ich gerne getreten hatte.
00:54:38: Also deutschsprachige Filme, die ich ganz, ganz toll finde... Ich finde von Ilka Chatak es gilt das gesprochene Wort.
00:54:44: Wann fand ich wirklich einen der tollsten Filme?
00:54:48: in deutschsparkigen Filmen?
00:54:49: auf jeden Fall Nur eine Frau von Sherry Horman, glaube ich.
00:54:53: Ja, Hormann genau ist für mich auch wirklich fantastisch.
00:54:58: International gibt es von einem spanischen Regisseur Sunday's Illness.
00:55:02: Das ist ein Film der lief im Panorama auf der Berlinale vor einigen Jahren.
00:55:06: Der hat mich unglaublich berührt.
00:55:08: und die Van, ein französischer Film, der in Cannes lief, ich glaub, aus dem Jahr zwei Jahrzehnte, der auf Netflix auch ist.
00:55:15: Beide sind auf Netflix nicht gerade genannt, das sind so europäische Filme, die ich einfach fantastisch finde und aber auch natürlich amerikanisches Kino wie The Place Beyond the Pines von Derixie & Francie.
00:55:28: Also es gibt einfach unglaublich viele... Ich merke das ist auch.
00:55:32: wenn ich so an einem Thema dran bin dann beginne ich ganz ganz viele Filme zu sehen, die mit diesem Thema auch zu tun haben und dann entdecke ich immer wieder fantastische Werke!
00:55:41: Und da gibts so Filme wie Goodluck Leo Grandel, wie der Film über den Callboy.
00:55:47: Und da dachte ich mir, er ist so cool und so eine cleverere Idee in einer ältere Frau die sich irgendwie nach dem Tod ihres Mannes einen Callboy nimmt und ihre Sexualität und ihren Körper entdeckt.
00:55:59: Der war so wunderschön gemacht und so ne simple Idee, die treffend sich nämlich nur am Hotelzimmer.
00:56:05: Das war so ne Idee, ich dachte, ah!
00:56:06: Die hätte ich auch gerne gehabt.
00:56:07: Ich hätt gern ein cleveres tiefgründiges Debut auf so ner Art.
00:56:12: Das wär mir gerne auch eingefallen.
00:56:14: Aber es gibt einfach unglaublich viele.
00:56:17: und das Fantastische an Filmen ist ja auch, dass sie einfach bleiben.
00:56:22: Dass sie an Serien ein bisschen schade sind.
00:56:25: Da gibt's ja Tausende, die waren fantastisch und gehen dann aber irgendwie... verliert man die dann auch wieder.
00:56:30: und filme von denen hoffe ich zumindest, dass Sie länger bleiben.
00:56:34: Leila!
00:56:36: Mit allen Unwegbarkeiten, die wir besprochen haben?
00:56:39: Warum würde eine Achtjährige sag' ich mal Einigermaßen passabel, geil gespielen kann.
00:56:47: Vielleicht sogar ein bisschen besser von dir den tip geben mach weiter und macht das beruflich.
00:56:54: ich würde sagen wenn etwas dich
00:56:58: so
00:56:59: beeinflusst so vereinnahmt wie dass hoffentlich dann in dem fall Das musik machen ist Dann gibt es eigentlich gar keine frage.
00:57:08: Es gibt keine wahl man muss es einfach machen.
00:57:11: Ich glaube die Die Frage nach der Karriere oder nach dem Beruf kommt später irgendwann, aber ich glaube es schadet nie sich in Dinge für die man Leidenschaft hat so zu vertiefen wie es nur geht.
00:57:25: Und ... die Welt hört sowieso irgendwann auf.
00:57:29: wir werden
00:57:29: alle irgendwann sterben.
00:57:31: dann kann man die Zeit ja eigentlich auch mit den Dingen füllen die man am liebsten macht.
00:57:34: Ach das ist so schön!
00:57:36: Maler jetzt hast du dir knapp eine Stunde angehört wie toll das im Filmbereich ist und wie toll dass ist ein Instrument zu spielen.
00:57:44: Für was würdest du dich denn persönlich jetzt entscheiden?
00:57:47: Wenn du dich entscheiden müsstest, würdest Du eher die Rolle von Leila einnehmen oder eher die Role von Katarina?
00:57:52: Ach du
00:57:52: großer Gott!
00:57:54: Das ist ja wirklich schwer.
00:57:59: Ich würde am liebsten irgendwie beides versuchen zu verbinden glaube ich.
00:58:03: Ich
00:58:04: habe selber auch lange Klavier gespielt deshalb also ich liebe auch Musik machen in dieser Richtung.
00:58:10: aber ich war eben mehr jetzt auch im Sommer Regie Assistenz und hab da auch sehr die einen Blicke in Richtung Regie gehabt.
00:58:17: und
00:58:18: deshalb, ich finde beides total spannend.
00:58:20: Und ihr seid beides beeindruckende Frauen.
00:58:23: Deshalb möchte ich auch irgendwie gar nicht da jetzt was auswählen.
00:58:26: Ich glaube, ich würde wirklich versuchen irgendwas gemeinsam zu machen.
00:58:31: Ich würd so gerne singen können wir ja beide.
00:58:33: Also dass das wirklich so vorgesagt ist, dass man die Seele da so aufmacht.
00:58:38: Ich find es schade, dass singen etwas ist, was dann irgendwie so... Das will nicht alle immer singen!
00:58:44: oder immer wieder.
00:58:45: Nicht mehr, nicht mehr!
00:58:46: Wir singen alle nicht mehr und ich merke das fehlt mir.
00:58:51: Ich habe so eine Freundin die mich auch studiert hat und die dann manchmal weil es mir so Freude macht mit mir singt und ich kann wirklich nichts singen aber mit ihr zusammen.
00:59:01: sie sagt ja ich mache ne tolle zweite Stimme
00:59:03: und dann legen wir los.
00:59:04: Es ist schade dass das gemeinsame Musikierende das gemeinsames singen Kunst machen, was uns Freude macht.
00:59:14: So ja weniger ist es.
00:59:15: Ja und halt eben auch dass wir uns oft sehr auf diesen Perfektionismus stürzen und gar nicht mehr so viel einfach machen weil wir Bock drauf haben oder weil wir irgendwie Freude dran haben wie du schon gesagt hast.
00:59:26: Viel muss dann auch immer abgeliefert werden und da geht das auch ein bisschen verloren, das stimmt.
00:59:31: Ein Plädoyer für Gemeinschaft und Freude also?
00:59:33: Also mehr zusammen und mehr einfach machen!
00:59:36: Dann lass uns singen.
00:59:39: Das machen wir gleich, Leila du musst mir noch kurz sagen ich geb dir fünfzig Euro.
00:59:43: gehst du lieber ins Kino?
00:59:44: oder also im Kino kannst ja nur Popcorn und Eiskonfekt und alles holen?
00:59:49: Oder gehst Du ins Musical jetzt nach dieser Stunde?
00:59:52: Für
00:59:52: Fünfzig Euro ins Musical das ist ja ein Knaller.
00:59:54: Fünfzig Euro ins Kinos!
00:59:55: Wahnsinn!
00:59:57: Es ist beides unrealistisch.
01:00:00: Nein aber du weißt ja was ich meine.
01:00:02: Wofür wird sie hier entscheiden?
01:00:04: Ich glaube dadurch, dass ich selber auch manchmal im Musical spiele würde ich ins Kino gehen.
01:00:08: Weil ich gar nicht so oft ins Kilo gehe wie ich gerne würde weil ich ja häufig selber auch abends spiele also arbeite und Kino ist ja dann häufig zur selben Zeit.
01:00:19: es gibt natürlich auch nachmittags- und vormittagsporstellung das ist mir bewusst.
01:00:23: aber doch ich mag das immersive Erlebnis
01:00:27: auch
01:00:28: in dieser Form sehr schön.
01:00:30: Aber Musical Ja, wenn ich selber nicht so häufig drinnen gesessen hätte dann hätte ich wahrscheinlich, wie Söckel gesagt jetzt.
01:00:39: Ihr drei sehr schön war es mit euch.
01:00:41: tatsächlich liebe Maler, liebe Leila, liebe Katharina vielen Dank für auch Einblicke in die Vergangenheit in den Alltag der Gegenwart Und wenn ich in die Zukunft gucke, dann will ich die für euch sehr gerne Rosig sehen und freue mich, wenn wir in zehn Jahren vielleicht wieder hier zusammensitzen.
01:00:59: Und ihr erzählt wie es so war mit den ganzen Preisen, mit dem Reichtum und dem Ruhm und den ganzen Fans und Followern bei Instagram.
01:01:07: In diesem Sinne!
01:01:07: Ich wünsche euch alles Gute und sage Ahoi!
01:01:10: Vielen Dank!
01:01:12: Das war Die Hochkultur auf Ahoj Der Kölscher Club.
01:01:16: Danke fürs Zuhören.
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